Montag, 17. April 2017

Feine Sache: Liebe Brautpaare, hier bekommen Sie mindestens 15 Jahre Ehe-Garantie!

Alle Jahre wieder wird in Synoden in in Vollversamm-
lungen der Bischofskonferenz beschlossen, dass man doch eigentlich und sowieso viel mehr für die Brautpaare und für die Begleitung der Ehepaare tun will.
An Beschlüssen dazu mangelt es nicht, aber schon eher an der Umsetzung. Man sollte, man könnte, man müsste... - und das war's dann auch schon wieder bis zum nächsten Mal, siehe meinen früheren Artikel ---> HIER !
Während die Priester sich in vielen Jahren auf ihr Amt und den Zölibat vorbereiten, werden die Heiratswilligen geradezu stiefmütterlich behan-
delt, von Ausnahmen abgesehen. Wobei es auch Diözesen gibt, die da deutlich strengere Maßstäbe anlegen; in Spanien gibt es teilweise zehn-
monatige Ehevorbereitungskurse.

Einen ganz anderen Weg gehen Pfarrer wie Jaroslav Duda, die die Paare auch nach der Hochzeit regelmäßig begleiten - und so wundert es nicht wirklich, dass er unter bestimmten Bedingungen sogar eine mindes-
tens 15-jährige Ehe-Garantie gibt.
Wie es heißt, hat sich noch keines der von ihm getrauten Paare scheiden lassen. Man schaue ---> HIER und HIER und Video HIER !

Kommentare:

  1. Diözesaner Bürohengst17. April 2017 um 15:16

    Ein schwieriges Thema!
    Die service-orientierte moderne Kirche hat den
    grundlegenden Fehler gemacht, es der "Kundschaft"
    so leicht wie möglich zu machen, alles "Mäulchesmaß",
    wie man sagt.
    Dazu gehört, dass man es längst aufgegeben hat, eine
    vertiefte Ehevorbereitung anzubieten; heute ist man
    froh - ich weiß das aus vielen Gesprächen mit Priestern -,
    wenn die Brautpaare für ein, zwei Gespräche kommen,
    bei denen es um alles Mögliche geht, um den Kirchen-
    schmuck, um die Liedauswahl usw.
    Nach der Brautmesse sieht man die meisten dann nicht
    mehr wieder.
    Man hat sich damit arrangiert, und es tut ja auch nicht
    wirklich weh, so lange die Kirchensteuer fließt.

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  2. Solange die Tradis auf der einen Seite kritisieren, dass unsere Priester keine Zeit für eine gewissenhafte Ehevorbereitung sich nehmen (oder gnädiger: haben) und überhaupt viel zu wenig sich um die eigentlichen geistlich-sakramentalen Vollzüge kümmern, auf der anderen Seite aber aufschreien, wenn in der ED München Laien mit der Gemeindeleitung betraut werden, um die Priester von den erdrückenden administaiven Lasten freier zu machen, damit sie wieder zu Eigentlichen kommen - solange die Tradis in diesem Widerspruch befangen sind, wird sich gar nichts ändern.

    Die Priester werden, weil sie nach dem hierrarchischen Kirchenbild der Tradis ja die alleinigen "Leiter" sein müssen, weiterhin einen Großteil ihrer Zeit in Gremien zubringen müssen. Zu Lasten der Ehekatechese u.v.a.

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    1. @Balthasar: Der Gremiensozialismus ist weder katholisch noch gut, sondern bürgerlich und schädlich. So wurden Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände von Bismarck eingeführt, um die Kirche unter bürgerliche Kontrolle zu bringen. Nun mag dem modernen Konzilskatholiken Bürgerlichkeit und Kirchgang Gleiches vom Gleichen zu sein, tatsächlich ist dies jedoch nicht so.
      Und so vertreten die Traditionalisten selbstredend keinen Widerspruch; während sich die, die sich die allgegenwärtigen Gremien nicht einmal weggelassen denken können, hier natürlich einen sehen müssen. Der ist jedoch in ihrem eigenen - beschränkten - Denken begründet. Die Welt sieht anders aus als das Pippi-Langstrumpf-Utopia des Nochkirchgängerrestes, der die Kirche solange weiter totverwaltet, bis der große Gott endlich in ihr kleines Unverständnis paßt - und auch so weichgespült ist, daß er ja keine Ecken mehr hat - weil die ja so Aua machen.
      Doch selbst mit schwatzhaft-bürokratischer Gremienunkultur könnten Priester auch anders entlastet werden: Ähnlich den Redanturen könnten sie über eigene Sekretäre, Verwaltungsfachleute bzw., je nach Größe der verantworteten Region, entsprechend große professionelle Mitarbeiterstäbe verfügen. Und vor allem könnte auch die Kirche die allgemeine Bürokratiegläubigkeit einfach ablegen. Was wirklich gemacht werden muß, macht ein fähiger und gottesgläubiger Priester unter einem begnadeten Bischof mit ein paar gelegentlich beanspruchten Helfern, die er sich sucht, locker mit links neben Urlaub, Pastoral und liturgischem Dienst.
      Überhaupt muß man aufhören, den Priestermangel künstlich zu fördern und zu verschärfen. Es ist ja so, daß, weil man PriesterInnen und Laienwichtigtuerei WILL, alles getan wird, um einen Priestermangel künstlich zu produzieren. Das ist nicht nur voluntaristische Fehlgeleitetheit, sondern unseriös und bösartig.

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  3. ein Priester (75 Jahre)17. April 2017 um 15:37

    Was sollen die ohnehin überlasteten Priester
    denn noch alles machen?
    Ist es nicht Aufgabe der Eheleute selbst,
    sich um die "Gesunderhaltung" ihrer Beziehung genau so
    zu kümmern wie um ihre anderen Dinge?
    Wie viel Zeit wird ins Fernsehen investiert, in
    Sportvereine usw.?
    Die Pfarrer sind da gefragt, ja, aber erst in
    zweiter Linie!

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  4. Sagen wir mal so:
    Wenn die Deutsche Bischofskonferenz wirklich
    was dazu bewegen wollte, müsste sie deutlich mehr
    bringen als ein neues Papier.
    Dass die Ehebegleitung eine genuine Aufgabe für Priester
    ist, sehe ich nicht. Hier können gut ausgebildete Pastoral-
    referenten ebenso tätig werden.
    Aber die Grundentscheidung müsste endlich mal gefällt werden:
    Wie sieht eine katholische Ehevorbereitung aus?
    Was muss zeitlich und thematisch verpflichtend investiert
    werden, was ist dagegen optional?
    Auch mir sind Fälle bekannt, da gab es vor der Trauung
    gerade mal ein einziges Gespräch mit dem Pfarrer mit
    einer Dauer von maximal 25 Minuten...

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    1. Doch, die Begleitung eines Sakraments (das ist die Ehe) ist eine genuine priesterliche Aufgabe.
      Aber dafür müssen die Priester eben von den administrativen Leitungsaufgaben entlastet werden.

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  5. Falls es noch eines Beweises bedurft hätte,
    wie enorm hilfreich bis hin zur Vermeidung von
    Scheidungen die regelmäßige Gesprächsbegleitung
    durch einen Seelsorger ist - dieser Pfarrer hat
    ihn erbracht.
    Die Kehrseite: Sein Erfolg macht auch deutlich,
    wie sehr die Amtskirche durch ihr Fehlverhalten,
    durch mangelnde Hilfestellung MITSCHULD ist an
    vielen Ehescheidungen!

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  6. Ich bin seit 32 Jahren zusammen, ohne den religiösen Klimbim

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  7. Eine wunderbare Idee des Pfarrers,
    ich werde das weiterverlinken!

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