Samstag, 7. April 2018

Kardinal Woelki ist erstaunt über den vom "Kölner Stadt Anzeiger" ausgelösten "Rummel", und ein Journalist hält Kardinal Marx nicht für den deutschen Papst!

Und weiter geht's in der lebhaften Diskussion über die Kommunion für Nichtkatholiken.
Der Kölner Erzbischof, Kardinal Woelki, äußerte sich heute erstaunt, dass in den Medien (er meinte un-
ausgesprochen wohl den "KSTA", der als erster von dem Brief der Bischöfe berichtete)
von "Dissenz
und ähnlichen Dingen"
geschrieben werde und das dies "einen solchen Rummel ausgelöst hat".
Man sollte (vor allem wohl als Jour-
nalist)
doch bitte etwas gelassener werden: Es sei doch sinnvoll, sich mit Rom abzustimmen, "mit Blick auf die Gemeinsamkeit mit anderen Teilkirchen"... ---> HIER !

Deutlicher wird der katholische Journalist Martin Lohmann:
Er schreibt, für die ganze Aufregung sei letztlich Kardinal Marx verant-
wortlich
, der übrigens lediglich Konferenz-Vorsitzender sei und nicht der deutsche Papst: Erst durch seinen Antwortbrief sei das Ganze publik geworden.
Nun werde in der Diskussion  - auch von selbsternannten Experten - "alles miteinander vermischt"; dabei gehe es letztlich "um den Kern des katho-
lischen Glaubens"
, und den dürfe man nicht irgendwelchen menschlichen "Zielen" unterordnen, auch nicht der Ökumene.
Es gehe um die Realpräsenz und um die Wahrheit, und die könne nicht einfach von (temporären Konferenz-) Mehrheiten abhängig gemacht werden... ---> HIER !

Martin Lohmann hat übrigens auch etwas Schlaues zum Thema "Heiligkeit im Alltag" gesagt und geschrieben - und das wird über-
morgen ganz aktuell, wenn der Papst am Montag sein neues Lehrschrei-
ben veröffentlicht... ---> Video HIER !

Kommentare:

  1. Eigentlich ein schönes Schlusswort, das Kardinal Woelki
    da geliefert hat: Die auflagen-geilen Journalisten (wir
    nennen keinen Namen aus Köln!) haben eine Riesennummer daraus
    gemacht, obwohl es ein völlig legales und berechtigtes Interesse ist, nach der Meinung Roms zu fragen, die sonst so gerne wegen jedem Tinnef angefragt wird.
    Wie schon mehrfach hier im Blog von Lesern betont:
    Der KSTA hatte ganz andere Motive, darf man vermuten, als
    die theologische Debatte zu beflügeln.

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    1. Das Thema eignet sich eher nicht zu einer
      Debatte auf Stammtisch-Niveau.
      Dank der übereifrigen Kölner Presse brauchen
      wir eigentlich keine Theologie mehr, keine Dogmatik
      und kein kirchliches Lehramt. Das übernehmen jetzt
      Journalisten.
      Da muss man Martin Lohmann zustimmen: Es geht nicht
      darum, dass evangelische Ehepartner sich möglichst
      wohl fühlen. Sie sollten lieber so konsequent sein
      und katholisch werden, wenn sie die katholische
      Eucharistie-Lehre akzeptieren,
      und wenn sie die Realpräsenz nicht akzeptieren, dann
      haben sie an der Kommunionbank auch nichts verloren!

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    2. Die menschliche Eiseskälte und Hartherzigkeit der Posterin "Theodora" gegenüber unseren evangelischen Geschwistern ist erschütternd. Gottseidank spricht sie damit nur für einen winzigen extremen Rand in der Kirche.

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  2. Martin Lohmann trifft den Nagel mit seinem grandiosen
    Artikel auf den Kopf.
    Ich werde das unverzüglich im Bekannten- und Kollegenkreis
    weiterverlinken. Gratulation!

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    1. Holla die Waldfee.
      Das ist ja Realsatire statt Realpräsenz.
      Ein Opus-Dei-Lohnschreiber ohne theologischen Sachverstand beschreibt ausgerechnet in der erzprotestantischen Jungen Freiheit die "Realpräsenz" als "Kern des katholischen Glaubens", um auf diese Weise Kardinal Woelki gegen Kardinal Marx beizuspringen.

      Ich denke, das wird die Befürchtungen über den "Rechtsruck" nach dem Tode Meisners eher beflügeln als besänftigen.

      In Punkto Realpräsenz gibt es auch gar keine nennenswerten dogmatischen Unterschiede zwischen Katholiken und Protestanten bzw. die Fronten verlaufen da ganz anders.

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