Mittwoch, 12. April 2017

Priester kritisierte Papst Franziskus in der Predigt - Bischof verpasst ihm eine "Auszeit"

Der Priester Don Edward Pushparaj hat in den letzten Wochen in seinen Predigten mehrfach Kritik an Papst Franziskus geübt - und sich damit erst einmal erboste Zwischenrufe von Mess-
besuchern eingefangen -
und anschließend eine
vom zuständigen Erzbischof befohlene "Auszeit"

Der Priester stehe immer in Gemeinschaft mit dem Heiligen Vater,
und da stehe es ihm nicht zu, den Papst als "schlecht" für die Kirche
zu bezeichnen, erklärte der Erzbischof von Pescara-Penne, Tommaso Valentinetti.
Außerdem dürfe die Predigt keine persönlichen Urteile enthalten, sondern sie sei an die zugeordneten biblischen Lesungen gebunden. ---> HIER und italienisch HIER !

Im Grunde, so meine ganz persönliche Meinung, hat der Erzbischof da recht - und dem Priester jetzt erst mal Ruhe und Zeit zum Nachdenken zu verordnen, zusammen mit einem vertraulichen Gesprächsangebot des Erzbischofs, und ihn damit auch aus der Schusslinie zu nehmen, ist sicher gut.
Schön wäre es nur, wenn mit gleichem Maß gemessen würde - es sind sicher noch eine ganze Reihe von Priestern zu finden, die in der Predigt häufig ihre persönlichen Ansichten verbreiten.

Kommentare:

  1. Das war doch eine gute Gelegenheit für den Erzbischof,
    beim Papst zu punkten und sich für eine höherwertige
    Tätigkeit im Vatikan ins Gespräch zu bringen.
    Im übrigen ist es richtig, dass alle Priester mit dem
    Papst Priester sind, das gilt allerdings auch für Kardinäle
    und für Theologie-Professoren, die Priester sind.
    Wenn ich nur an Papst Franziskus denke, wieviel Kritik
    er einstecken musste...

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    1. Die Kontaktaufnahme ist bereits erfolgt

      http://www.photovat.com/PHOTOVAT/FRANCESCO/2014/GIUGNO%202014/13062014_VALENTINETTI/content/bin/images/large/01156_13062014.jpg

      http://www.photovat.com/PHOTOVAT/FRANCESCO/2014/GIUGNO%202014/13062014_VALENTINETTI/content/bin/images/large/01169_13062014.jpg

      Mit seinem ungepflegten Äußeren (nicht rasiert)
      wird er allerdings Minuspunkte sammeln.

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    2. @Studiosus:
      Ihr Satz "Wenn ich nur an Papst Franziskus denke, wieviel Kritik er einstecken musste..." - das war wohl ein klassischer Freudscher Verschreiber.

      In der Tat, von Ihnen musss Papst Franziskus sehr viel Kritik einstecken...

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  2. Wie bei der rechtskatholischen kath.net-Community, woher der Kreuzknappe diese Meldung hat, wird sich demnächst das Tradi-Geschwader in Begeisterung über den "Helden-Priester" und in Schnappatmung über den "Mietling"-Bischof ergehen...

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    1. Zu dumm nur, Magdalene,
      dass aus meinem obigen GELBEN Link
      hervorgeht, woher ich die Meldung wirklich habe...
      Aber einen Versuch war's wert...

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    2. Helmut Tschiedel12. April 2017 um 16:04

      Sie sollten Romane schreiben, Magdalene,
      die Phantasie ist offenbar reichlich vorhanden.

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  3. Diözesaner Bürohengst12. April 2017 um 15:45

    Die Entscheidung des Erzbischofs (Auszeit und
    persönliches Gespräch mit dem Priester) ist klug
    und richtig.
    Eine andere Frage ist die, ob man immer bei Protesten
    aus dem Publikum derart rigoros vorgeht - oder ob es
    hier darum ging, ein Exempel zu statuieren,
    was einem blüht, wenn man diesen Papst kritisiert.
    Auf jeden Fall ist es eine Fortsetzungsgeschichte, denn mit
    drei, vier Wochen "Exkommunikation" ist es nicht getan.
    Wo wird der Priester danach eingesetzt?
    Ich hätte es für klüger gehalten, man hätte ihn nicht
    sofort abgesetzt und damit gleich schwerstes Geschütz auf-
    gefahren.
    In Deutschland ist es oft so, dass der Priester erst
    einmal zum Personalreferenten des Ordinariates zitiert wird,
    und wenn das nichts hilft, bekommt er ein Gespräch beim
    Bischof und einen Vermerk in der Akte, dass er im
    Wiederholungsfalle...
    Sooooo aber entsteht tatsächlich der Eindruck von zweierlei
    Maß, und das ist sehr bedauerlich.

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  4. Wo bleibt hier (mal wieder) die vile beschworene "Barmherzigkeit" des gegenwärtigen Paptes? Nein, da wird gnadenlos durchgegriffen gegen einen armen kleinen Pfarrer, wie sich das ein Benedikt niemals getraut hätte. Abstoßend. Aber bezeichnend für diesen umdunkelten Pontifikat.

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    1. Hinzu kommt, dass es sich bei dem Pater,
      wie der Name schon zeigt, um einen Ausländer handelt,
      um einen Migranten aus Indien.
      Das ist besonders dreist, diese Gruppe von Menschen
      derart zu diskriminieren.

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  5. Wo bleibt da der Papst,
    der so gerne Leute anruft?
    Wo bleiben Vorbild und Barmherzigkeit?
    Die Telefonnummer des Priesters kriegt man im
    Vatikan schon raus.

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