Dienstag, 30. August 2016

Eine Million Rentner mit Minijobs zur Rentenaufbesserung, weil das "Spaß" macht...

Das Renterleben in Deutschland muss sehr lustig sein, wenn man Experten glaubt. Die Zahl der Renter, auch solche über 75, die einen Minijob angenommen haben, ist drastisch angestiegen.
Das Arbeiten mache den Alten "Spaß", weiß ein Experte, der damit so ähnlich liegt wie manche unserer führenden Journalisten.
Die sollten mal ein halbes Jahr in einem "sozialen Brennpunkt" leben und mal mit möglichst vielen Leuten sprechen, dann würden sie sowas nicht mehr schreiben.
Klar gibt es die Luxusrentner, die viermal jährlich nach Mallorca fliegen, doch die Durchschnittsrente liegt gerade mal um die 1.000 Euro, und wenn das der Durchschnitt ist, dann kriegen viele deutlich weniger...

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !
Ich habe gerade große Mühe, mich nicht schrecklich darüber aufzuregen.

Kommentare:

  1. Nach Abzug der fixen Kosten stehen mir als Rentnerin, wie vielen anderen auch, deutlich weniger als 1000 Euro zur Verfügung.
    Durch einen bescheidenen Lebensstil -einerseits aus Notwendigkeit, andererseits aber auch aus Überzeugung-
    komme ich damit einigermaßen zurecht, auch dank einer Mini-Putzstelle. Ich putze nicht aus "Spaß", aber meine Chefin ist eine sehr nette angenehme Frau und dieser
    Umstand macht es mir leichter, damit klarzukommen.
    Große Sprünge sind nicht drin, ich muss zwangsläufig mit kleinen vorliebnehmen.

    Bei den unsicheren Arbeitsplätzen heutzutage, bei dem Hangeln von
    Minijob zu Minijob, den unendlichen Praktikantenjobs, der Hartz
    IV-Lebenssituation ohne Zukunftspersektive - das Rentnerdasein für
    spätere Jahrgänge wird für ganz Viele eher beunruhigend bis beängstigend
    werden.

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  2. Armut und Altersarmut in Deutschland

    Hartz 4, Schröder, Hundt, Riesterrente, Billiglöhne, Zeitarbeit, Leiharbeit und Mindestlohn, niedere Renten sind das Eine und ein Gnadenhof in Deutschland das Andere.

    Bundeskanzler Schröder war der Vorreiter mit seiner Agenda 2010 für eine neue Ausbeutung in Deutschland. Er verkaufte die Deutsche Sozialdemokratie und die Deutsche Bevölkerung.

    Billiglöhne haben sehr wohl mit Globalisierung UND DEM HUMANITÄTSSCHWINDEL DER DEMOKRATIE zu tun.

    Hartz 4 und Arbeitgeberpräsident Hundt:

    Zitat des ehemaligen Arbeitgeberpräsidenten Hundt: "Arbeit muss wieder so billig werden wie Dreck in Deutschland".

    Als Lothar Späth noch Ministerpräsident in Baden-Württemberg war oder kurz danach, und Herr Hundt, Deutscher Arbeitgeberpräsident war, gab es mal eine Quassel-Diskussions-Sendung im Deutschen TV vom Südfunk Stuttgart, 3. Programm, mit dem Thema: Arbeit und Vollbeschäftigung in Deutschland. Es war auch ein höherer katholischer Geistlicher und ein Gewerkschaftsvertreter in der Diskussionsrunde dabei. Herr Hundt, damaliger deutscher Arbeitgeberpräsident, sagte damals wörtlich: "Arbeit muss wieder so billig werden wie Dreck in Deutschland". Da wusste man eigentllich bereits, wohin die Entwicklung in Deutschland gehen wird. Von den Anwesenenden sprach niemand etwas dagegen. So kam es ja auch bis heute zu dieser Entwicklung. Ich fand und finde diese Aussage des Herrn Hundt menschen-verachtend und wusste, wohin die Entwicklung in Deutschland gehen wird.

    Herr Prof. Bontrup sprach vom: "Das Versagen der Mainstream-Ökonomie". Das ist kein Versagen, sondern eine gesteuerte absichtliche Entwicklung.

    Dazu gehören auch die billige Zeitarbeit, die billige Leiharbeit und das dubiose Hartz IV, eine sehr verfeinerte Form von Versklavung in Deutschland. Die Aussage des Herrn Hundt ist total menschenverachtend. Seit dem Fall der "Mauer" ging es europaweit mit den Löhnen und sozialen Leistungen bergab. Die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt wurden kapputt gemacht.

    Bundeskanzler Schröder war der Vorreiter mit seiner Agenda 2010 für eine neue Ausbeutung in Deutschland. Er verkaufte die Deutsche Sozialdemokratie.

    Durch die Billigproduktion ist die Gewinnspanne der Konzerne noch höher.

    Die Armut und Altersarmut in Deutschland wurden langsam eingeführt mit dem Fall des Kommunismus.

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