Freitag, 30. März 2018

Jesus ist am Kreuz gestorben: Ist das nur ein Mythos, fragt "web.de/gmx.de"

Ein schrill-buntes Osterei hat uns heute der Internetverbund von "web.de" und "gmx.de" gelegt. Eine Bloggerin und Journalistin namens Miriam Zöllich will dort die "Sagen" und "Mythen" um Jesu Ge-
burt und Kreuzigung ana-
lysieren. 

Ich verspüre keinerlei Lust, solch ein .... (freiwillige Selbstzensur) ausführlich zu kommentieren, und am Karfreitag schon gar nicht.
Trotzdem ist sowas immer mal ganz interessant, damit man sieht,
auf welchem Niveau manches geschrieben wird, einschließlich der dorti-
gen Leserkommentare.

Na dann ---> HIER oder HIER !

Kommentare:

  1. Hat das eigentlich jemand vom Fach gegengelesen?
    Schade, dass man das so "platt" darstellt.
    Oder ging es nur darum, die Trolle anzulocken und
    gegen die Kirche zu hetzen?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Also ich finde den Artikel von Miriam Zöllich sachlich erstaunlich gut und ausgewogen. Jedenfalls hatte ich nach der Ankündigung des Knappen hier etwas völlig anderes erwartet. Zwar beruft sie sich mehrfach auf Karl-Heinz Ohlig, der als Vertreter der Radikalkritik gelten kann oder ihr zumindest nahesteht. Die Theorie, Jesus sei gar nicht am Kreuz gestorben, wird von Zöllich jedoch ganz ausdrücklich als "Mythos" dargestellt. Ihr Artikel geht also (wie die h.M. der Forschung) sehr wohl davon aus, dass die Kreuzigung Jesu stattgefunden hat. Die Überschrift des Knappen ist da irreführend.

      Löschen
  2. Wie das Sprichwort schon sagt:
    Ein Unglück kommt selten allein, sondern gleich auf
    zwei Portalen!
    Um nur einen Punkt herauszugreifen, die Kreuzigung.
    Die Autorin schreibt "Üblicherweise dauerte das Martyrium
    einer Kreuzigung mehrere Tage", verrät aber nicht,
    woher sie diese Weisheit hat.
    Das KONNTE sein, aber der Normalfall war eine stundenlange
    Qual, bei der der Gekreuzigte immer mehr in Atemnot geriet.
    Wäre es wirklich so ungewöhnlich gewesen, dass Jesus
    nicht tagelang am Kreuz litt, dann hätten die Zeitgenossen
    diese Gelegenheit garantiert nicht ausgelassen.
    Aber die eigentliche Frage, die mich bewegt, ist die,
    was web.de und gmx.de uns Christen ausgerechnet am Karfreitag
    damit sagen wollen.
    Ich fürchte, Taktgefühl sieht anders aus...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mag sein, dass sich die Autorin da einiges zusammen-
      gelesen hat. Es geht aber nicht nach dem Prinzip
      "hätte, hätte, Fahrradkette" - sondern nach den Fakten
      zur Kreuzigung Jesu.
      Da erfährt man in der Bibel konkretes, und auch For-
      scher bestätigen, dass mehrere Tage Qual die große
      Ausnahme waren. Meistens haben sich die Soldaten
      "erbarmt" und den Hingerichteten am Ende des Tages
      mit gezielten Schlägen die Beine gebrochen, wodurch
      sie zusammensackten und erstickten.
      https://zeltmacher.eu/die-kreuzigung-jesu-aus-medizinischer-sicht/

      Web.de/gmx.de hätte sich diesen Artikel sparen
      können, besonders an diesem Feiertag, wo wir Christen
      des Leidens Jesu gedenken.
      Eine Instinktlosigkeit.

      Löschen
    2. Wie gesagt, sehe ich ganz anders. Bei Licht besehen enthält der Artikel ja relativ sachliche Infos für Fernstehende zu einzelnen bekannten Fragen der Jesusforschung.
      Zugegebenermaßen wirkt die Auswahl der Fragen eher populistisch (neben der Geburt und Kreuzigung wird das Turiner Grabtuch und die angebliche Affäre mit Magdalena besprochen). Auch einige etwas reißerische Formulierungen könnte man kritisieren. Aber das ist halt ein populäres Medium. An sich sehe ich da aus fachlicher Sicht wenig dran auszusetzen. Und dass die Kreuzigung aus seriöser Forschersicht sicher historisch und eben kein "Mythos" war, sagt Zöllich ja klar.

      Löschen
  3. Ich hatte ohnehin mit dem Gedanken gespielt,
    meine Internet-Dienstleistungen zukünftig von einem
    anderen Anbieter zu beziehen.
    Dieser Artikel hat meine Entscheidung forciert.

    AntwortenLöschen
  4. Ordinariatsgeschädigter30. März 2018 um 20:15

    Ich finde den verlinkten Artikel gar nicht sooo schlimm.
    So tickt die Boulevard-Presse eben.
    Ein großer Teil der Leserbriefe lässt allerdings tief
    blicken, tief nach unten, was das Niveau der dortigen
    Leser betrifft.

    AntwortenLöschen
  5. Vielleicht ist gmx und web.de in zwanzig Jahren nur noch ein Mythos.

    AntwortenLöschen
  6. Hermann-Josef Kr.31. März 2018 um 09:14

    Man fragt sich, welchen Sinn ein solcher Artikel
    bei web und gmx haben soll.
    Eine bunte Mischung von Halbwahrheiten und Beinahe-
    Informationen. Kriegen die nichts Informativeres zustande?

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================