Samstag, 17. September 2016

Römischer Chef-Exorzist Padre Gabriele Amorth im Alter von 91 Jahren gestorben

Er ist weltbekannt, der römische Chef-Exorzist Padre Gabriele Amorth, und das nicht nur als Ausbilder von Exor-
zisten und wegen tausender von Fällen, um die er sich gekümmert hat, sondern auch deshalb, weil er kein Blatt vor den Mund genommen hat und klar formuliert hat,
wie er die Dinge sieht - und auch die Zustände in der Kirche. 

Gestern starb er im Alter von 91 Jahren im Krankenhaus; Gott sei seiner Seele gnädig!
Man lese ---> HIER und HIER !
Zur Erinnerung an ihn ein paar Streiflichter ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Ja, das ewige Licht leuchte ihm,
    der Herr lasse ihn ruhen in Frieden.
    Dieser Pater hat vielen bedrängten Menschen geholfen,
    das wird ihm im Himmel sicher nicht vergessen!

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  2. Padre Amorth hat auch hilfreiche Bücher geschrieben,
    die uns zeigen, wie dumm und leichtsinnig es ist,
    den Teufel zu ignorieren.
    Gerade in Deutschland tun auch Priester oft so,
    als seien Teufel und Hölle nur dummes Zeug und antiquiert.
    Damit versündigen sie sich, indem sie ihren Schäfchen
    falsche Informationen geben und dadurch deren
    Seelenheil gefährden!

    https://www.amazon.de/Ein-Exorzist-erz%C3%A4hlt-Gabriele-Amorth/dp/3717110454

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    1. Unsere Bischöfe wissen sehr gut, weshalb sie in ihren Diözesen so gut wie keine Exorzisten zulassen. Der grausige "Fall Anneliese Michel" in der Diözese Würzburg, der mit einem qualvollen Sterben endete, ist noch in schlimmer Erinnerung.

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    2. Zur Causa Anneliese Michel hier ein sehr erhellender Beitrag, der seinerzeit im Fernsehen ausgestrahlt wurde:
      https://www.youtube.com/watch?v=GR-cxBvjjZ4

      Man findet auf Youtube auch O-Aufnahmen der Exorzismen an der armen jungen Frau. Da mag sich jeder sein eigenes Urteil über den "Exorzismus" bilden.

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    3. Der Fall Michel mit seinen gut zugänglichen Tondokumenten von den "Austreibungen" macht schön deutlich, warum die katholischen Traditionalisten so Teufels-obsessiv sind. Hat doch der "Satan", der damals aus Anneliese Michel "sprach", lauter Botschaften abgesondert, die eins zu eins auf Tradi-Linie liegen. Die Kirche soll sich nicht protestantisieren, denn die Protestanten sind "nichts"; die Prieste rsollen nicht an den liberalen Universitäten, sondern an autonomen kirchlichen Seminaren ausgebildet werden; es müssen wieder mehr Rosenkränze gebetet werden und Sühneandachten; die Bischöfe müssen zurück zur überlieferten Messe...

      Kann man alles auf youtube anhören. Ob das nun wirklich "Satan" und seine "Dämonen" waren oder ein technisch gut gemachter Fake, um eine traditonalistische Agenda voranzutreiben, darüber wird man ewig streiten...

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  3. Das Problem ist,
    dass von völlig Uninformierten und auch von
    Kirchenfeinden viel dummes Zeug erzählt wird.
    Die Zahl der Hilfesuchenden steigt jedenfalls rapide an. Pallottinerpater und Psychotherapeut Dr. Jörg Müller bestätigt dies ausdrücklich.
    Er kann sich vor Hilfe-Anrufen kaum noch retten,
    wie er sagt. In Italien scheint es noch krasser zu
    sein: Im Jahr 2011 sollen etwa 500.000 Menschen bei
    der Kirche um exorzistische Hilfe nachgefragt haben.

    Hintergrundinformation:
    https://www.kath.ch/infosekten/text_detail.php?nemeid=52145

    Wer die Notwendigkeit des Exorzismus
    - in der katholischen Kirche immer nur nach
    ausführlicher ärztlicher Prüfung! - verneint,
    der glaubt auch, dass ein Wohnhausbrand
    von alleine aus geht.

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  4. Warum ist es den Tradis eigntlich soo wichtig, dass in der Kirche mehr vom Teufel als von Christus, mehr von der Sünde als von der Erlösung, mehr von der Hölle als vom Himmel geredet wird???

    Bis heute habe ich auf diese schlichte Frage noch von keinem Tradi eine Antwort erhalten...

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    1. Dass vom Teufel "mehr" geredet werden solle, mag Ihr ganz subkjekiver Eindruck sein. Fakt ist, dass Jesus selbst sehr wohl vom Teufel und von der Hölle geredet und davor gewarnt hat. In der modernen Verkündigung hingegen werden diese Themen ausgespart. Vermutlich um die braven Kirchensteuerzahler nicht zu vertreiben.

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  5. Es gibt, auch in Italien, viele Katholiken, die sind über den Hinschied dieses sehr fragwürdigen Priesters nicht wirklich betrübt.

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  6. Die Kirche hat immer die Notwendigkeit
    einer ganzheitlichen therapeutischen Hilfe betont.
    Im tragischen Fall der Anneliese Michel
    berichten die Medien, dass die Eltern dies leider
    abgelehnt haben.

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  7. Eine Historikerin hat ihre Doktorarbeit über
    den Fall Anneliese Michel geschrieben.
    Diese macht deutlich, dass A L L E Beteiligten
    eine Mitschuld tragen.
    Insbesondere haben demnach Eltern und auch die voll-
    jährige Annliese Michel selbst die dringend nahe-
    gelegte Einweisung in eine Nervenklinik abgelehnt.
    Dort sollte sie zwangsernährt werden,
    wie die Forscherin bestätigt:

    Petra Nay-Helmut: "Sie war einfach eine junge Frau,
    sie war psychisch krank und hätte man rechtzeitig eingegriffen, medizinisch, hätte man sie auch retten
    können.
    Mit Zwangsernährung rechtzeitig vorher und bei regel-
    mäßiger Einnahme der Medikamente, das besagen auch
    die ärztlichen Gutachten, hätte sie auch ein normales
    Leben in diesem Sinne führen können."

    Ein normales Leben mit Zwangsernährung !!!

    http://www.deutschlandradiokultur.de/exorzismus-anneliese-michel-koennte-noch-leben.976.de.html?dram:article_id=311819

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  8. Nach einem Bericht im "Main-Echo", der dortigen
    Regionalzeitung, trifft die Eltern wohl die
    Hauptschuld: Sie hätten Anneliese strenggläubig
    erzogen. Schon während ihrer Schulzeit war sie oft
    monatelang krank und man suchte einige Ärzte mit ihr
    auf. Sowohl Anneliese wie auch ihre Eltern akzeptierten
    die Diagnose aber nicht und schon gar nicht den dringenden
    Rat, sich in ein psychiatrisches Krankenhaus zu begeben.
    Im Endstadium ihrer Erkrankung verweigerte Anneliese
    laut Pressebericht jedwede Nahrung, weil der Teufel
    ihr das Essen verboten habe.
    Den Priestern muss man freilich den Vorwurf machen,
    nicht auf einer Einweisung ins Krankenhaus bestanden
    zu haben.
    Die Kirche hat jedenfalls daraus gelernt.
    Die Vorschriften für einen Exorzismus sind viel
    strenger geworden.

    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:S3ViaQNGM-sJ:www.main-echo.de/regional/kreis-miltenberg/art3999,4150096+&cd=11&hl=de&ct=clnk&gl=de

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  9. Zumeist wird auf Stammtischniveau dahergeschwätzt von Leuten, die noch nie ernsthaft etwas über den Exorzismus
    in der katholischen Kirche gelesen haben. Man befrage mal Pater Dr. Jörg Müller oder einen anderen christlichen Psychotherapeuten, was sich alles abspielt, wovon sich unsere Schulweisheit nichts träumen lässt.

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  10. Der 2006 bei der Berlinale preisgekrönte Spielfilm "Requiem" mit der großartigen Sandra Hüller in der Rolle der Anneliese Michel hat deren tragische Geschichte eindrucksvoll nach erzählt. Wenn man das gesehen hat, ist man kuriert vom "Exorzismus".

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    1. Ja, der Film "Requiem" ist sehenswert, transportiert aber die Auffassung des Regisseurs, nach der das Geschehen rein psychiatrisch und nicht übernatürlich zu bewerten sei. Insofern fällt er ein Urteil.
      Noch sehenswerter ist "Der Exorzismus von Emily Rose", allerdings enthält er einige Schockeffekte, so dass sensible Gemüter ihn sich besser nicht anschauen sollten. Dafür ist in der Rahmenhandlung der Prozess gegen den exorzierenden Priester geschildert. Besonders beeindruckend ist dabei der Staatsanwalt, ein führender Baptist, der dem katholischen Geistlichen schwer zusetzt, weil er unbedingt dessen Schuld nachweisen will. Das Ende ist überraschend.

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  11. Nicht zur Zeit von Papst Benedikt,
    sondern durch Papst Franziskus wurde die
    Exorzistenvereinigung offiziell vom Vatikan
    anerkannt:

    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/den-teufel-ernst-nehmen

    Das zeigt, wie ernst die Lage ist, wenn sogar
    der Reformpapst das genehmigt.

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  12. Nur mal am Rande erwähnt:
    In der evangelischen Kirche - insbesondere bei
    den Freikirchen - gibt es deutlich mehr Exorzismen
    als bei den Katholiken.
    Aber so etwas passt nicht ins Feindbild,
    und deshalb will man es nicht wahrhaben.

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    1. Es geschieht bei Evangelikalen ja auch meistens viel verborgener, dazu noch unkontrollierter als in der katholischen Kirche. Während der Große Exorzismus die Genehmigung des Bischofs braucht, der eine genaue Prüfung vorausgehen muss, darf in vielen Freikirchen, besonders bei extremen Pfingstlern und Charismatikern, im Grunde genommen jeder herumexorzieren, der sich irgendwie dazu berufen fühlt. Ich habe mit eigenen Ohren Berichte von Betroffenen gehört, bei denen sich den Anneliese-Michel-Kritikern sämtliche Fußnägel im Zeitraffer aufrollen würden. Das ist geistlicher Missbrauch.

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  13. Unglaublich, was hier für eine Hetze gegen die tief gläubige Anneliese Michel laut werden darf! In gläubigen katholischen Kreisen wird sie verehrt und ihr Andenken in Ehren gehalten. Ich bin sicher, Anneliese Michel war eine Heilige!

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