Freitag, 21. April 2017

Hat "katholisch.de" recht? - Ist die Kirche in der Schweiz (Chur) in schlimmem Zustand?

Heute würden in der Schweiz die Sektkorken knallen, ver-
mutet der "katholisch.de"-Journalist Kilian Martin. Bischof Huonder wird 75 - also ist sein Ende als amtierender Bischof in Reichweite. 

Der Kommentar fällt mir  positiv auf, denn er schaut tiefer und sieht die Kirche in der Schweiz bzw. im Bistum Chur in einer schlimmen Verfassung: "Der eigentliche Skandal" ist nicht ein Bischof, der mit seiner häufig ungeschickt vorgebrachten Lehr-
amtstreue die vermeintlich fortschrittlichen Katholiken erzürnt, sondern der Skandal besteht in der ständigen Feindseligkeit gegeneinander
in der katholischen Kirche, ein bewusster Konfrontationskurs

Da hat Kilian Martin leider recht, meine ich!
Man schaue den Artikel bei "katholisch.de" ---> HIER !

Kommentare:

  1. Ein unseliges Kapitel in der neueren Kirchengeschichte,
    aber es gibt nicht nur die beiden Kampfparteien in der
    Schweiz, sondern auch eine voreingenommene Presse.
    Selbst katholische Journalisten schrecken da manchmal nicht
    vor Halbwahrheiten zurück.
    Gerade bei "katholisch.de" kann man auf diesen aktuellen
    Artikel bezogen bei "Facebook" den Leserkommentar eines
    anderen "katholisch.de"-Redakteurs lesen, der doch tatsäch-
    lich allen Ernstes behauptet, Bischof Huonder habe die
    TODESSTRAFE für Homosexuelle gefordert - eine Unverschämt-
    heit!

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    1. Nun geilen sich einige (auch kath. Journalisten)
      an einem einzigen Vortrag auf, anstatt die Gesamt-
      situation zu betrachten.
      Aber abgesehen davon ist das Manuskript des Vortrages
      ganz klar - der Bischof hat lediglich zitiert, was
      in der Bibel steht:

      http://www.bistum-chur.ch/wp-content/uploads/2015/08/Vortrag.pdf

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  2. Auch Bischof Huonder ist nicht befugt, die Bibel
    so umzuschreiben, wie die Homos in und außerhalb der
    Kirche das gerne hätten.
    Sein Vortrag beim Kongress "Freude am Glauben" mag miss-
    verständlich formuliert worden sein, aber eine Attacke
    auf Homos oder gar die Forderung nach Todesstrafe war das
    nicht.
    Das weiß übrigens auch jeder - außer manchen Journalisten -,
    denn die Homos sind damals gegen Bischof Huonder vor Gericht
    gezogen und haben mit Pauken und Trompeten verloren!!!

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    1. Hier ist ja wieder die geballte theologische Tradiborniertheit unterwegs. Bibel gleich Wort Gottes, wie im Koran. Aber dann darf auch ein Bischof auf keinen Fall unverheiratet sein und jedweder Amtseid muss in der Kirche sofort abgeschafft werden.

      Aber letztendlich kann man sich darauf verlassen, dass die Tradis sich selbst entlarven, wie Studiosus und Mynonarius oben perfekt vorexerzieren :-))

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  3. Redakteur Martin kann man nur zustimmen - die Katholiken
    in der Schweiz führen sich auf wie Spätpubertierende,
    eine Schande ist das, und unchristlich dazu!
    Man sollte auch nicht so tun, als hätten die Churer
    nur mit Bischof Huonder Probleme gehabt,
    denn mit dem Vorgänger Bischof Haas lagen sie auch im
    Clinch, und das wird jedem weiteren Bischof so passieren,
    der mit den ZEITGEIST-Katholiken nicht einer Meinung ist.
    Die katholische Kirche in der Schweiz ist nur noch
    bedauernswert.

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  4. Sehr guter Kommentar von Kilian Martin!
    Eigentlich müsste man alle Streithähne in der Schweiz
    in einen Sack packen und draufhauen - man träfe immer
    die Richtigen.
    Nein, ich rufe hier nicht zur Gewalt auf, sondern
    ich will sagen, was auch der "katholisch.de"-Autor
    betont: Das war kein Ruhmesblatt für die Katholiken.
    Offenbar sind Katechismus und 10 Gebote in der
    Schweiz weitgehend unbekannt.

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  5. Das Problem ist nicht so sehr der Bischof selbst, sondern das erotomanische Netzwerk um ihn herum, das engstens mit dem Engelwerk, gloria.tv und den in der Schweiz untergetauchten Strippenziehern der Immakulata-Franziskaner verbandelt ist. Die vielen rechtsextremen Männer, die Huonder zu Priestern geweiht und protegiert hat, lassen sich nicht so schnell aussortieren und werden ihr Unwesen weitertreiben. Das Gute daran ist nur, dass man auf gloria.tv in den Leserkommentaren der betreffenden Kollarträger immer wieder interessante Insiderdetails aus dem engsten Umfeld des Bischofs erfährt. Zum Bsp. wissen wir von dort, dass Huonder die Gültigkeit der Wahl des gegenwärtigen Papstes im engeren Kreis offen bezweifelt und seinem Klerus rät stillzuhalten, bis der Spuk vorbei ist, und dann zuzuschlagen. Darauf sollten sich die Kirchenjournalisten bei ihren Recherchen mal konzentrieren.-

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    1. Schön, dass Sie wieder unter uns weilen, Jorge!

      Aber Vorsicht, wenn man mit Gerüchten hausieren geht
      und das dann als "wissen wir von dort" verkaufen will.
      Es gibt auch in Schweizer kirchlichen Kreisen Dumm-
      schwätzer und Wichtigtuer, die gehört haben wollen,
      was Bischof Huonder angeblich mal gesagt hat.

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  6. Ein erstaunlich objektiver Artikel bei "katholisch.de",
    zu recht vom "Kreuzknappen" entdeckt und verlinkt.

    Aufschlussreich ist auch das Verhalten von einigen Mit-
    brüdern im Bischofsamt; so hatte sein Kollege Bischof
    Büchel nichts besseres zu tun als Huonder öffentlich
    in den Rücken zu fallen.
    Gerade er wusste, dass man aus einem 45 Minuten Vortrag
    nicht zwei Minuten herauspicken darf.
    Das nehme ich ihm übel!

    http://www.kath.net/news/51611

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  7. Der echte Normalkatholik21. April 2017 um 13:31

    So wie an diesem Beispiel in der Schweiz wird es
    in kleinerem Maßstab doch in vielen deutschen Pfarreien
    praktiziert: Da spielen sich einige Wichtigtuer unter
    den Laien zu Hilfspfarrern auf und torpedieren den Seel-
    sorger, wo sie nur können.
    Kein Wunder, dass es kaum noch Priesteramtskandidaten
    gibt, wenn jeder Hinz und Kunz in der Kirche den Mund
    ganz weit aufreißen darf und über Priester herzieht.

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