Donnerstag, 29. März 2018

Fußwaschung am Gründonnerstag - pro und contra!

Jesus selbst hat den 12 Aposteln die Füsse gewaschen, nicht allen Jüngern und schon gar nicht der Öffentlichkeit generell.
Der Theologie-Professor Dr. Markus Tymister schreibt dazu, diese Zeichenhandlung Jesu sei ein Auftrag, nach seinem Beispiel zu handeln - eine unübersehbare Parallele zur Eucharistie - tut dies zu meinem Gedächtnis... ---> HIER !
Ein Exeget bestätigt dies: "Wie das Abendmahl ein Liebesmahl ist, so ist die Fußwaschung ein Liebesdienst." ---> pdf HIER !
Die Diözese Innsbruck schreibt darum in einer Orientierungshilfe, man solle genau prüfen, ob man diese symbolträchtige Handlung überhaupt vornimmt: Die Fußwaschung "bedarf sorgfältiger spiritueller und prak-
tischer Vorbereitung. Andernfalls ist es besser, sie zu unterlassen. Die Fußwaschung soll nicht zum biblischen Spiel werden..." 
---> pdf HIER !
Mit anderen Worten:   Man hüte sich - Papst und Bischöfe einge-
schlossen
- die Fußwaschung zu einem Spektakel zu machen, sie vor irgendeinen (politischen) Karren zu spannen. Das hat Jesus nicht getan und nicht gewollt.
Ein ganz praktisches Problem ist da auch die Scheu, die Fußwaschung durchzuführen und an sich geschehen zu lassen. Manche Gemeinden haben da erhebliche Probleme, und so kommt z.B. Pfarrer Bodo Windolf zu der Erkenntnis, es könne nicht angehen, dass die Fußwaschung zu einem Zei-
chen werde, das eher spalte als einige. Er hat daher dafür eine interessante Alternative vorgeschlagen ---> HIER !

Man möge es sich also reiflich überlegen...!



Kommentare:

  1. Ja, manchmal habe ich auch den Eindruck,
    dieses hochglanz-hygienische Nachspiel hat mit dem
    Sinn des Originals immer weniger zu tun.
    Es ist ein Schau-Waschen, dem nichts nachfolgt.
    Business as usual.
    In unserer Gemeinde kenne ich bestimmt 30 Katholiken,
    die ganz bewusst nicht in die Kirche kommen, weil sie
    das nicht gut finden und weil sie Angst haben,
    vielleicht "einspringen" zu müssen.

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  2. Bemerkenswerte Verlinkungen - danke für den Hinweis!
    Ich selbst bin kein Freund solcher irgendwie aufgesetzt
    wirkender Aktionen.

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  3. Man muss es schon so machen wie Franziskus, Muslimen und Gefangenen die Füße waschen, sich dann aber auch das ganze Jahr über für diese Menschen einsetzen. Ansonsten wird es zur Show, wenn man in der Liturgie auf Christ macht und im wahren Leben gegen andere Menschen hetzt!

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  4. Mutige Worte des Professors, der zwischen den Zeilen
    seine Verwunderung über Papst Franziskus ausdrückt.
    Bei uns in der Pfarrei wurde lebhaft diskutiert,
    und dann wurde beschlossen, die Fußwaschung nicht mehr
    durchzuführen, weil sich keiner mehr dafür bereitfand.

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  5. Die liturgisch inszenierte Fußwaschung war immer eine Show und wird es immer sein. Wer wem dabei die Füße wäscht, ist egal. Peinlich ist es immer.

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  6. Ich müsste überlegen wann genau aber vor 2 - 4 Jahren gabs hier schon mal ne Händewaschung für alle. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv.

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