Freitag, 14. April 2017

"katholisch.de": Den Karfreitag als freien Tag ganz abschaffen, damit andere nicht "darauf herumtanzen" können!?

Kaplan Christian Olding spricht für "katholisch.de" ab und zu vor laufender Kamera ins Mikrofon; in der Serie unter dem etwas hoch gestapelten Titel "Klartext" nimmt er mit knappen Worten Stellung zu aktuellen Themen aus Kirche und Welt - siehe meinen Artikel darüber...
---> HIER !

Gerade hat er das Thema "Tanzverbot am Karfreitag" im Visier, und da ärgert sich Olding verständlicherweise über diejenigen, die noch nicht mal einen "stillen" Tag im Jahr zulassen wollen, sondern möglichst ganzjährig alles mit
Musik und Lärm volldröhnen wollen.

Das führt bei ihm allerdings dann zu einem kühnen Schluss: Damit man nicht länger auf seinen Gefühlen und auf dem Karfreitag herumtanzen kann (das haben ja einige Spezies vor Gericht in begrenz-
tem Umfang im Einzelfall durchgeboxt)
, plädiert er dafür, den freien
Tag komplett abzuschaffen und diesen Feiertag zu einem ganz normalen Arbeitstag zu machen.

Na, ob er da den paar tausend Schreihälsen Gelegenheits-
tänzern nicht zu viel der Ehre antut?

                                 Den Direktlink zu diesem Video gibt's ---> HIER !

Kommentare:

  1. Da käme dann aber das Problem auf uns zu,
    wie wir mit den anderen kirchlichen Feiertagen
    verfahren - auch alle abschaffen,
    weil etliche die missbrauchen oder sowieso nicht
    in die Kirche gehen???
    Da hat der Kaplan etwas zu kurz gedacht.

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  2. Der Vorschlag ist nachdenkenswert. Im angelsächsischen Teil der Welt, insbesondere in den viel christlicher geprägten USA, ist der "Good Friday" ein ganz normaler Arbeitstag, und dennoch tief im Bewußtsein der Menschen verankert.

    Eine "entweltlichte Kirche" (Benedikt XVI.) sollte sich ohnehin ihre Heiligen Tage nicht durch die Welt, also durch staatliche Gesetze, schützen lassen. Sie muss aus eigenen Kräften dafür einstehen.

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  3. Ich plädierte dafür, die christlichen Feiertage
    auch nur für die Christen arbeitsfrei zu lassen,
    die anderen sollten in dieser Zeit arbeiten gehen!

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    1. Witzig, kleines Problem nur, wie willst du das rein rechtlich begründen ?
      Unser Grundgesetz macht dir da einen Strich durch die Rechnung :D

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    2. Traditionalistische Katholiken fühlen sich eh nicht an das Grundgesetz gebunden. Sie akzeptieren nur ein Staatswesen, das die hierarchische Struktur der Kirche als "societas perfecta" getreu abbildet. Also ein autoritäres System, entweder eine Diktatur à la Franco oder Pinochet oder eine Monarchie, beide selbstverständlich mit dem Katholizismus als einzig privilegierter Staatsreligion.

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    3. Wofür Sie uns ja sicher noch Beweise
      erbringen, Norbert!
      Ich selbst bin ein sogenannter Tradi
      und ein energischer Verfechter unserer Demokratie,
      wirke als Stadtrat in der CSU mit und engagiere
      mich in diversen anderen Gremien.
      Vielleicht verzichten Sie ganz einfach mal
      auf Ihre plumpen Vorurteile?

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    4. Dann lesen Sie mal z.B. bei Erzbischof Lefebvre, oder bei diversen vorkonziliaren Päpsten nach, was die traditionelle Lehre der Kirche zu Thema "Demokratie" und "Modernismus" zu sagen hat. Wenn Sie sich selber als "Tradi" ernst nehmen, können Sie nicht gleichzeitig "energischer Verfechter unserer Dekratie" sein. Das ist wie Feuer und Wasser.

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    5. Aber, aber, Norbert,
      bitte keine Tricks - so gesehen könnten Sie
      auch argumentieren, dass Jesus bzw. Gott gegen
      die Demokratie ist.
      Die Piusbrüder sind ja nicht gegen die Demokratie,
      wohl aber gegen eine, die Gottes Gebote missachtet.
      Dabei machen sie vom Recht auf freie Meinungs-
      äußerung Gebrauch.

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  4. Für alle einen Stillen Arbeitstag!

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