Mittwoch, 19. April 2017

Gelöschte Internetseite des Bistums Trier wegen Priesterkandidat: Es ist alles ganz anders...

Das ist doch mal erfreulich: Mein Fragezeichen in der Schlagzeile meines heutigen Artikels über die Löschaktion des Bistums Trier war voll berechtigt - eben teilte mir der betroffene Priesteramtskandidat per E-Mail mit, die Löschung der Seite sei auf seinen eigenen Wunsch hin erfolgt, er habe die Internetredaktion des Bistums darum gebeten.
Und knapp eine Stunde später
kam ein Leserkommentar des Bistums Trier herein, den ich unverzüglich freigeschaltet habe: Darin bestätigt das Bistum die Aussage des Priesteramtskandidaten: Ja, wir haben das auf seinen Wunsch hin gelöscht!

Ich mache da diesen kleinen Extra-Artikel draus, weil auch mir an dieser Richtigstellung liegt, und an die Verantwortlichen im Bistum Trier: Sorry, wenn ich da in Unkenntnis einen falschen Verdacht geäußert habe, ich bitte um Nachsicht und Entschuldigung!
Wie gut, dass Sie sich bei mir gemeldet haben...

Kommentare:

  1. Es darf davon ausgegangen werden, dass der Junge Kandidat massiv durch die modernistischen Kräfte im Trierer Ordinariat unter Psychodruck gesetzt wurde, um diese fragwürdige "Erklärung" abzugeben.

    AntwortenLöschen
  2. Diözesaner Bürohengst19. April 2017 um 15:22

    Es ehrt den Kreuzknappen, dass er unverzüglich
    eine Klarstellung liefert, und dann sogar als Extra-Artikel.
    Dennoch sehe ich das nach wie vor etwas anders:
    Der Löschungswunsch des Kandidaten hätte vom Bistum
    gerade jetzt im laufenden "Konflikt" nicht ohne Kommentar
    erledigt werden dürfen.
    Dem Kandidaten ist kein Vorwurf zu machen, aber die
    Internetredaktion des Bistums hätte - statt einfach die
    Seite vom Netz zu nehmen - wissen können, dass dies
    zu "Missverständnissen" führt.

    http://cms.bistum-trier.de/bistum-trier/Integrale?MODULE=Frontend&ACTION=ViewPage&Page.PK=6254

    Genausogut hätte man eine Einblendung einbauen können,
    die dem Leser die Mitteilung macht, dass die Löschung
    auf Wunsch des Kandidaten erfolgt ist.
    Merke: Im Konfliktfalle sollte man als im Umgang mit
    Personalangelegenheiten sehr erfahrenes Bistum alles
    daran setzen, zusätzliche Missverständnisse zu
    vermeiden.
    Auf jeden Fall freue ich mich, dass damit ein gutes
    Ende der Angelegenheit erreicht ist.

    AntwortenLöschen
  3. Was sagt uns das - bei einigem Nachdenken! -,
    dass jener Priesteramtskandidat selbst um Löschung
    der Seite mit seiner Lebens- und Berufungsentscheidung
    gebeten hat?!
    Richtig - man muss wohl davon ausgehen, dass er keinen
    Sinn mehr darin erkennen konnte, für das Priestertum
    bzw. für die Priesterausbildung im Bistum Trier durch
    das persönliche Statement "Werbung" zu machen.
    Und genau das ist das eigentliche Thema, meine ich:
    Welches Klima und welche "kirchenpolitische" Ausrichtung
    in so manchem Priesterseminar bremst eher die Entscheidung
    zum Priestertum, statt sie zu fördern?!
    Da könnte ich zum Bistum Trier einiges beitragen,
    was das PS in Trier betrifft, aber hier gilt:
    Wem nutzt es?
    Also schweige ich lieber darüber.

    AntwortenLöschen
  4. Gut, dass das Bistum Trier im vorigen Artikel
    des Kreuzknappen über die Löschung selbst auch
    Stellung genommen hat.
    Dass die Verantwortlichen in Trier den jungen
    Kandidaten nach Luxemburg abwandern lassen, ohne
    ihm Steine in den Weg zu legen, ist doch wohl
    selbstverständlich!
    Aber warum ist es so weit gekommen?
    Warum wird sowas immer unter den Teppich gekehrt?
    Es wäre sicher hilfreich, die Probleme von
    Kandidaten, die sich offensichtlich in Trier
    (oder sonstwo) nicht gut aufgehoben fühlen,
    ernster zu nehmen.
    Und vielleicht würde es auch nicht schaden,
    anhand des aktuellen Vorkommnisses darüber nach-
    zudenken, ob die ganze Richtung in Trier überhaupt
    stimmt.
    Das kann und will ich nicht beurteilen, aber
    wenn ich lesen muss, dass man in Trier bereits einen
    Teil der Priesterausbildung dichtmachen musste
    (zu wenige Kandidaten), dann ist doch was faul.

    AntwortenLöschen
  5. Klatsch- und Tratschgeschichten im Tradiland, echt vorbildlich! Der selbe Tratsch wird aus dem Vatikan über Franziskus verbreitet. Die Leute sollten einfach mehr die Klappe halten, wenn sie nicht wissen, wie die Faktenlage ist.

    AntwortenLöschen
  6. Respekt vor dem Kreuzknappen!
    Fehler eingestehen ist nicht gerade die
    Stärke von Kirchenseiten.
    Die Priesterausbildung in Trier ist ein Thema für sich,
    und offensichtlich hat bei der sicher nicht einfachen
    Entscheidung des Diakons auch der Sitzungskatholizismus
    "Synode" und der Stil im Priesterseminar eine Rolle ge-
    spielt.
    Nun hat man sich in Trier ja mit ein paar anderen Bistümern
    zusammengetan und organisiert einen Teil der Ausbildung in
    St. Georgen bei Frankfurt.
    Ich erinnere mich noch an die Pressevorstellung des Neu-
    baus. Ganz stolz verkündete man, worauf es nach Meinung der
    Verantwortlichen ankommt: Jeder Priesterkandidat bekommt
    ein schönes Zimmer mit eigenem WC und sogar mit eigener
    Dusche.
    So ist das - man muss eben bei der Ausbildung Prioritäten
    setzen.

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
=================================================================================