Sonntag, 30. Juli 2017

Der Hamburger Messerstecher, die Helden mit Stühlen und der Verfassungsschutz...

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Man sei stolz in Hamburg,
kann man in der "WELT" lesen, und man betone "die Herkunft der Helden", denn
es sind Tunesier, die in einem Café sitzen und den wegrennen-
den Attentäter sehen und sich dann schnell verabreden, ihn mit Stühlen bewaffnet zu ver-
folgen und zu stellen, bis die Polizei kommt.
Ja, da können wir alle nur dankbar sein, dass es Menschen gibt, die Zivilcourage haben und sich dem Verbrechen in den Weg stellen, und da ist das Lob von Polizei und Medien durchaus angebracht.

Allerdings braucht man nicht viel Phantasie, dass aus dem Lob der Polizei schnell ein Tadel werden könnte: Andernorts haben es ebenfalls mutige Bürger unternommen, gegen Gewalttäter einzuschreiten, und bekamen nachher öffentliche Schelte, weil etwas schiefgelaufen war, weil sie oder andere dabei verletzt wurden etc. Was wäre in den Medien geschehen, wenn einer der Stuhl-Helden gestolpert und vom Attentäter mit dem Messer erstochen worden wäre?
Doch, es war gut so, aber wir sollten uns auch nicht in die Tasche lügen.
Es hätte anders ausgehen können!

Bemerkenswert auch, dass nach und nach immer mehr pikante Details über den Angreifer ans Tageslicht kommen, und es werden Erinnerungen an andere Fälle wieder wach. Sogar der Verfassungsschutz habe ihn auf-
gesucht, heißt es, und mit ihm gesprochen - und danach Entwarnung gegeben - eine fatale Fehleinschätzung!

Man achte beim ersten Link auch auf auf die Leserbriefe:
Man lese ---> HIER und HIER und HIER !