Dienstag, 28. März 2017

Ist der Einsatz eines schwulen Erziehers im Kindergarten Provokation muslimischer Eltern?

"Provokation?" fragt eine ziemlich spezielle Internetseite, und so denken wohl viele Eltern der betreffenden Kindertages-
stätte in Berlin, insbesondere muslimische, wie "Der Tages-
spiegel"
schreibt.
Die Anstellung eines homo-
sexuellen Erziehers habe "wütende Proteste" ausgelöst, obwohl der neue Erzieher bei den Kindern offenbar gut ankam. Die Eltern hätten mit einer Unterschriftenaktion gedroht, denn insbesondere das Anfassen ihrer Kinder (Hand geben, Hilfestellung an der Rutsche leisten usw.) habe muslimische Eltern "auf die Barrikaden" gehen lassen.

Auch der Umstand, dass der Erzieher die jüngsten Kinder im Kinderhort dann auch mal zur Toilette begleiten müsste, ist offenbar eine Horror-
vorstellung. - Inzwischen haben eine ganze Reihe von Eltern ihre Kinder
in dieser KITA abgemeldet. 

Ein schwieriges Thema - oder nicht? ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Man darf gespannt sein, wie unsere lieben Tradis jetzt reagieren. Musel-Bashing, wie gewohnt, geht hier eher schlecht. Schmettern sie doch bei einem schwulen Erzieher genauso wie die muslimischen Eltern ihr "Geht gar nicht!"

    Woran man einmal mehr sieht, dass sich konservative Katholiken und konservative Muslime in vielen Dingen viel näher sind als z.B. konservative und eher liberale Katholiken.

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  2. Ich finde es vor allem gut,
    dass die Kindergartenleitung dem Druck der Eltern
    nicht nachgegeben hat. Wenn die sich durchgesetzt
    hätten, wären weitere Forderungen bestimmt noch
    gefolgt!

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  3. Da sieht man mal wieder, in welchen mittelalterlichen
    Gedankengängen sich viele muslimische Eltern immer
    noch bewegen!
    Wie dem Zeitungsbericht zu entnehmen ist, hatte die
    fachliche Kompetenz des Bewerbers zu dessen Anstellung
    in dieser KITA geführt, und allein das ist ausschlag-
    geben, es sei denn, es käme zu nicht akzeptablen Vor-
    kommnissen.
    Davor ist man aber, wie die vielen Berichte über Miss-
    handlungen und Missbrauch in Kindergärten zeigen, auch
    bei heterosexuellen Erziehern ganz und gar nicht gefeit.
    Dem Bericht zufolge macht der Mann einen sehr nach-
    denklichen, umsichtigen Eindruck, sodass er auf jeden
    Fall eine Chance verdient hat - finde zumindest ich.

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  4. In einigen deutschen Diözesen ist es nach den
    Missbrauchsskandalen der Jahre 2011 - 2015 eine
    Anordnung der Ordinariate, dass Priester sich
    generell nicht alleine mit ihnen anvertrauten
    Kindern in einem Raum aufhalten dürfen, es muss
    entweder ein Zeuge dabei sein oder es müssen
    mehrere Kinder sein.
    So gesehen würden diese Ordinariate die Ein-
    stellung des homosexuellen Erziehers ablehnen.

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  5. Ich verstehe die Ungeduld der mohammedanischen Eltern. Bis zur Einführung der Sharia wird es hier noch ein paar Jahre dauern und dann sind die Kinder schon wieder aus dem Kindergarten heraus.

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  6. Eine Ablehnung eines Schwulen auf bloßen Ver-
    dacht hin und dann auch noch trotz guter Zeug-
    nisse, die immerhin zu seiner Einstellung geführt
    haben, wäre ungerecht - und nebenbei: Es wäre
    arbeitsrechtlich problematisch, man denke an
    das Antidiskriminierungsgesetz!
    Wäre die Kindergartenleitung der Forderung der
    muslimischen Eltern gefolgt, könnte sie das
    teuer zu stehen kommen.
    Da sonst neuerdings in der katholischen Kirche
    immer gerne auf den Einzelfall verwiesen wird,
    passt das hier auch. Der Mann weiß, dass er unter
    "Beobachtung" steht und wird sich daher so ver-
    halten, dass keine Klagen kommen.
    Den muslimischen Eltern sollte man mal eine Be-
    lehrung zuteil werden lassen, dass wir hier in
    Deutschland leben...

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    1. "Den muslimischen Eltern sollte man mal eine Be-
      lehrung zuteil werden lassen, dass wir hier in
      Deutschland leben..."

      Diese Aussage eines Tradis in Bezug auf einen schwulen Erzieher verdient eine mittlere Sensation genannt zu werden.
      Chapeau!

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  7. Was für ein verlogenes Gerede unserer Tradis. Nur weil es gegen Muslime geht, solidarisiert man sich mit einem Homosexuellen, den man ansonsten auch verteufelt. Wäre dem nicht so, dann wären homosexuelle Erzieher in Dtld mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, mit der auch Muslime sich arrangieren müssten, so wie sie sich mit Glockengeläut und Currywurstbuden arrangieren müssen. Und wie war das noch mit homosexuellen Priestern???

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    1. Bei Phobien gibt es heutzutage gute
      Behandlungserfolge!

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    2. Wären Sie an Ihre mal nicht mit der Rohrzange gegangen, hätte es der Behandlung vielleicht gar nicht bedurft ;-)

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    3. Das ist ja allerliebst, was Trotzki
      da schreibt. Man merkt, es passt ihm überhaupt
      nicht ins Konzept seiner Vorurteile, dass zu-
      mindest bei den Leserbriefen (95 % der Leser
      äußern sich gar nicht!) auch bei denen, die
      er für Tradis hält, die Anstellung eines Homo-
      sexuellen im Einzelfall als gerecht erachtet
      wird. - So geht`s, wenn man in Schubladen
      denkt...

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    4. Im Gegenteil! Das freut mich, Knappe. Was sollte dann noch gegen homosexuelle Priester sprechen? Lassen Sie uns gemeinsam dafür kämpfen, dass die Diskriminierung aufhört!!

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  8. Wären die sich empörenden Eltern "Christen", hätte es das übliche Gewäsch gegeben. Raus damit, pfui, die armen Kinder, Indoktrinierung...

    Was ein Armutszeugnis für die letzten "Aufrichtigen", die jede Entlassung in pseudochristlicher Trägerschaft als Meilenstein der Wahrung des Abendlandes gefeiert haben. Bigott!

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  9. Einfach köstlich,
    wie die Linkskatholiken hier in diesem Forum
    wieder einmal anschaulich unter Beweis stellen,
    dass sie felsenfest von ihrer unmaßgeblichen Mei-
    nung überzeugt sind, egal, was andere sagen.
    Anstatt sich zu freuen, dass zumindest bei den
    Leserbriefschreibern weitgehende Einigkeit herrscht,
    wird mal wieder nur herumgenörgelt.
    Mega-peinlich ist sowas!

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    1. Apropos "Mega-peinlich": "Anstatt sich zu freuen, dass zumindest bei den
      Leserbriefschreibern weitgehende Einigkeit herrscht,
      wird mal wieder nur herumgenörgelt."

      Ich freue mich sehr, dass der Hass auf Homosexuelle zurückgestellt wird, wenn man seinen Hass auf Muslime ausleben kann. Glückwunsch!

      Wo genau war Ihr Kommentar voll brennender Sorge, als Homosexuelle nicht gut genug für christliche Träger waren? Hat hier irgendwer Homosexuelle in Schutz genommen?

      Wahrlich "Mega-peinlich" sowas!

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  10. Ordinariatsgeschädigter28. März 2017 um 21:37

    Es ist erschreckend, wie unqualifiziert z.T.
    argumentiert wird, wenn z.B. das Thema "Homosexualität
    bei Priestern" mit dem Einzelfall dieses Erziehers in
    einen Topf geworfen wird.
    Erst in diesem Jahr gab es vom Vatikan die erneute
    verbindliche Bestätigung, dass Homosexuelle nicht
    Priester werden dürfen.

    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/homosexuelle-weiterhin-von-weihe-ausgeschlossen

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    1. Da sieht man mal wieder, in welchen mittelalterlichen
      Gedankengängen sich viele traditionalistischen Kreise immer
      noch bewegen!
      Wie dem Zeitungsbericht zu entnehmen ist, hatte die
      fachliche Kompetenz des Bewerbers zu dessen Anstellung
      in dieser KIRCHE geführt, und allein das ist ausschlag-
      geben, es sei denn, es käme zu nicht akzeptablen Vor-
      kommnissen.
      Davor ist man aber, wie die vielen Berichte über Miss-
      handlungen und Missbrauch in Kindergärten zeigen, auch
      bei heterosexuellen Priestern ganz und gar nicht gefeit.
      Dem Bericht zufolge macht der Mann einen sehr nach-
      denklichen, umsichtigen Eindruck, sodass er auf jeden
      Fall eine Chance verdient hat - finde zumindest ich.

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