Samstag, 22. April 2017

Für sehr viele Kommunionkinder ist morgen der Tag ihrer feierlichen Letztkommunion!

Wie gerne würde ich mich in diesem Falle so richtig kräftig irren! - Aber es ist allseits be-
kannte Realität, dass für mehr als 85 % (geschätzte Zahl) die feierliche Erstkommunion auch zugleich die feierliche Letzt-
kommunion war.
Man lese meinen früheren Artikel dazu ---> HIER !

Viele Pfarrer haben da längst resigniert: Das ist eben so, wir wissen es ja schon vorher, also wozu noch aufregen?! - Klar gibt es einige Modelle, die da ein wenig Abhilfe schaffen wollen, aber ein durchschlagender Erfolg ist wohl nicht in Sicht.
Auch die bloße "Tauferneuerung" als alternatives "Dumping-Angebot" bringt offenbar wenig; der betreffende Priester hat inzwischen das Hand-
tuch geworfen und sich eine Auszeit genommen. ---> HIER ! 

Die Erstkommunion - nur noch ein "Event"-Angebot, dass man halt so "mitnimmt", weil es doch so schön feierlich ist?

Kommentare:

  1. Manche Seelsorger nennen es "das große Schaulaufen" - die Mädchen in schicken Kleidchen, die Jungs im Anzug, und schon bei der Dankandacht am Nachmittag fehlen 30 - 40 %, denn man will schließlich in Ruhe mit den Verwandten und Freunden Erstkommunion feiern...
    So ist das in Zeiten der Kirchensteuer-bezogenen Kirche.
    Der Kunde zahlt, die Kirche hat zu liefern - und bitte keine
    aufdringlichen Fragen zu stellen!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dann sorgen Sie doch dafür, dass die böse Kirchensteuer abgeschafft wird, Hochwürden. Aber das wollen Sie dann doch nicht, gelle? Schließlich muss ja Ihr gutes Gehalt gesichert werden.

      Löschen
  2. In Frankreich heisst der Tag: "Adieu de Église"

    AntwortenLöschen
  3. Weil das so ist, reißt sich auch keiner mehr ein Bein aus.
    Man bringt es hinter sich.

    AntwortenLöschen
  4. Nun, wundert es wirklich ?
    Die Erstkommunion findet halt (absichtlich ?) in einem dummen Alter statt ... alt genug um zu merken, dass am Glauben nichts dran ist, aber zu früh um sich (rechtlich) dagegen wehren zu können.
    Also lässt man es über sich ergehen und greift halt die Geschenke noch ab.
    (Gleiches trifft oftmals auch auf die Firmung zu, wenn die Firmung, wie damals bei mir, vor dem 14. Geburtstag stattfindet.)
    Die Kirche(n) hoffen halt darauf, dass wenigstens ein paar als Steuerzahler Mitglied bleiben ...

    AntwortenLöschen
  5. Es ist nicht akzeptabel, daß die, die hierfür verantwortlich sind, für die eigenen Misserfolge und die eigene Unfähigkeit die Kinder oder die Eltern verantwortlich machen.
    Der Kirche steht das komplette Spektrum an Maßnahmen frei, alles zu unternehmen, um die von ihr bemängelten Zustände zu verändern. Und in anderen Ländern wird auch davon Gebrauch gemacht.

    Man könnte querulante Eltern samt Kindern ausschliessen, die Vorbereitung anders durchführen, von der jahrgangsmässig vollständigen Durchführung absehen und vieles mehr.
    Bereits beim ersten Elternabend bei der Erstkommunion meines Sohnes, in dem es eigentlich nur um die Anmeldung ging, ereiferte sich ein Lehrer (!) über den nach seiner Ansicht vollständigen Blödsinn dieser Sache.

    Ich hätte erwartet, daß der damalige Vikar ihm klipp und klar sagt, daß er es doch unter diesen Umständen schlichtweg sein lassen solle, aber zu meiner Verwunderung geschah nichts dergleichen.
    In diesem Jahr wurde eine Kommunionkind gleich für die ganze Zeit abgemeldet: An dem Nachmittag habe das Kind Klavierunterricht und das sei wichtiger, so die Eltern. Wer sich das bieten lässt und da mitmacht, hat selbst Schuld.

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================