Dienstag, 13. März 2018

"Aqua-Night": Pfarrei fährt mit Jugendlichen in der Fastenzeit zum Wellness-Schwimmbad!

Der Papst scheint jedenfalls dafür zu sein, wenn man die einleitenden Worte zum betreffenden Artikel der Pfarrei liest.
Man macht dies bereits seit Jahren, und die gedankliche Verbindung zum Wasserspaß im Wellnessbad wird von den Seelsorgern in der Taufe gesehen, dann da gehe es ja auch um Wasser.
Es mag den einen oder anderen überraschen, aber vielleicht ist das ja wirklich eine Möglichkeit, die Jugend bei der Stange zu halten. Aber ich gestehe, etwas irritiert war ich schon darüber, dass man ausgerechnet in der Fastenzeit so eine Gaudi-Veranstaltung einbaut, aber immerhin mit einer "kurzen" Andacht auf der Rückfahrt im Bus.

Ich hätte es nicht gemacht, aber das ist meine ganz private Meinung, und ich maße mir nicht an, ohne detaillierte Kenntnisse der örtlichen Situation darüber abschließend zu urteilen. Es scheint ja über die Jahre eine positive Einrichtung der Pfarrei geworden zu sein.
Kritiker werden sicher anmerken, dass die Methode "Mit Speck fängt man Mäuse" zu einem anspruchslosen Verwöhn-Christentum führen kann, bei dem man es irgendwie hinbiegt, dass neben der "Gaudi" auch noch ein bisschen Katholisches dabei ist... 

Weiß jemand Näheres darüber?
Man schaue ---> HIER und HIER und Video HIER !

Kommentare:

  1. Ganz einfach:
    Reformkatholik: Egal wie, Hauptsache die Jugendlichen kommen!
    Tradi: Fastenzeit strikt einhalten, auch wenn dann keiner kommt!
    Da ist mir die unternehmungslustige Pfarrei lieber.

    AntwortenLöschen
  2. Es geht nicht darum, der Jugend den Spaß zu verderben,
    aber soooo kann man denen nicht vermitteln, was Fastenzeit
    bedeutet. Die "kurze" Andacht im Bus dient wahrscheinlich nur
    als Alibi.

    AntwortenLöschen
  3. ein Priester (76 Jahre)13. März 2018 um 16:50

    Mit aller Vorsicht, da auch ich die Details nicht kenne:
    Es gibt eine kirchliche Weisung zur Bußpraxis in der Fasten-
    zeit, und die wird m.E. durch diese Amüsiermaßnahme unter-
    laufen. Daran ändert auch eine "kurze" Andacht im Bus nichts,
    die in merkwürdigem Kontrast zu der restlichen Veranstaltung
    steht.
    Zitat aus der Weisung:
    ". Die österliche Bußzeit
    Alljährlich bereitet sich die Kirche in einer vierzigtägigen Bußzeit auf die österliche Feier des Todes und der Auferstehung des Herrn vor (vgl. GL Nr. 159).
    In dieser Zeit suchen wir Christen, uns und unseren Lebensstil so zu ändern, dass durch Besinnung und Gebet, heilsamen Verzicht und neue Sorge füreinander Christus wieder mehr Raum in unserem Leben gewinnt..."

    https://www.bistum-trier.de/bistum-bischof/bistumsverwaltung/kirchliches-amtsblatt/details/amtsblatt/weisung-zur-kirchlichen-busspraxis-1/

    AntwortenLöschen
  4. Es mag im Einzelfall Gründe dafür geben;
    ich würde es nicht tun.
    Die Fastenzeit ist bei uns in der Pfarrei ganz bewusst
    eine ruhige Zeit.
    Lesetipp:
    http://www.k-l-j.de/096_fastenzeit.htm

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================