Freitag, 7. April 2017

Papst Franziskus soll "ranghohen Mitarbeiter" im Vatikan rausgeschmissen haben...

Über Spekulationen liest man gerade bei "katholisch.de" und etlichen internatio-
nalen Quellen. Demnach soll Papst Fran-
ziskus persönlich interveniert haben, um einen "ranghohen Mitarbeiter" zu entlassen, der einmal mit Eugene Hasler, ein andermal mit Eugenio Hasler angegeben wird.
Hasler habe als Sekretär des zweithöchsten Mitarbeiters
im Governatorat des Vatikan-
staates gearbeitet und habe einen zu auto-
ritären Stil entwickelt; über die näheren Umstände der Entlassung wollte der Vati-
kansprecher sich auch auf Rückfrage nicht äußern.

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !
Ganz neu ist persönliches Eingreifen von Papst Franziskus übrigens nicht, wenn wir da mal an den Rausschmiss des Schweizergarde-Kommandanten denken... ---> HIER !
Es mag jetzt einige überraschen, aber ich bin da nicht ohne weiteres bereit, den Papst für diesen jüngsten Fall zu kritisieren. Zum einen wissen wir viel zu wenig über die näheren Umstände, und zum anderen weiß ich auch aus meiner Lebenserfahrung, dass es wirklich Mitarbeiter in Betrieben geben kann, die anderen das Leben schwer machen, und da kann es in Ausnah-
mefällen auch schon mal nötig sein, einen Schlussstrich zu ziehen und
den Betreffenden in die Wüste zu schicken. 

Normalerweise muss sich allerdings bei großen Bürokratien nicht der oberste Chef persönlich um sowas kümmern, das  ist also schon etwas befremdlich...

Kommentare:

  1. Man kann wohl darüber streiten, ob das wirklich
    ein ranghoher Mitarbeiter war.
    Dass es nach einer Woche immer noch kein schriftliches
    Entlassungsschreiben gibt und der Vatikansprecher sich
    in Schweigen hüllt, könnte aber auch ein Hinweis darauf
    sein, dass der Papst mal wieder zu spontan gehandelt
    hat und ohne Rücksprache mit den Zuständigen entschieden hat.

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  2. Wie immer: Papst Franziskus mischt sich
    in alles ein. Nun muss man nachträglich nach
    Gründen suchen - zumindest sieht es so aus.

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  3. Ordinariatsgeschädigter7. April 2017 um 06:04

    Ich finde es unangebracht, dass "katholisch.de"
    und dann auch der "Kreuzknappe" sich im Stil
    von Klatsch-und-Tratsch-Magazinen darüber auslassen,
    was denn da gewesen sein könnte, ohne wirkliche
    Informationen zu haben.
    Vielleicht ist es einfach so, dass die Organisation
    im Vatikan immer noch schlecht strukturiert ist
    und deshalb keiner so richtig zuständig ist, um eine
    Entlassung eines hohen Mitarbeiters auszusprechen.
    Es könnte also sein, dass man sich beim Papst
    beklagt hat, so könne das nicht mehr weitergehen,
    das Arbeiten mit dem Betreffenden sei eine Zumutung etc.
    Und da hat dann der Papst spontan eingegriffen
    und dem Ärgernis ein Ende bereitet.
    Das Fehlen der Entlassungspapiere deutet darauf hin,
    dass er damit die Vatikanbürokratie völlig überrascht
    hat, und nun muss erst noch nachgearbeitet werden,
    damit das auch juristisch wasserdicht wird.

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  4. Üblicherweise schwärmen die Tradis doch von
    Männern, die hart durchgreifen.
    Nun macht genau das der Papst, und dann ist es
    auch wieder nicht recht.
    Es ist doch gut, dass die Angestellten im Vatikan
    spüren, dass Papst Franziskus sich nicht auf dem Kopf
    herumtanzen lässt. Dann schaffen sie auch wenigstens
    was; ich habe die Trödeleien italienischer Verwaltung
    selbst mal hautnah erlebt und da denke ich an Papst
    Johannes XIII., der einmal gefragt wurde, wieviele Leute
    eigentlich im Vatikan arbeiteten.
    Seine Antwort: "Ich schätze, etwa die Hälfte...!"

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    1. Ja, das ist wirklich lustig. Seit dem unliebsamen Papst entdecken die Tradis plötzlich Demokratie, soften Leitungsstil und flache Hierarchien. Als wären sie schon immer dafür gewesen.
      Die italienische Lebensart macht sich natürlich auch in der Kurie breit. Da gibt's jede Menge faule Säcke.

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    2. Die Tradis sollen für Demokratie sein?
      Hab ich da irgendwas verpasst???

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  5. Personalangelegenheiten gehören nicht
    in die Presse, auch zum Schutz des Angestellten.
    "katholisch.de" sollte das eigentlich wissen.

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