Montag, 12. März 2018

Kath. Theologe Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel attackiert den christlichen Missionsauftrag!

Da packt einer aber den ganz großen Hammer aus! - "Wer Mission will, will weder Dialog noch Toleranz, der will in letzter Konsequenz das Ver-
schwinden des Glaubens des je Anderen und die weltweite Durchsetzung der eigenen als der einzig wahren Religion".
- Das jedenfalls unterstellte der emeri-
tierte Theologie-Professor in einem Vortrag in Salzburg, über den ein paar Medien berichten.
Dialog mit anderen werde dann eigentlich nur als Instrument der Missionierung eingesetzt. 

Der eigentliche Zweck seiner Attacke: Er will damit klarmachen, dass keine der Religionen "die ganze Wahrheit hat".
Naja, man müsste den ganzen Vortrag hören, finde ich, denn so ist das eine bloße Behauptung. Vor allem würde mich interessieren, ob der Professor den von Jesus gegebenen Auftrag zur Mission leugnet oder nicht. 
Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. «Keine Religion hat die ganze Wahrheit.»

    Das gilt dann wohl im Allgemeinen für Professoren der katholischen Theologie, im Besonderen dann für Herrn Kuschel. Was solls also?

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  2. Ich erinnere mich an meinen Theologie-Professor,
    der mir vor ein paar Jahren sagte:
    "Wenn die alten Herren mit staatlichem Pensionsanspruch
    ihre Emeritierung erreicht haben, dann werden manche
    wunderlich, unterschreiben mutig Memoranden und fordern
    vom Sessel aus die tollsten Dinge!"

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  3. Knapp und klar:
    Wer Mission ablehnt, der verrät den Missionsauftrag Jesu.
    Abgesehen davon ist es bösartig, so zu tun, als wolle ein
    Christ, der anderen die Frohe Botschaft bringt,
    das Christentum quasi mit Gewalt "durchsetzen".

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    1. Das Grundgesetz katholischer Mission und mithin das letzte vernünftige päpstliche Wort zu diesem Thema ist bekanntlich Evangelii nuntiandi von Papst Paul VI.

      Eine Radikalkritik an der christlichen Mission wie die von Kuschel ist bestimmt überzogen, aber man muss Mission eben auch richtig katholisch und im Sinne von EN verstehen als Lebenszeugnis, also überzeugtes und überzeugenden Leben für Christus, das andere ansteckt. Darunter auch die vielen im Rahnerschen Sinn anonymen Christen.
      Dogmatistische, schwärmerische, katechetische oder gar taufstatistische Engführungen des Missionsbegriffs, wie sie leider auch das (wohl auch deswegen praktisch wirkungslose) konservative Rezept der "Neuevangelisierung" prägen, waren immer sehr problematisch.

      Auch vor billigem Proselytismus, wie er bspw. von Sekten oder im Opus Dei praktiziert wird, hat im Übrigen auch Papst Benedikt stets gewarnt, das ist keine Erfindung von Papst Franziskus. Noch schlimmer (hier ist Kuschels Kritik richtig) sind logischerweise die vom salafistischen Zeitgeist verseuchten Fundamentalirrtümer selbsternannter Traditionsapologeten, die ein eliminatorisches Kampfchristentum vertreten und Religion als "Kulturkampf" deuten.

      Ermutigend ist jdfs., das EN nach eigenem Bekunden eine Lieblingsenzyklika von Papst Franziskus ist. Katholische Mission ist mit diesem Papst also in guten Händen und antirelativistische Engführungen und ideologische Missverständnisse sind hier so gut wie ausgeschlossen. Deshalb muss man sich um das rechte katholische Missionsverständnis momentan eigtl. auch keine Sorgen machen.

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    2. Das haben Sie prima formuliert, danke!
      Schade, dass sich viele Theologen zu fein sind,
      um in den vermeintlichen Niederungen von Zeitungen
      und Blogs Hilfestellung zu leisten.

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    3. Bin kein Theologe, aber trotzdem danke für die Blumen.

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  4. Die letzte Frage ist leicht zu beantworten, der Professor bezieht sich offensichtlich auf die Entsendung der Apostel nach Matthäus 10,5ff ... Obwohl , dort ist Jesus eigentlich eindeutiger, er verbietet die Mission von Heiden und Samariter, die Apostel sollen NUR bei den "verlorenen Schafen aus dem Hause Israel" missionieren.

    Aber was interessiert schon, was in der Bibel steht, nicht wahr ?

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  5. Der Herr Professor müsste zuerst mal definieren,
    was er selbst unter TOLERANZ versteht.
    Anhand der Pressemeldung, die man vielleicht auch mit Vorsicht
    genießen muß, ist Toleranz etwas Verächtliches, weil sie in
    dem Wissen geschieht, dass man zwar ganz großzügig ist, aber
    in seinem Innersten voller Ekel ist vor der falschen Religion.
    Die Schlussfolgerung wäre die Einstellung jedweder Evangeli-
    sierungstätigkeit.

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  6. Gähn ... Der Mensch liest hoffentlich nicht mein Blog, sonst kriegt er noch einen Herzinfarkt. Beten wir für ihn.

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  7. Ich verstehe die Professorenschelte nicht. Dieser Herr Kuschel hat völlig Recht:

    Wir sind vom Alleinvertretungsanspruch des Katholischen Glaubens überzeugt und wollen dementsprechend das Verschwinden der anderen Religionen. Übergens nicht nur Religionen, sondern auch der sog. "christlichen Konfessionen".

    Warum? Sehr einfach: weil das dem Stifterwillen dessen entspricht, der die Eine, Heilige, Katholische und Apostolische Kirche gewollt und gestiftet hat.

    Schluss. Aus. mehr gibts dazu nicht zu sagen.

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    1. Salafisten unter sich. Sie erfinden sich einen Jesus/Muhammad und benutzen ihn dazu, ihr stupides Rechthabebedürfnis zu stillen und andere Menschen mit ihrer selbstverliebten "Mission" zu überziehen.

      Mit Christus kann man das aber seriöserweise nicht machen,
      denn der ist nach eigenem Bekenntnis *die* Wahrheit.
      Verkürzte, selbstgeschnitzte, dogmatistische und ideologische "Wahrheiten" führen erkennbar nicht zu *der* Wahrheit und damit auch nicht zum "Stifterwillen", sondern machen den Katholizismus zu einer Ideologie unter vielen. Also genau das, was die Antirelativisten ihren Aussagen nach vermeiden wollen, führen sie durch ihren ignoranten "Glauben" an irrationale Axiome, die letztlich austauschbar sind, selbst herbei.

      Das ist der Hintergrund, warum Papst Franz immer davor gewarnt hat, den Glauben zu einer Ideologie zu pervertieren.

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  8. Der Mann hat eindeutig zu viel Küng gelesen.
    Weltethos als Ersatzreligion.
    Immerhin hat er keinen Lehrauftrag mehr.

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  9. ein Priester (76 Jahre)12. März 2018 um 15:58

    Für Professoren, die auch eine Bibel besitzen:
    Mk 16,15

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    1. Für Priester, die auch eine Bibel besitzen : Matthäus 10,5

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    2. Sie haben natürlich vollkommen recht.
      Es gibt zwar eine kleine Verwirrung durch Mt 10,5,
      aber beim Weiterlesen im Mt-Evangelium wird diese
      bei Mt 28,18 durch den ausdrücklichen erweiterten
      Missionsbefehl geklärt:
      Mt 28,18-20
      Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.
      Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes
      und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

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