Donnerstag, 29. September 2016

128 Missbrauchsfälle in nur drei Monaten - Seltsam: Kaum ein Thema in der Presse!

Normalerweise leidet die gesamte bundes-
deutsche Presse (zu Recht!) mit den Missbrauchsopfern mit, und man über-
bietet sich fast mit wochenlanger Em-
pörung und dem Ruf nach Konsequenzen, und auch Kirche und Zölibat werden dann gerne generell in Frage gestellt: Schaut mal, wie verlogen und böse die Katholiken doch sind!

Seltsam:  Haben Sie es mitgekriegt, dass es allein von Januar bis März diesen Jahres 128 polizeilich registrierte Fälle von sexu-
ellem Missbrauch gab
- von der wahrscheinlich erheblichen Dunkel-
ziffer ganz zu schweigen?!

Die Nachricht wird nur in wenigen Medien erwähnt, und auch da wird sie zumeist recht gut versteckt, innerhalb eines aktuellen Artikels über Poli-
zisten, die in Berlin einen Flüchtling erschossen haben. Dabei wurde irgendwo im Text auch erwähnt, dass es in nur drei Monaten in deutschen Flüchtlingsunterkünften mindestens 128 solcher Fälle gab.

Ist es diesmal nicht ganz so wichtig, liebe Journalisten, wie viel Leid da-
durch angerichtet wird und wie viele Opfer ihr Leben lang seelisch unter den Folgen leiden...?

Man lese in der "WELT" ---> HIER !

Kommentare:

  1. Das Hauptproblem unserer Presse scheint mir
    die Schlamperei und Überforderung der Redakteure
    zu sein. Wie der KREUZKNAPPE es gestern so hervor-
    ragend am Beispiel der völlig unzureichenden Medien-
    berichterstattung über die Anschläge in Dresden
    aufgezeigt hat, hält man eine gründliche eigene
    Recherche inzwischen offenbar für einen Luxus, den
    man sich angesichts der hohen Gewinnerwartungen der
    Medieneigentümer nicht mehr leisten kann.
    Ich habe mal ein mehrwöchiges Praktikum in der
    Redaktion einer Tageszeitung gemacht und dabei erlebt,
    dass gut und gerne mehr als 90 % der Artikel ledig-
    lich per "copy & paste" aus den Tickermeldungen von
    dpa entnommen wurden, vielleicht ein wenig gekürzt
    und mit neuer Überschrift, aber das war's auch schon.
    So ist es auch mit dem 128-fachen Missbrauch.
    Wenn die Redakteure das nicht fix und fertig von der
    Agentur auf einem goldenen Tablett serviert bekommen,
    fällt das unter den Tisch, zumal in den Redaktionen
    personell gespart werden muss.
    Fragen Sie nur mal freie Mitarbeiter und Reporter,
    für welche Hungerlöhne die z.T. arbeiten!

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    1. Das ist korrekt.
      Hinzu kommt aber auch die Furcht vieler
      Redakteure, sie könnten mit solchen Berichten
      das Flüchtlingsthema zugunsten der Rechten
      weiter anheizen.
      Also schweigt man. Also keine "Lügenpresse",
      sondern leider oft genug eine "Lückenpresse".

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  2. Achja...die Armen!

    Ich dürfte schon längst am Arbeitsamt anklopfen, würde ich meine Arbeit derart schlampig verrichten. Ich arbeite auch für einen Hungerlohn und ich liefere viele und gründlich recherchierte Informationen. Das sind alles keine Argumente. Ich denke, dass die Lügenpresse durch und durch ideologisiert ist. Man spricht dem Arbeitgeber nach dem Mund, weil man sonst sogar den Hungerlohn verlieren würde. Angesichts der massenhaften Einwanderung von "Fachkräften" muss man ja täglich um seinen Arbeitsplatz bangen. Aber keine Sorge: WIR SCHAFFEN DAS!

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  3. Missbrauch ist doch nur interessant und journalistisch "verwertbar", wenn man ihn der Kirche und damit dem Zölibat anlasten kann...

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