Sonntag, 18. März 2018

Medien: Ätsch, wir haben euch angeschmiert - das Regierungsnetz ist doch nicht gehackt!

Manche Leser meinen ja,
mich immer mal wieder darauf hinweisen zu müssen, dass meine Vorsicht gegenüber manchen Presseartikeln (z.B. die einseitige Darstellungs-
weise der Vergiftung eines Doppelagenten in England)
übertrieben ist.

Darüber kann man vielleicht streiten, klar ist aber auch,
dass manche nicht kapieren, wie Medien funktionieren. Es ist ja nicht so, als wenn die Zeitungen ihre eigenen Detektive und Reporter losschickten, um mit ho-
hem Personal-, Zeit- und Kostenaufwand selbst vor Ort zu recherchieren.

Nein, im Regelfall lassen sie diese Arbeit andere machen, nämlich die Nachrichtenagenturen und deren Redakteure, und auf die verlässt man sich dann.
Das klappt meistens (also nix mit Lügenpresse!), aber manchmal eben auch nicht. Deren Journalisten sind auch nur Menschen, und sie sind unter Zeitdruck, und da verlassen sie sich ihrerseits auf ein paar Informanten. Manches wird dabei ausgeblendet.
Ein Beispiel zum Giftanschlag in England: Jetzt erst werden nach und nach auch immer größere Bedenken von Fachleuten von einigen großen Medien übernommen, die die Darstellungsweise der Engländer in Frage stellen; man schaue ---> HIER und HIER !
So könnte es auch bei der Riesen-Medienaufregung vor knapp drei Wo-
chen gewesen sein, wo man zwei, drei Tage lang überall lesen konnte, (wahrscheinlich russische) Hacker seien erfolgreich in das deutsche Regierungsnetz eingedrungen und hätten dort herumspioniert. --> HIER !

Heute erfahren wir fast das Gegenteil: Nein, melden die Medien, das mit dem Hacken stimmt eigentlich gar nicht, denn das hat überhaupt nicht geklappt mit dem Spionieren, von ein paar unbedeutenden Kleinig-
keiten abgesehen... ---> HIER und HIER !

Na, das sieht ganz danach aus, als gäbe es dazu irgendwann noch eine Fortsetzungsgeschichte...

Kommentare:

  1. Eine gute, plausible Darstellung.
    Kompliment!

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  2. Sollte es noch eines Beweises bedurft haben,
    dass man nicht alles glauben soll, was man uns täglich
    in den Medien verkündet - da ist er.
    Die Medien sind allerdings, wie der Kreuzknappe es gut
    erklärt, in der Zwickmühle.
    Sie können gar nicht anders als einfach unbesehen ab-
    nehmen, was dpa ihnen schickt.

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  3. Klassischer Zielkonflikt der Regierungs-Wasserträger-Journaille:
    1. Russen sind so böse und so böse Hacker, manipulieren alles!
    2. Unsere Regierung ist so toll, uns kann nichts passieren!
    3. Mist, paßt nicht zusammen ...

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