Donnerstag, 5. April 2018

Theologe Hoping zum Brief der sieben Bischöfe: "Ich verstehe Kardinal Woelki vollkommen!"

Nachdem die Bombe geplatzt ist, werden nun beiderseits die Truppen ge-
sammelt, um die Lufthoheit über die öffentlich-katholische Meinung zu erlangen.
Alle möglichen Leute geben nun Statements ab, pro Kardi-
nal Marx oder pro Kardinal Woelki, und das ist ja gar nicht mal so schlecht - so lange man über den eigenen Tellerand schaut und andere Wortmel-
dungen nicht schon vorsorglich aussortiert. --  Eine kleine, bescheidene Sammlung, die gerne durch Leser-Linktipps ergänzt werden kann: Theologe Prof. Dr. Söding sieht ganz klar Kardinal Marx im Vorteil; der Vatikan werde dessen Ansicht folgen ---> HIER !

Völlig falsch, glaubt dagegen Kardinal Cordes, denn das Dokument
der Deutschen Bischofskonferenz stoße auf "gravierende theologische Hindernisse" ---> HIER !

Prof. Dr. Hoping eilt Kardinal Woelki zu Hilfe, dankbar aufgegriffen vom Kölner "domradio": Das Vorgehen der sieben Bischöfe sei richtig und "ganz normal". Für ihn ist klar, dass es Kardinal Marx ist, der die Angelegenheit durch sein Vorgehen vermasselt hat ---> HIER !
Ein wenig aus dem Nähkästchen der Bischofskonferenz plaudert (mit entsprechender Vorsicht) Redakteur und Theologe Jan Hendrik Stens vom "domradio": Die theologische Hauptstreitfrage sei, wie man denn die "schwere Notlage" definiere, die die ausnahmsweise Kommunion von Nichtkatholiken ermögliche. - Geht es dabei um "Todesgefahr" - oder auch um Ehepaare, die auch problemlos jede(r) in seine evangelische bzw. ka-
tholische Kirche gehen könnten?
Nicht auszuschließen, so Stens, dass es ausgelöst durch Kardinal Marx für Papst Franziskus den nächsten Ärger im Vatikan geben könnte... ---> HIER !

Wer weiß? - Vielleicht setzt man im Vatikan auch diesmal auf die bewährte Methode des Aussitzens und beantwortet die Anfrage erst im Jahr 2019, wenn in Deutschland schon Fakten geschaffen worden sind?!

Kommentare:

  1. Ist doch völlig wurscht, wieviele Stellungnahmen es dazu
    geben wird und auf wessen Seite die sich schlagen!
    Papst Franziskus ist gewieft genug, um das Richtige zu tun,
    und das wird wie bei den vier Dubia-Kardinälen darin be-
    stehen, dass er die provokante Anfrage einfach auf die
    lange Bank schiebt!

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    1. So wird es kommen!
      Dennoch sollte man die jetzige Diskussion nicht klein-
      reden - sie zeigt, wie gespalten die katholische Kirche
      inzwischen ist. Den Artikel von Herrn Stens im domradio
      verstehe ich so, dass er andeutet: Kardinal Marx hat
      eigentlich vor der DBK zugesichert, vor einem Beschluss
      den Vatikan zu kontaktieren.
      Das scheint er jedoch unterlassen zu haben.
      Die Folgen erleben wir gerade.

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    2. Die DBK ist doch nicht erst heute, unter Papst Franziskus "gespalten". Sie ist es schon seit Jahrzehnten, das war bereits vor dem Konzil so, ja schon während der Nazi-Zeit, wo es eine Mehrheit der Führer-Jubler unter den Bischöfen gab, während eine tapfere Minderheit standfest blieb.

      Dieses dramatische Getue der Tradis mit den "Spaltungen", als sei dies der Untergang der Kirche, ist unhistorisch. Sämtlich Briefe im Neuen Testament beziehen sich auf spaltungsähnliche Situationen in den urchristlichen Gemeinde. Das gab es von Anfang an. Siehe Paulus, der dem ersten Papst Petrus ins Angesicht widerstand.

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  2. Das Niveau des KSTA wird inzwischen immer grauenvoller.
    Wie vom "Kreuzknappen" schon vermutet, tritt Herr Frank
    noch einmal nach und macht das größtmögliche Drama daraus,
    es gehe quasi um alles oder nichts.
    Selten solch einen Unfug gelesen!
    Ich hoffe, der "Kreuzknappe" greift das auf!

    https://www.ksta.de/politik/kommentar-zum-brandbrief-der-bischoefe-lieber-mutmacher-als-angsthasen-29967428

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