Montag, 29. August 2016

Kreuz im Landtag in Potsdam abgehängt - Zeitungsjournalist Gunnar Schupelius (BZ) äußert einen bösen Verdacht!

Sie erinnern sich, liebe Leserinnen und Leser, an die befremdliche Aktion - offenbar ohne Rücksprache mit der betroffenen Fraktion -, bei der im Potsdamer Landtag das Kreuz im Sitzungsraum der CDU-Fraktion abnehmbar gemacht wurde, weil es "immer wieder Beschwerden" von Besuchern gegeben habe, denen das christliche Symbol missfallen habe. ---> HIER und HIER !
Nun schreibt der Journalist Gunnar Schupelius ("BZ"), er sei der Sache mal nachgegangen, und wie es aus-
sehe, sei von den angeblich vielen Beschwerden offenbar nur noch eine einzige übrig geblieben, und die sei recht geheimnisvoll. ---> HIER !

So geschehen in Deutschland im Jahre 2016!?

Kommentare:

  1. Ich kann mich da nicht aufregen, nur wundern, Was sind denn das für Weicheier in der CDU-Fraktion. Wenn ich Mitglied dieser Fraktion wäre, dann hätte ich im Baumarkt ein Fläschchen Sekundenkleber gekauft, und das Problem wäre gelöst. Notfalls hätte ich die Kosten von 2,50 Euro auf die Fraktion umgelegt. Auf eine Kostenerstattung durch die Landtagsverwaltung hätte ich jedenfalls verzichtet. Wahrscheinlich hätte ich noch zusätzlich aus eigener Schatulle 200 Euro in eine Webcam investiert, um das dumme Gesicht des Hausmeisters der Landtagsverwaltung zu sehen, der das Kreuz auf Befehl abhängen will.

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  2. Das ganze hat schon eine ironische Note ... Eine kleine Minderheit (Christen machen in Brandenburg nur 20% der Bevölkerung aus, Katholiken sogar nur 3%) beschwert sich darüber, daso eine andere Minderheit auf die geltende Rechtslage hinweist und auch noch Recht bekommt.
    Dabei gibt es für das Christentum da ohnehin schon eine Ausnahme, denn seine Symbole werden solange toleriert, bis sich jemand durch sie gestört fühlt, erst dann müssen sie abgenommen werden.
    Man stelle sich nur mal vor, in Bayern würden in jedem öffentlichen Gebäude Abbildungen des Hilal hängen, da wäre aber was los. Aber wenn in Brandenburg 20% reichen, um das Anbringen religiöser Symbole zu erreichen, müssten die 13% Muslime in Bayern doch auch reichen, egal was die Mehrheit der Bevölkerung sagt.

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  3. ein Münchner auf Erden30. August 2016 um 06:18

    Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:
    Es handelt sich nicht etwa um den Landtag allgemein,
    sondern um einen speziellen Raum, in dem das Kreuz
    hängt, nämlich den FRAKTIONSSSAAL der CDU,
    der übrigens kleiner ist als der der SPD.
    Wenn die Verwaltung sagt, ab und zu würden darin auch
    schon mal Besuchergruppen empfangen, ist das nur
    ein Vorwand, denn dafür wäre der Saal der SPD
    besser geeignet.
    Die CDU-Fraktionsführung kann ich nur bedauern.
    Wer so schnell einknickt, ist in meinen Augen mit-
    schuld an diesem Desaster. Man hätte mit geeigneten
    Mitteln dagegen vorgehen müssen !!!

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  4. Es wirft ein bezeichnendes Licht auf die Landtags-
    verwaltung und den (nicht vorhandenen) Respekt vor
    den Abgeordneten, dass man es noch nicht einmal für
    nötig erachtet, die Maßnahme vorher mit denen ab-
    zusprechen. Da wäre längst eine Dienataufsichts-
    beschwerde bzw. ein Misstrauensantrag fällig!

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  5. Wenn die weltanschaulich-religiöse Neutralitätspflicht des Staates, die an sich sinnvoll ist, dazu führt, dass ein Kreuz im Sitzungszimmer der CDU bei Bedarf abgenommen werden muss, frage ich mich dann aber doch, warum diese Neutralitätspflicht nicht auch für den Christopher
    Street-Day gelten sollte.
    Am Familienministerium wurde im Juli die Regenbogen-Flagge gehisst und Ministerin Manuela Schwesig sah dies als ein Zeichen ihrer Unterstützung an.
    Auch über dem Justizministerium wehte die Fahne.

    Neutralitätspflicht des Staates - wo ist sie in diesem Falle?

    > http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie,did=226554.html

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  6. Es kommt immer darauf an, was ein bestimmtes Zeichen symbolisiert. Das Kreuz symbolisiert nun einmal seinem christlichen Sinne nach, die Menschenfreundlichkeit Gottes, eines Gottes, der für Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Güte, Rücksichtnahme, gegenseitige Achtung steht.
    Diese Werte, die allgemein gültig sind und oberste Zielsetzung einer zivilisierten Gesellschaft sein sollten, sind nun einmal im Christentum maßgeblich und in und durch Jesus Christus gegründet.
    Wen ein Kreuz stört, der stört sich auch an der Menschen-freundlichkeit und Friedfertigkeit und Nächstenliebe.
    Da akzeptieren wir in Deutschland lieber fremde Symbole,
    die weniger für Frieden als vielmehr für Intoleranz stehen. Traurig.

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