Sonntag, 16. April 2017

Bischof Overbeck will "die falsche Sehnsucht nach einer geschlossenen Heimat mit Grenzen aus uns tilgen"

In seiner Osterpredigt hat der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck den Katholiken wieder einmal die Leviten gelesen: Es muss nämlich etwas ausgemerzt werden, getilgt werden, und zwar die Sehn-
sucht vieler Menschen nach einer sicheren Heimat, nach kontrollierten Grenzen, und die Sehnsucht, als Staat darüber entscheiden zu dürfen, wer in unser Land einreist - und wer nicht.
Das alles ist nämlich falsch und muss zu-
gunsten einer "offenen Gesellschaft und einer offenen Kirche" über Bord geworfen werden.

Frage: Habe ich den Bischof da richtig verstanden - oder ist das überinterpretiert? - Man lese den Zeitungsbericht ---> HIER !
Das Problem bei solchen Predigten - und erst recht bei den nochmals verkürzten Pressemeldungen - ist leider, dass da oft nur thesenartig etwas als (Er-)Schlagwort formuliert wird, ohne es konkret mit Details und mit praktischen Konsequenzen zu füllen.
Ist uns wirklich mit solchen plakativen Formulierungen geholfen? - Ich vermute, dass dies eher nicht der Fall ist, und bereits 2015 musste der Essener Bischof erfahren, dass ungenaue Formulierungen nicht von Vorteil sind... ---> HIER


Kommentare:

  1. Die Flüchtlingsverliebtheit mancher Bischöfe
    in Ehren - aber bei anderen Menschen "mauert"
    auch Bischof Overbeck deutlich:
    Homosexuelle sind Sünder, da endet die "offene
    Kirche" dann doch schnell:

    https://www.youtube.com/watch?v=E3n-M-czMfo

    Wenn man dann noch sieht, welch hohe Mauern und
    welche Sicherheitsvorrichtungen für Bischöfshäuser
    und Ordinariate gelten, dann mag man doch schmunzeln.
    Soooo offen ist man denn doch nicht.

    AntwortenLöschen
  2. Ds gibt jetzt wieder eine "österlichen" Tradi-Shitstorm gegen den armen Bischof...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Er kann sich ja mal bei seinen Kollegen in Ägypten erkundigen, wie das so ist, als Menschen zweiter Klasse unter lauter Mohammedanern zu leben.

      Löschen
  3. Aus dieser offenen Polit-Kirche werden noch
    einige Millionen Christen austreten.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Jaja, aber wenn sich Bischöfe in rechten Polit-Sinne äußern, v.a. gegen den Flüchtlingsstrom, dann werden Millionen wieder eintreten. Gelle, Sebastian?

      Löschen
  4. Irgendwann werden auch unsere hochbezahlten
    Bischöfe mit sattem Pensionsanspruch verstehen lernen,
    dass "gut gemeint" nicht identisch ist mit "gut".
    Wer von uns ist nicht für eine offene Gesellschaft
    und für eine offene Kirche?
    Doch diese PHRASEN muss man erst einmal mit Inhalt
    füllen. Die katholische Kirche ist ja in Deutschland
    noch nicht mal offen genug, um Menschen als ihre
    Mitglieder zu akzeptieren, die aus finanziellen
    Gründen (Kirchensteuer) aus dem Apparat ausgetreten
    sind. Dann werden sie von den Bischöfen geächtet.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "Wer von uns ist nicht für eine offene Gesellschaft
      und für eine offene Kirche?"

      Die konservativen Katholiken, werte Simone N.

      Löschen
    2. Antonia, Sie phantasieren.

      Löschen
    3. Mitnichten, verehrter Studiosus. Wenn Sie und Ihesgleichen das Wort "offen" im Zusammenhang mit Kirche und Gesellschaft hören, dann sehen Sie doch knallrot bzw. "WisiKi" und lauter Flüchtlinge.

      Das wissen Sie selber am besten.

      Löschen
    4. Antonia
      scheint nicht zu begreifen, dass gerade
      die katholische Kirche, zu der die Tradis treu
      stehen, die weltoffenste Gemeinschaft ist,
      die man sich denken kann.
      Ein Papst aus Argentinien, Kardinäle aus allen
      fünf Kontinenten, und Heilige aus über 100
      Ländern der Erde, von den Gläubigen mal ganz
      zu schweigen.
      So lieben wir Tradis es.
      Was wir aber nicht lieben, ist die Tatsache,
      dass bestimmmte Leute uns terrorisieren und
      kaputtbomben wollen, oder den Mund verbieten,
      wenn wir nicht der Religion des Friedens frei-
      willig gezwungen beitreten.

      Löschen
    5. Hm, ich frage mich, wer mehr Bomben wirf?! Christen oder Muslime????

      Löschen
    6. Da sieht man mal wieder,
      dass sogar Außerirdische den "Kreuzknappen" lesen,
      denn jeder Europäer hat so seine Erfahrungen
      mit Selbstmordattentätern, da ist die Frage
      schnell geklärt.

      Löschen
    7. Klar, und Flüchtlinge, gegen die die Tradis ja sehr grundsätzlich sind, sind als solche potentielle Bombenleger und Terroristen. Gell, Studiosus, XY, Oha?!

      Löschen
    8. Norbert, schreiben Sie doch keinen Unsinn,
      Tradis sind doch nicht grundsätzlich gegen
      Flüchtlinge.
      Sie stellen nur ein paar kluge Fragen an eine
      verfehlte Politik, die zeitweise die Kontrolle
      völlig verloren hatte.

      Löschen
  5. Mit 8.500 Euro Gehalt monatlich als Single
    und satter Altersrente sowie Chauffeur
    wäre ich auch viel offener...

    AntwortenLöschen
  6. Das sich infolge des Zustroms uns bisher fremder Menschen schon einiges geändert hat und zukünftig noch in großem Maße ändern wird, ist uns durchaus bewusst. Und wir sind auch bereit uns darauf einzustellen,
    hilfsbedürftigen Opfern zu helfen, so gut wir können.
    Aber das beinhaltet nicht, das ich damit einverstanden bin, dass mein Gefühl für die Heimat madig gemacht und es als falsch hingestellt wird.
    Und auch Worte wie "tilgen" in diesem Zusammenhang rufen
    in mir zwiespältige Gefühle hervor.
    Auch "offene Kirche" kann man so oder so verstehen:
    Im Sinne von zuwendend, aber auch von beliebig und unverbindlich.
    Die Worte von Bischof Overbeck empfinde ich als herablassend.
    Ist es so, dass die politische Elite -auch die kirchliche- etwas befiehlt und die Leute haben es widerstandslos zu schlucken?

    AntwortenLöschen
  7. Ist ja bekannt:
    Wer nach allen Seiten offen ist,
    der ist nicht ganz dicht...!

    AntwortenLöschen
  8. Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter. Philipperbrief 3,20

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
=================================================================================