Sonntag, 25. März 2018

Korrekte Dienstkleidung bei Priestern ist völlig "out", rechtskatholisch und unsportlich!


Mitten im dicksten Verkehrsgewühle hat es mal wieder gekracht. Die Unfall-
gegner rufen die Polizei.
Nach zehn Minuten kommt ein älterer Herr in Zivil und im bunten Freizeithemd heran und will den Unfall protokollieren. Großes Erstaunen allerseits, dass der von der Polizei sein will – bei diesem „outfit“. --  „Doch, doch“,meint der, „ich kann die Uniform einfach nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, das ist doch vordemokratisch! Schließlich sind wir alle Bürger unseres Staates, und eine Uniform schafft nur unnötige Distanz. Durch meine lockere Freizeitklei-
dung baue ich Vorurteile ab und erleichtere die Kommunikation von Mensch zu Mensch.“

Unmöglich, finden Sie?  Wenig überzeugende Argumente?
Was die meisten beim Beispiel des Polizisten als nicht akzeptabel empfinden würden, das ist bei der überwältigenden Mehrheit unserer Priester inzwischen der geduldete Normalfall. Während der Polizist sicher vom Dienst suspendiert würde, haben wir uns in der Kirche mittlerweile an diesen Dauerzustand gewöhnt und wundern uns, wenn uns in der Öffent-
lichkeit mal ein Priester begegnet, der korrekt gekleidet ist.
Das Signal, das von einem Priester ausgeht, der korrekt gekleidet ist, möchte ich einmal so formulieren: Mit meiner Kleidung lege ich öffentlich Zeugnis ab für meinen Glauben, für meinen Herrn Jesus Christus. Ich erinnere daran, dass die Zugehörigkeit zu Gott für den Christen an erster Stelle im Leben steht.

Mit meiner Kleidung biete ich meiner Umgebung eine stille Katechese darüber, dass wir in Christus als neue Menschen leben wollen. Ich weiß, dass Kleider Leute machen und will damit ein Signal sein, will wie ein Leuchtturm sein, der an die richtige Richtung erinnert. -
Mit meiner Priesterkleidung mache ich mich nicht größer als ihr Laien.
Ich zeige im Gegenteil deutlich an, dass ich in meiner Gemeinde und mei-
ner Umgebung Diener sein will, ein offenes Ohr habe, ohne Begrenzung
auf einen 8-Stunden-Arbeitstag, sondern immer dann, wenn man meinen Dienst in Anspruch nehmen will.
Bei meiner Priesterweihe habe ich ein Weiheversprechen abgegeben, mich zu bemühen, mich täglich enger mit Christus zu verbinden und meinem Bischof Gehorsam zu leisten; das vergesse ich nicht.
Wenn Priester argumentieren, sie wollten mit ziviler Kleidung Schwellen-
angst abbauen
und für das allgemeine Priestertum aller Gläubigen ein-
treten, dann sollten sie sich an ihre Weihe erinnern, die ja keinesfalls jeder Gläubige bekommen hat. Nicht die korrekte Priesterkleidung schafft Distanz zu den Menschen, sondern das mittlerweile flächendeckende Zusammenwerfen von Pfarreien zu großen Verbünden, in denen der Priester nur noch als fliegender Sakramentenspender wahrgenommen wird. Es soll inzwischen Pfarrer geben, die schon längst keine Alten und Kranken mehr besuchen, weil einfach die Zeit dafür fehlt, heißt es.
Mit dem Tragen ziviler Kleidung wie alle anderen Gläubigen verkleidet sich der Priester. Er trägt nicht das Gewand, das man mit seinem Amt in Verbindung bringt, sondern ein Allerweltskostüm. Anstatt mit korrekter Priesterkleidung ein Anstoß zum Nachdenken und oft auch für ein Ge-
spräch zu sein, verschleudert er mit seinem Aussehen diese Gelegenheit zum Kontakt.

Niemand will den Pfarrherren alten Stils, den es leider auch gegeben hat, eine unnahbare Autoritätsperson, der man aus dem Wege ging. Doch nun wird das andere Extrem gelebt, man schüttet gewissermaßen das Kind mit dem Bade aus.
Die örtliche Umgebung hat meist ein feines Gespür dafür, ob ein Priester auch das lebt, was er da verkündet. Und wenn er außerhalb des Gottes-
dienstes aussieht wie Hinz und Kunz, dann entsteht natürlich der Eindruck, er habe sich für die Messe verkleidet wie ein Schauspieler für
ein Theaterstück.
Ein Priester, der gekleidet ist wie ein Laie und womöglich auch noch überall spendabel das „Du“ anbietet, ist „ein trauriges Zeichen des Unge-
horsams und auch der Uneinigkeit im Klerus“
,
wie es ein Priester mal kritisch formulierte.
Sehr aufschlussreich ist, auf welch riesiges Interesse korrekt gekleidete Priester auch in den Medien stoßen, man denke nur an diverse singende Priester. -  Und die Ausrede, eine Soutane sei unpraktisch, lassen über-
zeugte Priester so auch nicht gelten. Sogar Fallschirm-Absprünge sind damit möglich, wie ein Video beweist.


Also, ihr Priester, kommt nicht in Allerweltskleidung daher!
Nutzt die zusätzliche Chance der Verkündigung, die euch
die korrekte Priesterkleidung bietet!
– Zugegeben: Bis in die Bistumsspitzen hinein sieht man mittlerweile die Krawattenpriester, und auch in der Priesterausbildung gibt es Priester, die den jungen Männern lauthals verkünden, der „klerikale Kleiderständer“ sei nicht
mehr „in“.
Wo ist da nur die Freude geblieben, Priesterkleidung tragen zu dürfen und auch so Botschafter für den Herrn zu sein? – Wenn jemand eine seriöse Vertrauensperson für Fragen zum Glauben sucht, die ihn umtreiben, geht er dann wirklich lieber zu dem Herrn mit der bunten Krawatte?
Wer dringend nach seelsorgerlicher Hilfe schreit, der wird sicher jemanden bevorzugen, der auch vom Äußeren her seine Lebensform dokumentiert, und nicht jemand, der ausstrahlt: Ach, wir sind doch alle gleich und wir haben uns doch lieb…!
Wie schön wäre es, wieder ganz viele Priester in Soutane zu sehen, die signalisieren: Schaut her, hier sind welche, die weihen ihr ganzes Leben Gott, und man sieht ihnen an, wie sehr sie dafür überall eintreten, auch wenn sie damit innerhalb und außerhalb der Kirche anecken.


Als ich einen Ordenspriester einmal darauf ansprach, dass ich es toll finde, wenn Priester sich auch durch ihre Kleidung ganz klar als Priester "outen", erwiderte er mir,  die Soutane lehne er sowieso ab, und der Priesterkragen komme für ihn auch nicht in Frage, denn das sei ein Zeichen der "Rechtskatholiken", die die Uhr rückwärts drehen wollten. - Das mag im Einzelfall sogar so sein, vermute auch ich, aber gehe ich dann auch lieber nicht mehr in die Heilige Messe, weil es "Rechtskatholiken" gibt, die anderen mit gut sichtbar zur Schau getragenen Frömmigkeit
eine Lehre erteilen wollen, wie man als Katholik leben sollte...?!

Man schaue auch mal ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Die leeren Priesterseminare geben die Antwort.

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  2. Ordinariatsgeschädigter25. März 2018 um 18:15

    Vielleicht will auch mancher Priester nach
    vermeintlich getaner Arbeit einfach seine Ruhe haben
    und nicht angesprochen werden.
    Ohne jemand zu nahe treten zu wollen: Manche Priester
    haben ein beamtenähnliches Denken entwickelt.

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  3. "Ich erinnere daran, dass die Zugehörigkeit zu Gott für den Christen an erster Stelle im Leben steht." Wenn das für "den Christen" gilt, also nicht nur für den Priester, dann müssen logischerweise aber ALLE Christen eine Christenuniform tragen.

    Und was die Kritik des Kreuzknappen an den riesigen Pfarreiverbünden und den Priestern als "fliegenden Sakramentenspendern" betrifft: es ist hier von etlichen Lesern wiederholt gesagt worden, dass diese (in der Tat sehr fragwürdige) Entwicklung nicht zuletzt dem überhitzten Priesterbild der "Rechtskatholiken" geschuldet ist. Würden die akzeptieren, dass Pfarreien auch von "Laien" geleitet werden können (die viele Leitungsaufgaben sowieso kompetenter wahrnehmen können als die Priester, die sich wohl auf die Sakramentenverwaltung, aber zumeist kaum auf Leadership verstehen), dann bräuchte es die riesigen Pfarreien mit einem Priester an der "Spitze" gar nicht, sondern die überschaubaren Pfarreien könnten bestehen bleiben, mit denen sich die Menschen im Nahbereich identifizieren können.

    Dies ist hier schon oft geschrieben worden. Ich habe noch nie gesehen, dass ein Tradi darauf einmal eingegangen wäre. Es ist jedenfalls ein Widerspruch in sich, einerseits zu sagen, jede Pfarrei muss hierarchisch aufgebaut sein mit dem Priester als Haupt, und gleichzeitig dann gegen Großpfarreien zu wettern.

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    1. Typisches linkskatholisches
      Ablenkungsmanöver des "Beobachters".
      Die Themenstellung hier im Artikel heißt:
      Warum scheuen sich viele deutsche Priester,
      die korrekte Dienstkleidung zu tragen?
      Es geht also überhaupt nicht um die völlig andere
      Frage, wer eine Gemeinde leitet und wie das in der
      Praxis funktioniert.
      Dazu gibt es in einigen Diözesen bereits gemischte
      Erfahrungen mit "Verwaltungsleitern".
      Kehren wir zurück zum Problem:
      Was veranlasst Priester, bezüglich ihrer Kleidung
      ein Versteckspiel zu veranstalten?

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    2. Nicht jeder, der anderer Ansicht ist als die Tradis, ist deshalb ein "Linkskatholik". Was sollen diese albernen Etikettierungen? Die Tradis sollten sich diese Polit-Phobien mal abgewöhnen.

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  4. Man könnte ellenlang darüber diskutieren und Vor- und
    Nachteile abwägen.
    Das kann man sich aber eigentlich sparen, denn wie sogar
    die von der eher "linken" deutschen Bischofskonferenz ange-
    passten Vorschriften aus Rom besagen, haben Priester eine
    Kleidung zu tragen, die eindeutig "verschieden von der Art
    der Kleidung der Laien zu sein hat".
    Die ganze Diskussion ist irgendwie seltsam. Fast kann man
    den Eindruck gewinnen, Priester schämten sich ihres Standes
    und wollten nicht als solche "erwischt" werden.

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  5. ein Priester (76 Jahre)25. März 2018 um 18:42

    Diejenigen, die gegen die korrekte Priesterkleidung
    sind, mögen mir bitte einmal plausibel begründen,
    warum Bischöfe und erst recht der doch als fortschrittlich
    und weltoffen angesehene Papst Franziskus stets in korrekter
    Dienstkleidung zu sehen sind.
    Oder hat man schon Fotos gesehen, wo Papst Franziskus in
    Jeans und Pullover im Gästehaus Santa Marta erschien?!

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    1. Quode licet Iovi, non licet bovi.

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  6. Der bekannte Prälat Wilhelm Imkamp hat dazu
    mal ein Interview bei "katholisch.de" abgegeben.
    Lesenswert!
    "EIN PRIESTER SOLLTE NICHT UNDERCOVER UNTERWEGS SEIN"
    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/ein-priester-sollte-nicht-undercover-unterwegs-sein

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  7. Ich war verblüfft, als ich ausgerechnet in der als
    liberal geltenden "ZEIT" das große Loblied auf die
    Soutane las, am 2. Februar 2018:

    http://www.zeit.de/2018/06/soutane-kleidung-priester-kolumne-oehler

    Besser kann man es kaum ausdrücken, finde ich.
    Wenn ich einen Priester in Soutane sehe, dann weiß ich,
    dass der Christus nachfolgen will.

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  8. Es gibt durchaus Priester, deren
    einzige Autorität gewissermaßen in ihrem Römerkragen
    steckt, denn ansonsten sind sie arme Würstchen, unfähig
    zum Teamwork und zu menschlicher Wärme. Ich habe auch zu Beginn meiner Praxisjahre einen solchen "Herrn Pastor" erlebt, vor dem alle strammstanden, der menschlich aber
    eine Niete war!
    Klar, streng genommen spricht das nicht gegen die Soutane,
    sondern gegen zu viel Großzügigkeit der Bischöfe bezüglich
    "ihrer" Priester und deren Verhalten.

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  9. Gerade schrieb mir ein Ordenspriester,
    dessen Name und Dienstort mir bekannt ist:
    (ich zitiere mit seiner Zustimmung)

    "Auch ich könnte zahllose positive Erfahrungen beisteuern, die ich immer wieder mache, wenn ich auch an ungewöhnlichen Orten ganz selbstverständlich im Habit auftauche. Lustig war’s, als ich bei einem Flug nach Rom der einzige Priester in einer Gruppe war, den man als solchen auf den ersten Blick erkennen konnte. Noch vor dem Start stellte mir ein Flugbegleiter ein Fläschchen Sekt auf den Platz: “Per la benedizione!” Die neidischen Blicke meiner Mitbrüder sprachen Bände!"
    ...
    "Mir ist schon als Jugendlicher aufgefallen, dass Priester in Zivil sehr leicht zu erkennen sind: Irgendwie haben nämlich die “Kravattiner” – wie wir sie nannten – einen auffallend schlechten Geschmack, was Kleidung betrifft. Die meisten verraten sich schon durch zu kurze Hosen."
    ...

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  10. Priester mit Dienstkleidung....immer wieder außen hui, innen pfui. Sicher nicht alle, aber die korrekte Kleidung macht noch lange keinen guten Priester aus

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  11. Die Kommentare hier zeigen wieder einmal, wie sehr die Tradis auf Äußerlichkeiten fixiert sind, statt theologisch zu argumentieren.

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  12. Manche Leserbeiträge gehen am Thema vorbei.
    In korrekter Dienstkleidung kann ein guter Mensch stecken
    oder ein schlechter, ein guter Priester oder ein schlechter.
    Das ist aber, wie hier schon wiederholt angemerkt wurde,
    gar nicht die Frage.
    Die Frage ist, warum beachten viele Priester die geltenden
    Vorschriften nicht?
    Da passt es vielleicht ins Bild, wenn man weiß, dass die
    Mehrheit der Priester selbst kaum noch beichten geht.
    Sie predigen Wasser und trinken selber Wein.
    Da sind mir die korrekt gekleideten Diener Gottes dann
    doch lieber, denn sie geben mir ihrer Kleidung ein deut-
    liches Zeichen ab:
    Ja, ich will zu Jesus gehören. Ihr dürft mich ruhig an-
    sprechen, ich bin für euch da!

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  13. Ein Geistlicher, der seine geistliche Kleidung in der Öffentlichkeit ablegt gleicht einem Ehemann, der in der Öffentlichkeit seinen Ehering nicht trägt, sondern nur in Anwesenheit seiner Frau.

    Ich bin selbst Priester und sehe nur zu gut die Realität im Klerus. Dieser Vergleich trifft es für mich ganz gut. Wo ich als Priester in der geistlichen Kleidung nicht hingehen kann, dort habe ich auch nichts zu suchen.

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  14. Weshalb sollen Priester das "Volk" nicht duzen? Da Kleriker sich untereinander bekanntlich so gut wie alle duzen (in den meisten Diözesen duzen die Priester auch ihren Bischof!), erweckt die Kritik des Kreuzknappen an Priestern, die ihre Gemeindemitglieder duzen, leider einmal mehr den Eindruck eines rückwärtsgewandten Klerikalismus, wo der Klerus sich vom "Volk" bewußt absetzt.

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  15. 'Caesarea' überlegt:
    Ein Priester sollte durch Dienstkleidung erkennbar sein, weil er damit Zeuge des Glaubens in Wort und Tat sein kann.
    Vielleicht vermögen viele Priester gerade das nicht kohärent, weshalb sie sich im 'Räuberzivil' wegducken...

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  16. Das alte Lied des Kreuzknappen für ein "korrektes" Erscheinungsbild des Klerus. Als entlarvend empfinde ich v.a. die romantisierenden Umdeutungen und Selbstbeweihräucherungen, denen er wieder das Wort redet die sich bei Licht besehen als Illusionen, Vorwände oder Einbildungen entpuppen und das psychologische Dilemma der Kleriker eher offenbaren als bemänteln.

    Die "Chance zur Verkündigung" wird so zum Euphemismus für Eitelkeit, Erwählungsdünkel, salbungsvolles Gehabe oder Aufmerksamkeitssucht.

    Jeder Kleriker soll Priesterkleidung tragen, wie er das möchte, und beim ein oder anderen kann das ja auch authentisch und angemessen wirken; bei den meisten aus meiner Generation und jünger wirkt es aber eben aufgesetzt, aufmerksamkeitsgeil, eitel und selbstverliebt (das Bsp. Prälat Imkamp wurde ja genannt) oder eben tats. auch als ideologisch-kirchenpolitische Ansage.

    Authentische und geistig gesunde Priester brauchen sowas eigtl. nicht. Und einen weniger gesunden Priester, der schwarze Kleider nötig hat oder sogar auf Ehrenbezeugungen wie dem "Sie" oder einem geistlichen Titel besteht, würde ich lieber nicht "ansprechen", jdfs. nicht um mir seelsorglichen Rat zu holen.

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  17. Es wird und wurde viel Unsinn geschrieben,
    auch von Lesern dieses Blogs.
    Wer die Leserbeiträge und den Artikel wirklich gründlich
    liest, dem wird nicht entgangen sein, dass einige ziemlich
    am Thema vorbei schreiben.
    Also nochmal:
    1.) Die Priesterkleidung ist Vorschrift, sogar in
    Deutschland.
    2.) Es gibt genügend Beispiele und auch soziale Experi-
    mente bzw. Videos, die belegen, welch große Vorteile das
    Tragen von Priesterkleidung für alle Beteiligten hat.
    Versuche bestätigen immer wieder, dass nur solche Seel-
    sorger angesprochen werden, die auch äußerlich als Priester
    erkennbar sind.
    Wie schon erwähnt, dringend als Anschauungsunterricht
    empfohlen:
    https://de.catholicnewsagency.com/story/5-dinge-die-einem-passieren-wenn-man-in-soutane-auf-die-strasse-geht-0750

    https://www.youtube.com/watch?v=nmV1qYtSpI0

    https://www.domradio.de/themen/bist%C3%BCmer/2016-05-09/alltagserfahrungen-im-priestergewand

    http://www.zeit.de/2018/06/soutane-kleidung-priester-kolumne-oehler

    Fazit: Abgesehen vom oft inhaltsleeren Wortschwall
    der Kritiker gibt es so gut wie keine echten Argumente
    gegen korrekte Priesterkleidung.
    Sie ist sogar sportlich (es gibt genügend Videos von
    Sport treibenden Priestern in Soutane) und von zeitloser
    schlichter Eleganz.

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    1. Zustimmung!
      Deshalb war der eine wirkliche Hohepriester Jesus auch so sportlich, weil er immer in Priesterkleidung unterwegs war.
      Es ist dreist, dass die Künstler und Filmregisseure den Herrn in ihrer Darstellung immer bewußt verfälschen und ihn ohne Priesterkleidung darstellen.

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  18. Jerome Djoudjouwin26. März 2018 um 16:26

    Bringt das was,
    sich immer wieder zu bestätigen, wie groß der Miss-
    stand in Deutschland inzwischen ist?
    Die Sache mit der Priesterkleidung ist eindeutig
    geregelt und hier nachlesbar:

    http://www.kath-info.de/priesterkleidung.html

    Im Ausland versteht niemand die typisch deutsche Diskussion
    über Priester, die lieber im Freizeit-Look auftreten.

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    1. So ein Blödsinn. Im Ausland tragen genauso wenige Priester solche Kleider wie in Dtschl. Das Thema kommt sogar in dem Gesprächsbuch Über Himmel und Erde von Bergoglio und Skorka vor, das vor seiner Papstwahl in Argentinien erschien:
      Heute benutzen die Priester keine Soutane mehr.
      http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=666784&sid=94f637a0b6a52cc8a532d075c37193d4#p666784

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    2. Kann ich durch zahlreiche Aufenthalte in
      Italien, Spanien, Portugal, Frankreich usw.
      nur bestätigen.
      Interessanterweise auch in den USA sehr, sehr häufig
      korrekte Dienstkleidung.

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  19. Zu dem gebetsmühlenhaft hier wiederholten "Argument", der klerikale Habit sei nun mal Vorschrift:
    Warum bekommt dann die große Mehrheit der Kleriker, die im Zivil unterwegs sind, keine disziplinierenden Maßnahmen???

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    1. Das wäre ziemlich unglaubwürdig, so lange die Ihnen vorgesetzten Bischöfe das Kreuz in Jerusalem ablegen.

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  20. Wie recht Sie haben, werter "Kirchenmann"!
    Es wird leider immer mehr dummes Zeug geredet und geschrie-
    ben wie etwa, Jesus habe ja auch keine Priesterkleidung
    getragen.
    Das kommt dann meistens aus dem Kopf von Leuten, die wie
    selbstverständlich Auto, Telefon und Internet benutzen,
    obwohl einwandfrei feststeht, dass Jesus auch dies
    nicht benutzt hat.
    Papst Benedikt hatte schon recht, wenn er sagte, die
    schlimmsten Feinde der Kirche kämen nicht von außerhalb,
    sondern von innerhalb der Kirche.

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    1. Nach der Logik von Papst Benedikt wären dann die schlimmsten Feinde der Kirche nicht die Linken (die sind ja außerhalb der Kirche), sondern die Rechten (die sind ja innerhalb).

      Welche Ironie der Geschichte.

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    2. Das ist ein bemerkenswertes Eingeständnis
      eines Linkskatholiken:
      Die Linken empfinden es also selbst so, dass sie
      wegen ihrer Angriffe auf Glaube und Kirche
      außerhalb der Kirche stehen. Vielen Dank dafür!

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    3. "Die Linken", werter Thuriferar, sind noch nie in der Kirche gewesen. Früher wurden sie, wenn es mal Vereinzelte in ihr gab, ja exkommuniziert, später ist kein Linker mehr in die Kirche reingegangen.

      Folglich, da hat "Da schau her" Recht, sind die "Feinde von innen" Rechte.

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    4. Was für ein lächerlicher Spruch vom @Diakon. Ob jmd. Priesterkleider attraktiv, wichtig, albern oder überflüssig findet, hat überhaupt nichts mit den "schlimmsten Feinden der Kirche" zu tun.

      Wenn ein priesterlich gekleideter Diakon (!) diejenigen, die solche "vorschriftsmäßigen" Kleider nicht so sehr mögen, für seine "schlimmsten Feinde" hält, bestätigt das wohl eher meine Vermutung, dass uniformierte Kleriker ein gestörtes Verhältnis zur eigenen Persönlichkeit haben und solche auffälligen Kleider brauchen, um ihr Selbstwertgefühl auszuleben.

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    5. Das mit den schlimmsten Feinden der Kirche
      trifft leider zu.
      Erst gestern bin ich mit einem bekannten Ordensmann
      aneinandergeraten, der nur noch selten Ordnskleidung
      trägt (meistens dann, wenn er dies für vorteilhaft
      hält). In einem Gespräch bei Tisch sagte er mir,
      er sei sehr besorgt über die Zunahme von korrekt
      gekleideten Priestern bei der jetzt nachrückenden
      Priestergeneration. Das deute auf eine rechtskatho-
      lische Gesinnung hin.
      Das gibt es, wie ich aus eigener Erfahrung mit Ka-
      plänen weiß, aber so pauschal ist das völlig unhalt-
      bar und zeugt von einer problematischen eigenen Be-
      ziehung zum Priesteramt.

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    6. Die Zunahme von klerikalistisch tickenden Priestern bei der jetzt nachrückenden Priestergeneration finde ich aber auch Besorgnis erregend, wenn auch religionssoziologisch relativ leicht erklärbar. Je unattraktiver der Priesterberuf für normale Männer ist, desto mehr wird er zur Domäne von radikalen Elementen. In den USA gibt es schon länger das Phänomen der "jungen Radikalen" und Eiferer im Klerus, die ihre älteren Mitbrüder schneiden und ihre Gemeinden mit fundamentalistischem Glaubenskram drangsalieren. Das wird in den Gemeinden oft als Alptraum empfunden.

      Vergleichbar ist das Phänomen auch mit dem musl. Salafismus, wo sich die Prediger auch durch besondere Kleider und ein fundamentalistisches Weltbild vom Durchschnittsmuslim abzusetzen versuchen und die Deutungshoheit anstreben. Der Papst setzt sich auch durch seinen Kampf gegen den US-amerikanischen Fundamentalismus dafür ein, dass diese Redikalisierung der kath. Kirche erspart bleibt oder wenigstens nicht schlimmer wird. Daher sind die Bedenken Ihres Mitbruders aus meiner Sicht gut verständlich.

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  21. Die Kirche ist halt ein Larifari-Verein und ein Meister im “unter den Teppich kehren“.Wahrscheinlich fühlt sich niemand für das Thema “ Dienstkleidung“ verantwortlich. Eigentlich traurig angesichts der angeblich so wichtigen Bedeutung dieser Klamotten

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  22. Richard Pospiech27. März 2018 um 05:41

    Ich wundere mich,
    dass ein so selbstverständliches Thema so viele Leserreaktionen auslöst. Wie schon ein halbes Dutzend mal erwähnt:
    Die korrekte Kleidung ist sehr sinnvoll als Zeichen - und sie
    ist vorgeschrieben. Dass eine ganze Reihe von Priestern sich nicht daran halten, zeugt von deren eigener Identitätskrise,
    was die Priesterberufung betrifft.
    Ich komme aus Polen und kenne es auch nicht anders, ganz selbstverständlich tragen 90 % der Priester die übliche Priesterkleidung.
    Ich verstehe nicht, wo das Probleme dabei liegen soll.

    https://explizitnet.wordpress.com/2016/05/27/kleider-machen-leute-denn-du-bist-was-du-traegst/

    http://richelieussammelsurium.blogspot.de/2012/09/mode-pong-3-sport-mit-soutane.html

    http://www.communautesaintmartin.org/de/article/warum-tragen-wir-die-soutane/

    Manchmal wirkt die Priesterkleidung sogar schützend;
    man selbst und andere bedenken, wer man ist und wem man
    hoch und heilig die Nachfolge versprochen hat.
    Ein Werbevideo demonstriert das auf lustige Art:

    https://www.youtube.com/watch?v=_1hYNZbGfLc

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    1. Wo in der polnischen Kirche "das Problem" liegt, hat sich doch mittlerweile auch im Ausland rumgesprochen. Denken Sie mal an Immigranten und Rosenkränze.
      https://www.welt.de/politik/ausland/article169411244/150-000-Katholiken-beten-an-Polens-Grenze.html

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    2. Was hat dieser Link mit der Priesterkleidung zu tun ??

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