Montag, 16. April 2018

Journalisten-Dauerlutscher: Für Joachim Frank tobt ein Machtkampf gegen Kardinal Marx!

Ich ahnte es vor zwei Wochen schon, dass dieses Thema sich (wie einige andere) zur kir-
chenpolitischen never ending story eignet:
Die in diesem Stück auf-
tretenden Hauptakteure
sind Kardinal Marx (er hat die Position des "Guten") und Kardinal Woelki (ihm ist die Rolle des "Bösen" zugedacht). --  Und dann kann es auch schon losgehen: Der Kölner Journalist und ehemalige Priester Joachim Frank hat dazu eine klare Meinung: Da tobt ein Machtkampf in der deutschen Bischofsriege, und es geht im Grunde gegen Kardinal Marx; das wird medial über das Thema "Kommunion auch für Nichtkatholiken" transportiert.

Man schaue meine früheren Artikel ---> HIER und HIER und HIER !
Nun hat er es also wieder getan:
Joachim Frank kommt zwei Wochen später wiederum zu seiner bekannten Meinung, aber immerhin ist es diesmal zur Abwechslung der "Deutsch-
landfunk"
,
bei dem keine Leserbriefe erwünscht sind. Der Interviewer fasst es höchst niveauvoll so zusammen: "Viel Streit um wenig Brot"
In diesem Sinne, liebe Leser, wäre ein entspannendes Feierabend-Bierchen jetzt wohl berechtigt, und wenn Sie ganz leise sind, dann hören Sie sicher, wie die Säge der bayerischen Bischöfe am Stuhl von Kardinal Marx ihr zerstörerisches Werk vollbringt...  ---> HIER !

Kommentare:

  1. Das geht bei Frank nach dem Motto "Was nicht passt,
    wird passend gemacht".
    Jetzt auf einmal, wo es ihm passt, bemerkt er, dass es
    innerhalb der DBK Fraktionsbildungen gibt.
    Hätte er früher mal besser aufgepasst, dann wäre ihm das
    schon länger aufgefallen. Man denke nur an die hitzigen
    und monatelangen Debatten innerhalb der DBK, wie mit
    "WELTBILD" zu verfahren sei - ein Debakel, dass geschätzt
    300 Millionen Euro an Kirchensteuergeldern gekostet hat.

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  2. Herrlich beschrieben - die Rollenverteilung,
    die "Regisseur" Frank den Bischöfen zugedacht hat:
    Es stimmt, er lässt Kardinal Marx auffallend ungeschoren,
    obwohl der ja wohl schuld ist an dem ganzen Durcheinander.
    Es spricht nicht gerade für eine gute Verhandlungsführung,
    wenn es innerhalb der BDK so deutliche Bedenken gibt.

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  3. Das journalistische Sommerloch ist dieses Jahr aber früh!
    Jetzt geht das Spielchen also in die nächste Runde,
    und die geht so: Journalist mit einer ganz bestimmten
    Meinung interviewt einen Journalistenkollegen, ebenfalls
    mit einer ganz bestimmten Meinung.
    Nächste Woche geht's dann vermutlich umgekehrt:
    Frank interviewt den "Experten" vom Deutschlandfunk.
    Naja.

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  4. @Kreuzknappe

    Zwar nur nebenbei, aber – wie ich finde – doch nicht ganz belanglos:

    Bitte nicht mehr, wie in obigem Artikel, von „ehemaligem Priester“ schreiben. Ich gehe natürlich davon aus, dass der Kreuzknappe sich in dieser Materie auskennt und die Bezeichnung nur flapsig gebraucht – aber präzisere Formulierungen könnten nicht schaden.

    Wer gültig zum Priester geweiht ist, ist „für ewig“ Priester, ein unauslöschliches Merkmal. Das einmal gespendete Weihesakrament ist nicht rückgängig zu machen. Es gibt nach katholischem Verständnis also keine „ehemaligen“, keine „Ex“-Priester, selbst der gemeinhin auch übliche Ausdruck „Laisierung“ trifft im Wortsinn nicht zu, die Bezeichnung „laisierter Priester“ ist an sich ein Widerspruch in sich.

    Allerdings kann ein Priester aus dem Klerikerstand entlassen/ausgegliedert werden; er verliert also den Klerikerstand incl. aller damit verbundenen Rechte und Pflichten (nicht aber sein „ewiges“ Priester-Sein) und untersteht dann wieder den Rechtsvorschriften für Laien. Von daher spricht man dann eben von „Laisierung“ (die aber im Wortsinn nicht vorliegt).

    Der Verlust des Klerikerstandes kann als römischer Strafakt erfolgen („Entlassung aus dem Klerikerstand“, „dimissio e statu clericali“), kann aber auch auf Antrag des Betreffenden (z. B. bei Heiratsabsicht wie im Fall Joachim Frank) durch vatikanischen Verwaltungsakt genehmigt/gewährt werden (ich würde Letzteres als „beantragte Ausgliederung“ bezeichnen, im Unterschied zur strafweisen Entlassung); insbesondere bei der zweiten Variante, der Ausgliederung aus dem Klerikerstand durch vatikanische Gewährung, spricht man gemeinhin von „Laisierung“; diese ist (normalerweise) mit der Befreiung vom Zölibat verbunden. Umgekehrt kann – was aber selten passiert – durch vatikanische Genehmigung später eine Wiederaufnahme in den Klerikerstand erfolgen, der Betreffende kann dann also wieder als Priester tätig sein.

    Korrekt wäre es im Blick auf Frank z. B. auch, ihn als jemanden zu bezeichnen, der (vor seiner Heirat) als Priester tätig war.

    „Ex-Priester oder nicht?“ – dazu auch folgenden Artikel hier:
    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/ex-priester-oder-nicht


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