Dienstag, 10. April 2018

Kommunion-Anfrage nach Rom: Jetzt auch Passauer Bischof Oster mit Stellungnahme!


Er gehört zu den sieben Bischöfen, die mit ihrer schriftlichen Anfrage nach
Rom für einigen Medien-
wirbel sorgten: Bischof Stefan Oster weist in sei-
ner im "Passauer Bistums-
blatt"
veröffentlichten Stellungnahme Vorwürfe weit von sich, die Fragesteller hätten andere Bischöfe irgendwie bloßstellen wollen.
Es sei ihnen vielmehr darum gegangen, in Rom klären zu lassen, ob der Mehrheitsbeschluss der deut-
schen Bischofskonferenz möglicherweise in Gefahr stehe, der Beschluss könne gegen die geltende Glaubenslehre verstoßen.
Es liege doch im Interesse aller, den "umstrittenen Entwurf" klären zu lassen, denn bislang sei ein Kommunionempfang von Nichtkatholiken
nur in Notsituationen wie "Todesgefahr" denkbar. 

Man lese ---> HIER und HIER und pdf  HIER !

Kommentare:

  1. Man kann den sieben Bischöfen gute Absichten unterstellen
    oder auch nicht: Auf jeden Fall wird überdeutlich, wie sehr es
    in der DBK unter der Leitung von Kardinal Marx knirscht.
    Dieser beispiellose Vorgang ist logisch nur erklärbar, wenn
    man annimmt, dass es innerhalb der Frühjahrsvollversammlung
    zu keinem für alle Seiten zufriedenstellenden Ergebnis kam.
    Die von den sieben Briefschreibern angestoßene Anfrage
    nach Rom wäre eigentlich Aufgabe des Vorsitzenden Marx ge-
    wesen, und man sollte mal die Frage stellen, warum er das
    nicht getan hat und warum andere das demzufolge getan haben.

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  2. Der Text des "Kreuzknappen" ist beabsichtigt oder unbeabsich-
    tigt manipulativ. Nicht die sieben Bischöfe haben für Wirbel
    in den Medien gesorgt, sondern der Ex-Priester und jetztige
    Redakteur des Kölner Stadt-Anzeigers, Joachim Frank.
    Der Brief nach Rom und in Kopie an Kardinal Marx war ganz
    klar als "persönlich/vertraulich" deklariert; die Bischöfe
    hatten garnicht die Absicht, das in die Presse zu tragen.
    Dann hätte Rom ganz diskret darauf reagieren und eine Ent-
    scheidung treffen können, die von allen akzeptiert werden
    wird.
    Durch den Geheimnisverrat ist es erst zu dieser unnötigen
    Schärfe gekommen, die sonst vermieden worden wäre.
    Man fragt sich, ob Herr Frank in der Gesellschaft katho-
    lischer Publizisten noch am richtigen Platz ist.

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    1. Sorry, aber Sie haben von Journalismus ofenbar wenig Ahnung, wenn Sie Hern Frank jetzt zum bösen Buben in diesem Stück stempeln. Ein Journalist, der sich und seine Profession ernst nimmt, muss immer auf interessante News aus sein. Und wenn er solche bekommt, und zwar egal(!) von wem, und diese einer seriösen Überprüfung standhalten, muss er sie veröffentlichen.

      Nichts anderes hat Herr Frank getan. Aufregen dürfen Sie sich gerne über den- oder diejenigen, die den Brief aus dem Kölner oder dem Münchner Ordinariat an den Kölner Stadtanzeiger durchgestochen haben. Das ist was anderes. Aber die Presse hat nur ihre Arbeit getan.

      Aus Ihrem Posting schimmert die alte vorkonziliare Vorstellung durch, dass sich weltliche Instanzen der Kirche unterzuordnen haben und Herr Frank als "katholischer Publizist" in seiner Berichterstattung den Interessen der Kirche zu dienen hätte.

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    2. @Insider,

      ich kann „Normalkatholik“ nur Recht geben.

      Unter

      https://kreuzknappe.blogspot.de/2018/04/woelki-brief-den-vatikan-wollen-die.html#comment-form

      habe ich am 6. April 2018 um 12:20 einige Fragen an „Zölibatärer“ gestellt – hier nochmals ein kleiner Auszug daraus als Reaktion auf das, was Sie als (angeblicher – und wenn: für was?) „Insider“ hier schreiben. Der Auszug:

      „Das „persönlich/vertraulich“ in Woelkis Brief an Marx betrifft doch nur Marx selbst, aber nicht einen Journalisten, dem Woelkis Brief zugespielt wird (und der zudem von Marx´ Antwortbrief erfährt) – oder sehe ich das falsch? ...
      Wären Sie Journalist – würden sie es nicht dann, wenn Ihnen das Schreiben Woelkis an „Rom“ aus gut unterrichteten Kreisen (zuverlässiger, gleichzeitig zu schützender Quelle) zuginge und Sie auch vom Schreiben Woelkis an Marx und von Marx´ Antwortschreiben erführen und damit von Vorgängen, die von einem großen Zerwürfnis und Misstrauen zwischen den Bischöfen zeugen und die offenkundig geheim gehalten, verschwiegen werden sollen, als Ihre journalistische Aufgabe, Pflicht und Schuldigkeit ansehen, diese Vorgänge ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen – ungeachtet dessen, dass diese Vorgänge bei einer eventuellen Antwort aus Rom „irgendwann“ dann doch möglicherweise von kirchlicher Seite aus öffentlich gemacht würden?“ Ende Auszug.

      Den Wirbel letztlich ausgelöst hat derjenige, der den vertraulichen Brief an die Presse durchgestochen hat, er ist der „Geheimnisverräter“. Und das ist eben nicht Frank. Er hat nicht gegen das „persönlich/vertraulich“ verstoßen. Hinterfragen Sie in dem Zusammenhang einmal kritisch Ihren Satz: „Die Bischöfe hatten garnicht die Absicht, das in die Presse zu tragen.“ Doch genau das ist passiert!

      Und im Übrigen: Seine Stellung als Vorsitzender der Gesellschaft katholischer Publizisten hat Frank aufgrund seiner Kompetenz gerade in Sachen Kirche zu Recht inne (abgesehen davon, dass er kein „Ex-Priester“ ist, wie Sie schreiben und möglicherweise abfällig meinen, weil: Einmal Priester, für ewig Priester – auch wenn man laisiert ist und den priesterlichen Dienst nicht mehr ausübt.

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    3. Jorge Sensenbrenner11. April 2018 um 07:23

      @Insider wiederkäut ja bloß die momentane Kampagne gegen J. Frank auf kath.net.
      Die nimmt stellenweise echt groteske Züge an, besonders wo sie sich hyperempört über Franks kritische Kommentare zum Ex-Papst Benedikt auslässt.
      http://www.kath.net/news/63390
      http://kath.net/news/63259

      Dabei gießt kath.net selbst in letzter Zeit Kübel von Polemik über Papst Franz und seinen Freunden aus, zuletzt etwa die Kampagne gegen Viganò und Hagenkord oder die Glosse des Sendener Pfrs. Spiegel zu Gaudete et Exsultate, wo dieser den regierenden Papst als Experten für argentinische Rindersteaks bezeichnet, der von Theologie keine Ahnung habe und lieber den Mund halten sollte.

      So offensichtlich mit doppeltem Maß gemessen findet man selten, diese Kollegen sind in dem Punkt vollkommen betriebsblind geworden.

      Kurios ist auch, dass kath.net das erst durch Franks Berichterstattung bekannt gewordene "schwere Zerwürfnis" der Bischöfe selbst als riesigen Aufmacher und Kommentarmagneten nutzt, weil "Kirchenspaltung" ja im Sinne der Macher von kath.net immer ein dankbares Thema ist, Frank aber andererseits jetzt verteufelt. Doppelmoral.
      http://www.kath.net/news/63339

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  3. Man darf sicher sein, dass gewisse Leute das nicht
    vergessen werden, was Joachim Frank sich da geleistet hat.
    Wäre ihm an der katholischen Sache gelegen, hätte er
    das unterlassen. Aber der schnelle Klick- und Auflagen-
    erfolg war wohl wichtiger.

    http://www.kath.net/news/63385

    Ein gläubiger Katholik, der gegen den eigenen
    Erzbischof schreibt, muss sich die Frage gefallen
    lassen, ob er der Kirche dient oder in erster Linie
    dem Geschäftsinteresse.
    Hätte er aus internen Papieren seines Verlages zitiert,
    wäre das jetzt ein Grund für eine fristlose Kündigung.

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    1. Zu dieser völlig abseitigen Journalistenschelte sei mal wieder an den berühmten Satz der Journalisten-Legende Hanns-Joachim Friedrichs erinnert:
      Ein guter Journalist darf sich nie mit einer Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten."

      Ein Journalist, der nicht bei einem kirchlichen, sondern einem weltlichen Medienorgan beschäftigt ist, darf persönlich erzkatholisch sein - er hat nicht den "Interessen der Kirche" zu dienen, sondern allein seinem Brötchengeber und einem allgemeinen journalistischen Ethos, das nicht auf spezielle Interessen bestimmter Institutionen Rücksicht nehmen darf.

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  4. Schon merkwürdig, dass Joachim Frank zur
    Generalabrechnung mit Woelki bläst und dabei Marx,
    der nicht unschuldig an den neuen Verwicklungen
    ist, ganz ungeschoren davonkommen lässt.
    Ist der Begriff "Lückenpresse" da ganz von der Hand zu weisen?

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  5. Seit kurzem ehemaliger Leser des KSTA10. April 2018 um 15:25

    Was an einer Anfrage nach Rom angeblich ein
    "Brandbrief" sein soll, bleibt ein großes Geheimnis
    des Journalisten Joachim Frank.
    Eingaben und Anfragen nach Rom gibt's jeden Monat,
    das ist ungefähr so sensationell wie eine Meldung
    über den erfolgten Sonnenaufgang.
    Hätte der KSTA es so gemacht, wie man es von sorg-
    fältigem und fairem Journalismus erwarten kann
    (siehe Ehrenkodex der deutschen Presse), dann
    hätte Herr Frank auch die andere Seite erst mal
    angehört, wie es die Presse-Spielregeln vorsehen.

    Es wird immer klarer, was für ein Spiel hier gegen
    Woelki gespielt wird.

    Ehrenkodex der deutschen Presse:
    http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex/

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    1. @Seit kurzem ehemaliger Leser des KSTA

      (Ob Sie wirklich mal Leser waren, sei dahingestellt …;-))

      Sie schreiben:

      „Hätte der KSTA es so gemacht, wie man es von sorg-
      fältigem und fairem Journalismus erwarten kann
      (siehe Ehrenkodex der deutschen Presse), dann
      hätte Herr Frank auch die andere Seite erst mal
      angehört, wie es die Presse-Spielregeln vorsehen.“

      Meine Frage: Gegen welche Grundsätze des Pressekodex/„Ehrenkodex“

      http://www.presserat.de/fileadmin/user_upload/Downloads_Dateien/Pressekodex_bo_web_2015.pdf

      verstößt Ihrer Auffassung nach die Veröffentlichung im Kölner Stadt-Anzeiger ganz konkret? Ich sehe da im vorliegenden Fall keinen Verstoß, auch nicht gegen die in der Präambel stehende Forderung nach „fairer“ Wahrnehmung der publizistischen Aufgabe.

      Frank lag aus gut unterrichteten Kreisen (zuverlässiger, gleichzeitig zu schützender Quelle) der Brief Woelkis und seiner Mitstreiter „nach Rom“ vor – und auch das Antwortschreiben von Marx an Woelki lag ihm vor. In den beiden Briefen ist doch jeweils inhaltlich alles glasklar gesagt, die Meinung der einen wie der anderen Seite war Frank bekannt (und das auch schon vorher, spätestens seit der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe), und auch die Vorgänge selbst (Brief an „Rom“ vor Informationsbrief an Marx) sind bekannt – da brauchte Frank keinen mehr anzuhören, weder die Woelki-Seite noch (was er ja ebenfalls auch nicht gemacht hat) die Marx-Seite. Abgesehen davon: Ist es überhaupt journalistischer Usus, in solchen Fällen vorher Stellungnahmen einzuholen?

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    2. Seit kurzem ehemaliger Leser des KSTA11. April 2018 um 07:25

      Tacheles, sind Sie sicher, dass Sie den "KSTA"
      wirklich gelesen haben?
      Die Hetze gegen Woelki dürfte Ihnen doch nicht
      entgangen sein!
      "Kreuzknappe"-Leser sind da ganz gut informiert:

      http://kreuzknappe.blogspot.de/2018/04/woelki-brief-nach-rom-never-ending.html
      http://kreuzknappe.blogspot.de/2018/04/woelki-brief-was-redakteur-frank-vom.html

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    3. @Seit kurzem ...

      Ich kann in keinem (!) der diesbezüglichen Artikel von Joachim Frank Hetze erkennen – kritische Einschätzungen ja, aber keine Verleumdungen, Hassgefühle etc. Nebenbei erwähnt: Trotz Franks durchaus kritischer Berichterstattung zu Meisner selig hat Letzterer in Frank mit Sicherheit nie einen hasserfüllten Hetzer gesehen, sondern einen ihm gegenüber kritischen, aber durchaus auch wohlwollenden Journalisten, gegen den er, Meisner, zwar auch schon mal intrigiert hat, den er aber eben nicht als „Feind“, als hetzerischen Journalisten empfunden hat und dem er bis ins hohe Alter hinein durchaus ausführliche Exklusiv-Interviews gegeben hat, z. B. (für Kölner Stadt Anzeiger und Frankfurter Rundschau:)

      http://www.fr.de/panorama/dossier/der-neue-papst/kardinal-joachim-meisner-wie-soll-das-gehen-ein-papst-im-ruhestand-a-759001

      Vergleichbar dürfte es bei Woelki/Frank aussehen.

      Hier zum „Überprüfen“ alle 4 diesbezüglichen Artikel des Kölner Stadtanzeigers – wo ist da Hass, Hetze?

      4. April:

      https://www.ksta.de/politik/zerwuerfnis-ueber-kommunion-woelki-und-weitere-bischoefe-schicken-brandbrief-an-vatikan-29964580

      https://www.ksta.de/politik/streit-ueber-kommunion-kampfansage-aus-dem-erzbistum-koeln-29967528

      5. April: (als Kommentar gekennzeichnet)
      https://www.ksta.de/politik/zerwuerfnis-ueber-kommunion-woelki-und-weitere-bischoefe-schicken-brandbrief-an-vatikan-29964580

      6. April: (Generelles zu Woelkis bisheriger Amtszeit)

      https://www.ksta.de/politik/rueckkehr-zu-meisner-dogma--woelki-hat-die-hoffnung-auf-neuanfang-nicht-erfuellt-29972628


      Und, nicht zu vergessen, am 9. April hat sich im Interview mit Joachim Frank unter der Headline „Es war kein Brand- und kein Verweigerungsbrief“ im Kölner Stadtanzeiger Erzbischof Schick, einer der Mitunterzeichner des Briefs „an Rom“, zur Sache geäußert:

      https://www.ksta.de/politik/interview-mit-erzbischof-schick--es-war-kein-brand--und-kein-verweigerungsbrief--29984164

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    4. Nachtrag zu meiner Mail von eben

      Korrekter Link zum Frank-Kommentar vom 5. April:

      https://www.ksta.de/politik/kommentar-zum-brandbrief-der-bischoefe-lieber-mutmacher-als-angsthasen-29967428

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  6. Hier eine Schelte auf den Schreiber des KSTA zu veranstalten, geht am Hauptproblem vorbei, und das hat einen Namen: Marx!
    Wie konnte das passieren, muss man sich doch fragen,
    dass eine Bischofskonferenz tagt und anschließend eine ganze
    Reihe von Bischöfen so sauer ist, dass sie einen Brief nach
    Rom schicken.
    Man darf ja getrost davon ausgehen, dass nicht nur diese sieben Bischöfe unzufrieden sind, sondern noch viel mehr. Die aber wagen es aus verschiedenen Gründen nicht, gegen Marx zu opponieren, und sei es auch nur der Einheit zuliebe.
    Ein Mitarbeiter eines der beteiligten Bischöfe sagte mir hinter vorgehaltener Hand: Gehen Sie mal ruhig davon aus, dass ein Drittel der Bischöfe nicht glücklich über die Vorgehensweise von Marx ist!

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  7. Diözesaner Bürohengst10. April 2018 um 16:35

    Einen hervorragenden, wenn auch in sich nicht immer ganz
    schlüssigen kirchenrechtlichen Kommentar zum Thema
    Eucharistieempfang von Nichtkatholiken bringt heute
    der Kirchenrechtler Prof. Dr. Heribert Hallermann auf
    "katholisch.de"

    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/darum-geht-es-beim-kommunionstreit-der-bischofe

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    1. Jein, sooo hervorragend ist der Artikel auch nicht,
      denn es ist Ansichtssache, wie hoch man bestimmte Punkte bewertet, und da ist es m.E. ein Unding, wenn man die ganz klare kirchliche Aussage einfach abtut, die da lautet, dass ein Sakramentenempfang nur in ganz
      bestimmten Notsituationen möglich ist, und dann auch
      nur, wenn der EMPFANG DES ENTSPRECHENDEN SAKRAMENTES
      IN DER EIGENEN EVANGELISCHEN KIRCHE GANZ KONKRET NICHT MÖGLICH IST.
      Genau diese Bedingung ist aber in aller Regel nicht erfüllt. Im übrigen kann man kaum einem normalen Gläubigen klarmachen, warum ein evangelischer Christ intensiv am katholischen Glaubensleben teilnehmen möchte, dann aber verblüffenderweise auf seinem Ver-
      bleib in der evangelischen Kirche beharrt.
      Das passt schon logisch nicht zusammen.
      Lesetipp:

      http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:6YGmzCqN6eQJ:geroweishaupt.com/app/download/5783848912/Wann%2Bist%2Bdie%2BEucharistie%2Bf%25C3%25BCr%2Bevangelische%2BChristen%2Bm%25C3%25B6glich.pdf+&cd=11&hl=de&ct=clnk&gl=de

      http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/abendmahl-und-eucharistie-wer-darf-wo
      ein Kommunion

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    2. "Verblüffenderweise" ist aus ökumenisch-katholischer Sicht eben Quatsch. Ein Übertritt zum Katholizismus ist für Protestanten nur in Ausnahmefällen der sinnvollere Weg. Viel besser ist es aus katholischer Sicht, dass katholikenfreundliche Protestanten in ihren eigenen Kirchenstrukturen verbleiben und dort für die Einheit der Una Sancta eintreten. Gerade Mischehen sind da der richtige Ort, um konfessionsverbindend zu wirken. Alles andere wäre Konfessionalismus, den die katholische Seite mit dem letzten Vaticanum und der Revision der früher sehr negativen Bewertung von Mischehen eigtl. (und anders als sehr viele Protestanten) schon überwunden hatte. Ökumene ist ja ekklesiologisch betrachtet vor allem ein katholisches Anliegen.

      Man kann das nicht oft genug sagen: Sichtbare Ökumene ist in erster Linie ein katholisches Steckenpferd. Protestanten sind aufgrund des dort noch relativ virulenten Konfessionalismus vielfach deutlich ökumeneskeptischer und eigenbrötlerischer als Katholiken. Und die Orthodoxie zerteilt sich momentan gerade selber durch ihr unökumenisch-politisches Nationalkirchentum.

      Wenn Katholiken nun der Rekonfessionalisierung und Rückkehrökumene das Wort reden und die sichtbare Ökumene in der einladenden Eucharistiegemeinschaft mit anderen Christen hintanstellen, ist das im Grunde genommen eine Protestantisierung und ein Rückschritt im Blick auf die Katholizität, auch im Sinne von Dominus Iesus. Deshalb ist möglichst breit praktizierte Interkommunion ganz klar im Interesse der kath. Seite selbst und die entsprechende Auslegung des Kanons bei ökumenischer Sichtweise zwingend.

      Eine necessitas („Notwendigkeit“, nicht „Notlage“) besteht moralisch gesehen eben durchaus auch dann, wenn gemischtkonfessionelle Eheleute gemeinsam die Messe besuchen. Ein protestantischer Pfarrer, der die Kommunion austeilen könnte, ist dort bekanntlich in den seltensten Fällen anwesend, sodass diese einschränkende Formulierung des Kanons rechtlich gar kein Problem darstellt.

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    3. Leser "Jorge" hat das Problem nicht verstanden.
      Wie die sieben Bischöfe schon richtig erklären,
      muss erst einmal geprüft werden, ob der Wunsch eines
      evangelischen Christen, bei den Katholiken die hl.
      Kommunion zu empfangen, einer Notlage wie bei "Todes-
      gefahr" entspricht.
      Meiner Meinung nach ist das nur in den seltensten
      Fällen so, sondern er könnte das evangelische Abend-
      mahl empfangen, oder wenn er das katholische Hoch-
      gebet sprechen kann und das katholische Eucharistie-
      verständnis teilt, auch gleich katholisch werden.
      Ich vermag nicht einzusehen,
      warum sich die katholische Kirche selbst verleugnen
      sollte, bloß weil ein evangelischer Christ zu bequem
      ist, selbst eine konsequente Entscheidung zu treffen.

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  8. Nein, das ist ein engführendes Missverständnis der Kritiker. Darauf weist ja auch schon Kardinal Marx in seiner Reaktion hin.
    https://www.domradio.de/themen/bischofskonferenz/2018-04-05/kardinal-marx-weist-kritik-aus-bischofsbrief-vatikan-zurueck

    Eine "Entsprechung" ist schon vom Text des Kanons her nicht verlangt. Da stehen die "Todesgefahr" und die viel zitierte "necessitas" („Notwendigkeit“, nicht „Notlage“) als zwei verschiedene Anwendungsfälle nebeneinander, die müssen sich nicht irgendwie "entsprechen". Von der juristischen Exegese her ist es kein Problem, auch beim gemeinsamen Messbesuch einer gemischtkonfessionellen Familie, die sich nicht in Todesgefahr befindet, eine „Notwendigkeit“ anzunehmen, den Evangelen die Kommunion zu reichen, sofern sie dasselbe glauben wie die Katholen. Konvertieren müssen sie deswegen nicht und sollen das auch gar nicht, das wäre wie ich oben ja darlegte ein konfessionalistischer Fehlschluss („Rückkehrökumene“), der katholischerseits lange überwunden ist. Die Aufweichung der Konfessionsgrenzen ist vielmehr gerade im Interesse einer wohlverstandenen katholischen Ekklesiologie.

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    1. Jorge, Ihr kleiner Trick in Ehren,
      aber genau darum geht es ja,
      wie Sie in Bezug auf Kdl. Marx zu erwähnen vergessen:
      Der Link im "domradio" zeigt das Problem
      auf - es ist "Interpretationssache", wie man das
      sehen kann, und das ist auf die Weltkirche hin kein
      gesunder Zustand.
      Deshalb ist es auch goldrichtig, dass wenigstens
      sieben Bischöfe den Mumm besitzen, um eine Bitte um
      Klärung nach Rom zu geben.
      Das wäre eigentlich Aufgabe von Marx gewesen,
      der in meinen Augen versagt hat.

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  9. Der "KSTA" hat genug damit zu tun,
    vor der eigenen Türe zu kehren.

    http://www.bildblog.de/58316/presserat-beanstandet-eigen-schleichwerbung-fuer-diaetprogramm/

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