Dienstag, 20. März 2018

Neues Buch "Gott ist jung": Papst Franziskus warnt Jugendliche vor dem Internet!

Man hat es nicht immer leicht mit diesem Papst: Vor gerade mal einem Monat verkündete er, dass er überhaupt keine Ahnung vom Internet und "von all diesen Dingen" habe; er besitze noch nicht einmal
ein Handy und könne z.B. auch keine E-Mail beantworten... Bitte ---> HIER !
Und nun gibt er in einem neuen Buch, das "Gott ist jung" heißt und
zum stolzen Preis von 16 Euro für nur 144 Seiten ab heute im Handel ist, der Jugend unter anderem gute Ratschläge zum Internet-Verhalten.

Das Internet mache die Jugendlichen "extrem flatterhaft", liest man da, und als Gegenmaßnahme und Therapie empfehle er der "entwurzelten Generation" einfach den "Dialog zwischen den Jungen und den Alten"... ---> HIER und HIER !
Man kann dem, was er in diesem Interview-Buch äußert, durchaus über weite Strecken zustimmen, wenn man die Beschreibung/Vorankündigung in den Medien liest, aber es ist halt auch so, dass da internetmäßig ein Blinder von der Farbe spricht.
Und das Rezept, man möge doch zur Behebung der "Flatterhaftigkeit" einfach in den Generationen mehr miteinander reden, ist - pardon! - ungefähr so originell, wie wenn man einem ausgewachsenen Alkoholiker sagt, man wüsste eine wirksame Methode, wie er da rauskommen könne:
Er müsse einfach nur mit dem Trinken aufhören!


Kommentare:

  1. Die Flatterhaftigkeit ist schon richtig beobachtet.
    Ich hätte mir vom Papst allerdings gewünscht, dass er
    nicht irgendwelche Gespräche als Tipp gibt, die sowieso
    nie stattfinden werden, sondern dass er geistliche Angebote
    nennt. Warum gibt es in den Pfarrgemeinden keine Kurse
    zum richtigen Umgang mit dem Internet?
    Warum gibt es keine Kurse, die "aufgedrehte" Jugendliche
    wieder herunterholen, z.B. durch christliche Meditation?

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  2. Sehe ich ähnlich,
    wie wär's denn zur Abwechslung mal mit etwas,
    was erfahrungsgemäß klappt?

    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/wenn-anbetung-die-jugend-begeistert

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  3. Super Idee, in den Gemeinden Kurse und Anbetung für Jugendliche zu organisieren, die vor dem Rechner sitzen, das lockt die bestimmt da weg. Franziskus hat Recht, die älteren in der Familie müssen den Jugendlichen von ihrem Leben, ihrer Jugend erzählen, um zu verdeutlichen, was verloren geht. Die sind da und kommen an die jungen Menschen heran.

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    1. Ich mache mir Sorgen um Sie20. März 2018 um 10:58

      Super Idee, "Opa",
      wie man sieht, tragen Sie Ihren Spitznamen zu Recht.
      Das klappt ja auch jedesmal hervorragend, wenn die
      ältere Generation ins Jugendzimmer kommt, während die
      gerade ein spannendes Videospiel mit Punkte-Wettkampf
      machen. Wenn Opa oder Uropa dann sagt, komm Junge,
      ich will dir mal einen Schwank aus meinem Leben erzäh-
      len, dann klatscht der Jugendliche vor Begeisterung
      in die Hände, sagt sofort den Internet-Kumpels ab
      und bringt das Spiel zum Absturz.
      Alles klar.

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    2. Mein Enkelsohn ist immer ganz Ohr, wenn ich ihm von früher erzähle, nachdem ich ihm eine Lektion in Counter-Strike gegeben habe :-)

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  4. ... und wenn die Bitten um ein Gespräch Alt gegen Jung
    nicht von der Jugend akzeptiert werden, dann gibt es
    eben einen päpstlichen Klaps auf den Po, das hat noch
    keinem geschadet...

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  5. Friedemann Karig vom Jugendmagazin Jetzt beurteilt das Buch als eher gruftig. Jedenfalls mit gemischten Gefühlen. Totzdem enthält seine Rezension interessante Hinweise, etwa auf den päpstlich Rat zu einer gesunden Mischung von parrhesia und hyponome. Damit kann ich durchaus etwas anfangen, bin aber nicht mehr so jung wie das Zielpublikum.

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