Montag, 19. September 2016

Weltfriedenstreffen in Assisi: Warum wurde der Dalai Lama vom Papst nicht eingeladen?

Der Friede fängt bekanntlich immer bei einem selbst an, und sicher auch, wie man mit denen umgeht, mit denen man privat und beruflich zu tun hat.
Es sieht beim Friedenstreffen der Religionen in Assisi (ich schrieb schon darüber ---> HIER !) allerdings nicht nur so rosig aus, wie man das in den Medien lesen kann, z.B. ---> HIER !
Es fällt auf, dass der Dalai Lama als Vertreter des tibetischen Buddhismus bewusst nicht eingeladen wurde. Damit wird die Politik von Papst Franziskus fortgesetzt, der vorher schon ein Treffen mit dem Dalai Lama abgelehnt hatte, um die chinesische Führung nicht zu verärgern, wie Medien vermuten ---> HIER !

Der persönliche Sekretär des Dalai Lama hat bestätigt, dass der Dalai Lama nicht eingeladen wurde, während Hunderte von Religionsvertretern aus aller Welt dabei sind. ---> HIER !
Ich bin nun wahrlich kein Fan des Dalai Lama, aber das gibt dem Treffen doch einen faden Beigeschmack, finde ich, wenn er auf dem Altar der Opportunität geopfert wird. Oder sehe ich das falsch?

Vor allem will ich hoffen, dass Papst Franziskus, der morgen zu dem Treffen kommt ( ---> HIER !), nicht ähnliche Manöver praktizieren wird wie bei einem Treffen im Jahre 2014, wo den Gästen des Vatikans der Anblick von Kreuzen nicht zugemutet werden durfte. ---> HIER ! 

Kommentare:

  1. Wider die Tradi-Herrschaft19. September 2016 um 18:22

    Interessant. Wenn es darum geht, den Papst zu kritisieren, entdecken unsere Tradis sogar ihr Herz für den ansonsten auch nur gebashten "Erzsynchretisten" Dalai Lama...

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  2. Ihr erster BLAUER Link deutet an,
    dass in der Presse die Probleme (wie etwa die
    Nichteinladung des Dalai Lama) verschwiegen werden.
    Weiter unten beim GRÜNEN Link belegen Sie aber
    selbst, dass dem nicht so ist. Sogar die angesehene
    "Times" meldet, dass der Papst den Dalai Lama nicht
    eingeladen hat. Also immer fair bleiben,
    nicht jeder Journalist ist böse!

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  3. Ich finde, es sollte dem Papst überlassen bleiben,
    wen er einlädt und wen nicht.
    Für wesentlich bedenklich halte ich das, was Sie
    am Schluss berichten, dass man ausgerechnet im
    Vatikan die Kreuze vor den Gästen versteckt hat.
    Das allerdings ist ein Skandal erster Güte !!!

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  4. Hätte er ihn eingeladen, würden Tradis wie der Knappe lästern, dass er damit das Wohl der Christen in China gefährde. Es ist ein Armutszeugnis, wie hier gegen Franziskus angeschrieben wird...

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    1. Das ist (nicht nur) in diesem Blog, jedenfalls bei der Mehrheit der traditionalistischen Community, tägliches Brot.

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  5. Der Dalai Lama vertritt über 10 Millionen
    Gläubige, das können nicht alle der anderen
    gut 400 Teilnehmer von sich behaupten.
    Doch Papst Franziskus ist das Hemd näher als
    der Rock, wie man früher sagte: Erst kommen die
    Interessen des Vatikans, danach sehen wir weiter.
    Papst Franziskus will nicht riskieren, dass die
    Gespräche mit der chinesischen Führung gefährdet
    werden, das kann ich nachvollziehen.
    Andererseits ist die Nichteinladung ein Affront
    und auch menschlich schändlich.

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  6. Zumindest nach außen hin macht der Dalai Lama
    gute Miene zum bösen Spiel, zur Demütigung
    durch Papst Franziskus:

    https://www.youtube.com/watch?v=szBjBK-Z0uw

    Er kennt das Spielchen, das die Chinesen seit
    Jahren treiben, ja auch nur zu gut. Wenn jemand
    nicht pariert, lassen sie es die Christen in
    China spüren. Da muss der Papst kuschen.

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