Mittwoch, 11. April 2018

INSA-Umfrage sieht die AfD derzeit bei 15,5 %: Wie ist das zu erklären?

Bei der Bundestagswahl       am 25.9.2017 erreichte die AfD 12,6 Prozent - zum Erstaunen und zum Schrecken vieler.
Als ich heute die neuesten Umfrage-Ergebnisse sah (gestern, 10. April), traute ich meinen Augen kaum:
Das Institut "INSA" sieht die AfD derzeit sogar bei 15, 5 %, die SPD bei nur 17,5 Prozent.

Frage an die politisch Interessierten: Gibt es eine Erklärung dafür? - Bin mal gespannt auf Ideen!
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Ich vermute mal, weil die Leute sich in letzter Zeit
    in Deutschland immer wohler und sicherer fühlen.
    (Ironie)

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  2. Für mich ist interessant, dass dieses erstaunliche
    Ergebnis heute Morgen von den meisten Medien
    total verschwiegen wird.
    "Gibt es eine Erklärung dafür"?

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  3. Christian Fischer11. April 2018 um 15:41

    Nun hat der "Kreuzknappe" einen Zeitpunkt herausgepickt,
    bei dem der AfD-Wert ausgesprochen hoch ist; zumeist sind
    es eher 13 -14 Prozent.
    Aber dennoch: Das Signal ist irritierend; ein Anteil der
    Bevölkerung, der fast dem der SPD-Wähler entspricht, ist
    offenbar derart unzufrieden, dass man sich (nur) von der
    AfD Abhilfe verspricht.
    Die anhaltenden Verluste der SPD sind für mich übrigens
    das eigentlich interessante Thema.

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  4. Details findet man in diesem erklärenden Video:

    https://www.youtube.com/watch?v=iNGTHlPv_kQ&feature=share

    Ergänzend:
    https://de.reuters.com/article/deutschland-parteien-umfrage-idDEKBN1HH0J7

    Das Totschweigen dieses Ergebnisse ist nicht zielführend.

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  5. Ja, ja, schon auffällig ;-), dass INSA als einziges aller Umfrageinstitute schon seit Februar 2018 konstant (!) Werte zwischen 15 und 16 Prozent für die AfD angibt – am 19. und 26.Februar lag die AfD laut INSA mit 16 Prozent sogar gleich zweimal vor der SPD mit 15,5 Prozent.

    http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm

    Im März wurde übrigens vermeldet, INSA habe für den Vorstand der AfD-Bundestagsfraktion eine Untersuchung erstellt, nach die AfD bundesweit auf 20 Prozent der Wählerstimmen kommen könnte.

    Vielleicht sollte man mal Herrn Binkert, den INSA-Chef, fragen, wie er zu seinen Ergebnissen kommt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Binkert


    Oder auch hier, drei Zitate aus unten verlinktem Artikel:

    „Das Erfurter INSA-Institut beschert der AfD in ihrer Sonntagsfrage häufig erstaunlich hohe und der CDU besonders schlechte Umfragewerte. Steckt eine persönliche Agenda dahinter?“

    „Wenn ein Institut rausgepickt wird, bei dem es merkwürdige Werte für eine Partei gibt, ist da immer die Verbindung INSA und AfD.“

    „Ich will nicht behaupten, dass es eine self-fulfilling prophecy ist. Aber wenn die Leute sehen, die AfD hat …“ (Ergänzung von Tacheles: … in den INSA-Ergebnissen, die im Auftrag von BILD ermittelt und auch primär in BILD und WELT veröffentlicht werden, aktuell 15,5) „… Prozent, denken sie vielleicht, die ist doch wählbar. Ich könnte mir vorstellen, dass das Auswirkungen hat.“

    https://detektor.fm/politik/abweichende-umfragewerte-afd-insa-institut

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    1. Helmut Schneider11. April 2018 um 16:26

      Mal wieder der übliche Trick:
      Wenn einem das Ergebnis nicht passt, versucht man dem
      was anzuhängen. War früher schon so - da wurde der
      Überbringer schlechter Nachrichten getötet.
      Es ist doch - mit Verlaub! - scheißegal, ob es nun
      14 oder 15,5 % für die AfD sind; die anderen Institute
      stellen ebenfalls Werte für die AfD fest, die leicht
      über denen der Bundestagswahl liegen.
      Die Frage des "Kreuzknappen" ist berechtigt,
      bleibt aber von Leuten wie "Tacheles" unbeantwortet.
      Warum ist das so?
      Warum bleiben die Werte für die AfD so hoch?
      Ich habe da folgende Vermutung:
      Je mehr gegen die AfD gelästert wird und je mehr
      diese mit mehr oder weniger berechtigten Vorwürfen
      überhäuft wird - auch von deutschen Bischöfen! -,
      desto mehr geht ein Teil der Bürger in Opposition,
      nach dem Motto: Jetzt erst recht!

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    2. Sehr witzig, Tacheles!
      Machen Sie sich doch mal schlau,
      wie es bei den anderen Instituten aussieht.
      "FORSA" gilt bekanntlich als ziemlich SPD-nah!

      http://www.rhetorik.ch/Meinungsforscher/Meinungsforscher.html

      Zitat:
      "Zwischen dem, was wir an Rohergebnissen erhalten und dem, was wir als Prognose veröffentlichen, liegt manchmal eine Differenz von zehn oder elf Prozent."

      -- E.H. Noelle-Neumann, 1987

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    3. @Mynonarius

      Mit dem Einwand hatte ich gerechnet und auch schon eine Reaktion darauf parat, hab´s dann aber leider verschlampt, das in obige Mail schon mit einzubauen. Deshalb hier nun der Nachtrag:

      Und ehe jetzt jemand kommt und sagt, bei FORSA (Chef: Güllner) sei das doch auch so, dass politische Interessen und Beeinflussungsmöglichkeiten eine Rolle spielten, in dem Fall eine SPD-freundliche Agenda verfolgt werde und dies in die FORSA-Umfragen mit einfließe:

      1. Bitte keine Ablenkungsmanöver! Hier geht es ausschließlich um INSA, nur davon (!) handelt der Kreuzknappen-Artikel, es geht hier nicht um FORSA.

      2. Auch wenn das zu Güllner/FORSA Behauptete zuträfe – das ändert doch nichts an dem von mir zu INSA Vorgetragenen! Das (eventuelle) „Fehlverhalten“ des einen rechtfertigt doch nicht ein gleichgeartetes (eventuelles) „Fehlverhalten“ eines anderen bzw. macht es nicht besser. Es wäre in beiden Fällen ein Fehlverhalten. Wenn Sie bei Fehlverhalten von Person A zur dessen vermeintlicher Rechtfertigung sagen: „Aber Person B hat das doch auch getan!“, dann ist das nun wirklich kein Reinwaschen von Person A.

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  6. Meine Oma sagte immer: Entscheidend ist, was hinten
    rauskommt.
    Und da darf man feststellen, dass die Umfrageinstitute
    verschieden gut waren, was ihre Prognosen zur Bundestagswahl
    betrifft.
    Das Institut "INSA" schnitt dabei mit am besten ab.

    https://www.n-tv.de/politik/Welche-Umfrage-ist-die-zuverlaessigste-article19967352.html

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  7. Na, wundert das jemanden ? Schließlich ist der Chef von dem Laden Ex-CDUler und AfD Sympathisant ...

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  8. Ganz offensichtlich hat der Versuch der SPD, ihren Wähleranteil durch den Import von Harz-IV-Beziehern zu vergrößern, einige Nebenwirkungen, von denen die AfD profitiert.

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    1. @Arminius:
      Dass Sie irgendwann Ihren ekligen Ausländerhass mal bändigen, ist wohl vergebliche Hoffnung. Es sei gleichwohl darauf hingeweisen, dass die von Ihnen sog. "importierten Hartz-IV-Bezieher" als Flüchtlinge und Ausländer gar nicht wahlberechtigt sind.

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    2. NOCH gar nicht wahlberechtigt, Mädel!

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  9. Der Hauptgrund, warum die AfD weit unter ihren Wahlstimmen-Potenzial bei Bundestagswahl blieb, war, dass die Wähler unsicher waren, ob die AfD tatsächlich Oppositionsarbeit leisten kann.
    Die Afdler behaupten sich gerade sehr gut. Die anderen Parteien können der AfD derzeit nichts inhaltliches mehr entgegensetzen. Sobald ein Redner der AfD auftritt, werden alle anderen extrem unruhig und sind eingeschüchtert. Mittlerweile versucht sich die Konkurrenz im Kopieren der AfD-Postionen, die sie aber niemals ernsthaft verfolgen werden.
    Die Altparteien machen das aktuell ja so: Sie behaupten eine Politik zu vertreten (siehe die Lügen der CSU), aber tun genau das Gegenteil.
    Das geht bekanntlich schon seit Jahrzehnten so. Nur gab es damals keine Alternative. Nur Pest und Cholera. Es gibt eine Alternative.

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