Montag, 19. März 2018

"Paukenschlag" in Köln: Kardinal Woelki "trennt sich von seinem Generalvikar"!

Der "Kölner Stadt-Anzeiger" nimmt kein Blatt vor den Mund und plaudert aus dem Nähkästchen des Kölner Ordinariates: Das Verhältnis zwischen Woelki und seinem Generalvikar Dominik Meiering sei schon lange ziemlich schlecht gewesen, und so hat er ihn mit Wirkung zu Ende April von seinem Amt entbunden. Nach außen wird das halbwegs elegant umschrieben, wie man das halt in solchen Fällen so macht: Man sei ihm dankbar für das Geleistete, und jetzt habe man halt eine neue Aufgabe für ihn, als Kölner Stadtpfarrer. ---> HIER !
Das dürfte nicht nur in Bischofskreisen auf Interesse stoßen, schätze ich mal. Woelki (das ist der mit der neuen Badewanne!)  ist ja ansonsten im-
mer recht gerne in den Medien vertreten; man schaue ---> HIER und HIER und HIER und HIER !

Andererseits: Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende. Es ist traurig, aber wahr: Die Kirche ist eine Kirche der Sünder, und es menschelt überall...

Kommentare:

  1. Kölner Katholik19. März 2018 um 14:38

    Es ist sicher auch nicht ganz einfach,
    als hohe Würdenträger miteinander auszukommen.
    Wie der Volksmund schon weiß: Es darf nur einen Gockel
    auf dem Mist geben.
    Musste nicht auch bereits der Chef der Öffentlichkeits-
    arbeit im Erzbistum seinen Hut nehmen?

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  2. Wenn Woelki seinen Generalvikar rausgeworfen hat, spricht dies eher dafür, dass dieser ein gläubig-Konservativer war. Beten wir für den armen Priester.

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  3. Was die Kölner Zeitung nicht schreibt,
    was man aber munkelt: Der Generalvikar soll dem
    Kardinal angeblich zu katholisch gewesen sein.
    So wurde mir jedenfalls erzählt.

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    1. "Zu katholisch" ist ein ironisches Code-Wort in Tradi-Kreisen und bedeutet: Kein Freund der nachkonziliaren Ökumene, sondern Ökumene ist nur als Rückkehrökumene der Ketzer in den Schoß von Mutter Kirche vorstellbar.
      Sollten die Vorposter Recht haben mit ihrer Vermutung, so hat der Kardinal richtig entschieden.

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  4. Alles nur ein Gerücht,
    wahrscheinlich hat der Generalvikar den Kardinal
    sogar ausdrücklich darum gebeten, statt im verstaubten
    Ordinariat endlich wieder in der normalen Seelsorge
    als Pfarrer arbeiten zu dürfen.
    Die Sprachregelung heißt jetzt: Er freut sich auf
    seine neue Aufgabe. Hurra!

    https://www.domradio.de/themen/erzbistum-koeln/2018-03-19/koelner-generalvikar-meiering-freut-sich-auf-neue-aufgabe

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    1. Das Interview ist ein Musterbeispiel
      für das unter-den-Teppich-kehren.
      Mit keinem Wort wird in dem langen Interview des
      "domradios" etwas erwähnt von Problemen zwischen Woelki
      und dem Generalvikar. Das liest sich tatsächlich,
      als hätte er sich nichts sehnlicher gewünscht als
      von Woelki aus dem Amt gedrängt zu werden.

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  5. Damit hat Woelki sich keine Freunde gemacht.
    Man lese diesen Kommentar eines gut informierten
    Kölner Journalisten, wonach Woelki schon lange und ziemlich
    auffällig nach einem Nachfolger für diesen "begabten Seel
    sorger" suchte - jeder in Köln wusste quasi davon:

    https://www.ksta.de/koeln/kommentar-zur-meiering-entlassung-woelkis-naechster-schuss-muss-sitzen-29894088

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    1. Ja, sehr gut informiert (und theologisch/kirchenpolitisch äußerst versiert als studierter Theologe) ist er in der Tat, der Chefkorrespondent des Kölner Stadtanzeigers, Joachim Frank. Bestens informiert war er übrigens auch schon in der Ära Meisner über Intrigen, Ängste, Rausschmisse in der kölnisch-erzbischöflichen Führungsetage.

      Z. B. 2006: Meisner setzte zack-zack seinen Pressamtsleiter Becker-Huberti vor die Tür (ohne Vorankündigung, Becker-Huberti erfuhr es erst aus der Zeitung …) und ersetzte diesen durch den (inzwischen verstorbenen) Opus-Dei-Mann Stephan Georg Schmidt. Letzterer übernahm zusätzlich noch den Posten des Chefredakteurs der Kölner Kirchenzeitung. Meisners rechte Hand und sein Generalvikar war zu der Zeit der Opus-Dei-Freund und heutige Weihbischof Schwaderlapp.

      Der damals scheidende schon 78-jährige Chefredakteur der Kirchenzeitung, Prälat Erich Läufer, schrieb Ende 2006 „ganz allgemein“ in einem Kirchenzeitungs-Kommentar:

      „Auch unter Kirchenleuten wird es Strippenzieher geben und Heckenschützen, wobei besonders erbärmlich die Zuträger sind und Denunzianten, die sich um Anderleutsehre keinen Deut kümmern. Wo auch immer: Dicke Luft löst Ängste aus. Sie bedrückt. Und es gibt in der Geschichte der Kirche auch Beispiele dafür, wie die Arroganz der Macht dem Gottesvolk die Luft zum Atmen nimmt oder genommen hat.“

      Vgl. auch hier:

      http://www.kritische-ausgabe.de/artikel/%C2%BBnur-eins-verliert-er-nicht-sein-gesicht%C2%AB

      Zurück zu Joachim Frank. In einem kenntnis- und detailreichen Artikel schrieb er zur damaligen Situation (von 2006) u. a.:

      „Meisner und Schwaderlapp, sagt ein erfahrener Bistumsfunktionär, nähmen die Finanzen zum willkommenen Anlass, die Kölner Kirche umzukrempeln. Entmachtung der Laien und klerikale Konzentration seien die eigentlichen Gründe für die Auflösung mehrerer Hauptabteilungen im Generalvikariat gewesen.
      2004 war das Jahr der großen Wende. Damals übernahm Schwaderlapp, zuvor viele Jahre Meisners Privatsekretär, das Amt des Generalvikars. Über jedem, der nicht spurt, hängt das Damoklesschwert der Versetzung oder Kündigung. Im Erzbischöflichen Generalvikariat weht seit Schwaderlapps Amtsantritt ein rauer Wind. In der Behörde macht ein Satz die Runde, der als Führungs-Credo des neuen Chefs gilt: Ich dulde keine Kritik. Was das heißt, bekam - lange vor Becker-Huberti - Bistumsjustiziar Wilhelm Meller zu spüren. Der wurde im Mai 2005 geschasst, von einem Tag auf den anderen, nach 28 Dienstjahren. Allen im Generalvikariat musste klar sein: Das ist ein Exempel. Manchmal hilft dann nur noch die Flucht in Sarkasmus: Wer freitags das Generalvikariat verlässt, solle bloß seinen Stuhl mitnehmen – damit er ihn nicht vor die Tür gesetzt bekommt . . .“

      https://www.ksta.de/die-angst-geht-um-im-heiligen-koeln-13095032

      Vgl. zum selben Thema auch z. B. hier:

      https://www.n-tv.de/panorama/Unruhe-im-Koelner-Erzbistum-article198569.html

      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-49767389.html

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    2. Hrzl. Dank für den aufschlussreichen Link. Joachim Frank ist immer eine lesenswerte Stimme.
      Hört sich jetzt aber nicht so an, als ob das einfache Schema der anderen Kommentatoren (der Vikar sei schlicht "zu konservativ" gewesen) hier wirklich greifen würde. Klingt fast eher umgekehrt.

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    3. Über "Tacheles" muss man doch schmunzeln:

      In der Not, seinen Woelki irgendwie verteidigen zu
      müssen, greift er tief in die Trickkiste, in dem
      er sagt: Schaut mal, andere vor Woelki haben auch
      Leute rausgeworfen!
      Was ist das denn für ein Argument?

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    4. Nein, es war und ist nicht „mein“ Woelki, ich laufe keinem Priester oder Bischof oder Papst hinterher und habe Woelki in dem, wie die Causa Meiering abgelaufen ist, auch nicht verteidigt. Ich bin weder grundsätzlich „für“ noch grundsätzlich „gegen“ Woelki, so, wie ich auch weder grundsätzlich „für“ noch grundsätzlich „gegen“ Meisner war, sondern ich war und bin auf gesunder Distanz.

      Ich finde die Art und Weise, wie es mit Meiering abgelaufen ist, „unfein“ und habe mich doch auch ausdrücklich und zustimmend auf Joachim Frank bezogen (in dessen oben von „Zeitungsfrau“ verlinktem aktuellem Kommentar zu Woelki es u. a. heißt: „Kein Ruhmesblatt für den Erzbischof. Trennung – gut und schön, aber doch in Würde.“)

      Weil aber aktuell manche „grundsätzlichen“ Woelki-Gegner (die vorher „grundsätzliche“ Meisner-Freunde waren) nun geradezu so tun, als sei die Entlassung Meierings etwas, das nur bei einem „Schlimmen“ wie Woelki passieren könne, habe ich besonders für sie die ausführlichen Hinweise auf vergleichbare Vorkommnisse in der Ära Meisner gebracht. Damit habe ich Woelki nicht „verteidigt“ (wäre ja auch Quatsch, das eine „Unfeine“ durch das andere „Unfeine“ relativieren/verharmlosen zu wollen), sondern ich habe nur ganz dezidiert und begründet sagen wollen: Auf der katholischen Führungsebene, in diesem Fall speziell: Köln, hat es leider schon immer Vorkommnisse gegeben, die nicht der „feinen christlichen Art“ entsprechen (vgl. den von mir zitierten Läufer-Kommentar).

      Mit Spekulationen zu den Gründen für die Abberufung Meierings habe ich gestern noch abgewartet – in der Hoffnung, heute Genaueres zu erfahren. Und so ist es. Gleich mehr dazu.

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    5. So, ich habe mir den aktuellen ausführlichen Artikel „Opfer des pastoralen Zukunftswegs“ von Joachim Frank im heutigen Kölner Stadtanzeiger zukommen lassen (der online zumindest bis jetzt noch nicht abrufbar ist) und skizziere kurz die auf Insider-Infos basierenden beruhenden wichtigsten Aussagen über die Gründe der Abberufung Meierings:

      - Dessen seelsorgerliche Begabung besonders auch in seiner vorherigen Jugendpastoral wird allenthalben bestätigt – gerade deshalb sei der Kontrast zum Management und zum Verwaltungs-Grau-in-Grau (Generalvikariat) wohl zu groß gewesen, speziell für ihn als Seiteneinsteiger. Ihm habe das Verwaltungsmanagement einfach nicht so gelegen, wie es von einem Generalvikar zu erwarten gewesen wäre.

      - Zudem sei Meiering „Opfer des pastoralen Zukunftsweges“, bei dem es um die Neuordnung der Pfarreien und der Seelsorge im Erzbistum Köln geht. Die dafür eigens eingerichtete Stabsstelle steht unter Leitung einer Theologin, die den Spitznamen „Generalvikarin“ trage und als eigentlich starke Figur an der Seite Woelkis gelte. Diese Konstellation habe immer wieder zu Konflikten mit Meiering geführt – einerseits, weil Meiering eigene Entscheidungen durch besagte Theologin konterkarikiert gesehen habe, andererseits eben, weil Meiering selbst kein begnadeter Verwaltungsmanager sei. Woelki sei deshalb zunehmend unzufrieden mit Meiering gewesen.

      - Darüber hinaus habe es auch „mit der Frage zu tun, wer auf der Bühne stehe und wer dahinter“ – eine sarkastische Anspielung auf Woelkis Publicity einerseits und Meierings Vorliebe für öffentlichkeitswirksame Auftritte andererseits, was wiederum nicht die Rolle gewesen sei, die Woelki ihm zugedacht habe.


      Über die Causa Meiering hinaus verweist der Artikel auf zunehmende Kritik an Woelki (teils brüsker Führungsstil, undurchsichtige Entscheidungsprozesse, theologisch/kirchenpolitisch äußerst konservative Positionen). Statt eines Endes der „bleiernen Zeit“ unter Meisner sei es, so höre man mehr als nur vereinzelt, inzwischen „schlimmer als unter Meisner“. Es ist auch von einem Machtkampf zwischen theologisch-pastoralen „Fundis“ und „Realos“ die Rede.


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  6. Da plaudert mal vermutlich jemand aus dem Ordinariat
    was aus darüber, wie das so lief, nachzulesen bei
    "gloria.tv"
    https://gloria.tv/article/7k4yzrfrViz2DkXrMtJwyVX7t

    Das deckt sich stellenweise auch mit meinem Eindruck.
    Woelki hat's vermasselt.

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  7. Interessant auch, dass man dem jetzt Ex-Generalvikar
    vorwirft, er habe keine Führerqualitäten gezeigt,
    es sei angeblich drunter und drüber gegangen.
    Und ausgerechnet so jemand - wenn das stimmt !? - will
    man auf die Kölner Stadtpfarreien als verantwortlicher
    Priester und "Moderator" für alle loslassen?
    Dass da etwas nicht stimmen kann, liegt auf der Hand.
    Der Personalverschleiß unter Woelki ist erheblich.

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/koeln/erzbistum-koeln-generalvikar-dominik-meiering-hoert-ueberraschend-auf-aid-1.7467083

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  8. Die Kölner ED ist ein einziger Opus-Dei-Sumpf. Meisner hat da ganze Arbeit geleistet. Und Woelki muss jetzt ausmisten.

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    1. Auch das ist viel zu kurz und schablonenhaft gedacht.

      Offenkundig ist Pfr. Meiering ein typischer "werksverbundener" Priester und somit der klassische Vertreter des Kölner OD-Sumpfes.
      http://opusdei.org/de-de/article/generalvikar-meiering-wer-glaubt-springt-uber-einen-abgrund-und-schaut-nicht-lange-hinein/
      Das gilt aber grds. auch für Kdl. Woelki selbst.
      http://www.faz.net/aktuell/politik/woelkis-werk-und-meisners-beitrag-11124796-p2.html

      Außerdem bedeutet Meierings Berufung zum Oberpfarrer im "Sendungsraums Köln-Mitte" ja nichts anderes, als die gesamte Kölner Innenstadt ganz offiziell zum Missionsgebiet des Werks und quasi zu einer Filiale von St. Pantaleon zu machen. Das kann man beileibe nicht als "Ausmisten" bezeichnen.
      Auch sehe ich keinerlei Anzeichen für eine Entmachtung Schwaderlapps, der grauen Eminenz des Kölner Milieus (inkl. des Kardinals selbst).
      https://www.ksta.de/schwaderlapp-leidenschaft-fuer-jesus-10589998

      Hier geht es also eher nicht um eine Maßnahme gegen den "Opus-Dei-Sumpf", allenfalls kann man die Macht- und Richtungskämpfe innerhalb dieses Sumpfes im Hintergrund vermuten. Zu denken, dass die als "Generalvikarin" gehandelte Frau an Woelkis Seite gar nichts mit dem Opus Dei zu tun haben soll, wäre ebfs. naiv (man beachte den Studienort).
      https://www.domradio.de/radio/sendungen/menschen/fachreferentin-fuer-bildung-und-pastoral-beim-bischoeflichen-hilfswerk

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    2. Kölner Katholik21. März 2018 um 05:35

      Danke Jorge,
      ich hatte mir schon Sorgen gemacht,
      wo Ihre Verschwörungstheorien diesmal bleiben.
      Ist schon seltsam, dass all die Journalisten und
      Kenner der Lage davon so überhaupt nichts ahnen.
      Aber dafür haben wir ja Sie...!

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    3. Also dass Pfr. Meiering dem OD nahesteht, wissen Journalisten und Kenner der Lage durchaus.

      Eine Verschwörungstheorie ist das nicht, wie der Link ja beweist macht das Werk selbst gar keinen Hehl daraus.

      Eher schon eine Verschwörungstheorie und jdfs. viel zu simpel finde ich die Annahme, ausgerechnet Kdl. Woelki wolle das Opus Dei in Köln "ausmisten". Dagegen richtet sich mein Beitrag.

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    4. Teil 1:

      Jorge dürfte mit seinen Verweisen auf die enge Verbandelung Kölner Kleriker mit dem Opus Dei und der Anmerkung, dass Woelki da sicherlich nichts „ausmisten“ wolle, richtig liegen.

      Auf das Opus Dei in einem Interview mit der taz angesprochen (bei seinem Wechsel nach Berlin) sagte Woelki: „Wir haben in Köln ein unverkrampftes Verhältnis zu dieser Organisation. … Ich … bin … kein Mitglied des Opus Dei … noch ist das meine Form der Spiritualität.“ taz-Frage: „Aber Sie haben schon eine Predigt über Escriva (den Opus-Dei-Gründer) gehalten, und das in der Kölner Opus-Dei-Kirche St. Pantaleon.“ Antwort Woelki: „Das haben auch andere getan, auch Bischöfe. Und Escriva ist heiliggesprochen worden.“

      www.taz.de/!5113751/

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    5. Teil 2:

      Dieses (im Sinne Woelkis) „unverkrampfte“, freundschaftliche Verhältnis zum Opus Dei haben im Erzbistum Köln auch noch weitere (teils hochrangige) Geistliche, so der von Jorge erwähnte und aktuell als Generalvikar abgelöste Meiering:

      http://opusdei.org/de-de/article/generalvikar-meiering-wer-glaubt-springt-uber-einen-abgrund-und-schaut-nicht-lange-hinein

      Meierings Vorgänger als Kölner Generalvikar, Stefan Heße, heutiger Erzbischof von Hamburg, ist ebenfalls Opus-Dei-Freund; hier eine Meldung des Opus Dei aus seiner Zeit in Köln:

      „Der Kölner Diözesanadministrator Stefan Heße feierte am Gedenktag des heiligen Josefmaria Escrivá eine Festmesse in der Pfarrkirche St. Pantaleon.“

      http://opusdei.org/de-de/article/das-werk-gottes-auf-dem-altar-wirkt-in-unserem-leben-weiter/

      Und heute in Hamburg, dto. eine Meldung des Opus Dei:

      „Eine Gedenkmesse für den Gründer des Opus Dei fand Anfang Juni 2017 im Hamburger Mariendom statt. Zusammen mit dem Regionalvikar des Opus Dei in Deutschland, Dr. Christoph Bockamp aus Köln, feierte den Gottesdienst vor Freunden und Mitgliedern der Prälatur Opus Dei in der Hafenstadt.“

      http://opusdei.org/de-de/article/hamburger-erzbischof-hesse-erinnert-an-den-heiligen-josefmaria/

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    6. Teil 3:

      Nicht zu vergessen den Vor-Vorgänger von Meiering und Vorgänger von Heße als Kölner Generalvikar, den heutigen Kölner Weihbischof Schwaderlapp (vorzeiten Meisners Privatsekretär): Er „hat stets betont, dem Opus Dei sehr nahe zu stehen. Im Gegensatz zu Eltern und Geschwistern sei er allerdings kein Mitglied.“

      https://www.ksta.de/dominik-schwaderlapp-neues-amt-fuer-meisners-alter-ego-10547462

      Und Messen in St. Pantaleon zum Gedenken des Opus-Dei-Gründers oder eines Jubiläums des Opus Dei hat auch Schwaderlapp gehalten, z. B.:

      http://opusdei.org/de-de/article/die-heiligen-sind-die-antwort-gottes-auf-die-fragen-der-zeit/

      2002 fand anlässlich des 100. Geburtstages des Opus-Dei-Gründers seitens der deutschen Region der Prälatur ein Festgottesdienst im Kölner Dom statt, Hauptzelebrant: Kardinal Meisner.

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    7. Was aber wollen Sie uns mit all dem sagen, Tacheles?
      Dass das "Opus Dei" verboten ist?
      Dass das "Opus Dei" nicht katholisch ist?

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    8. Bingo. Markus Hofmann wird neuer Generalvikar des Erzbistums Köln.
      http://www.kath.net/news/63215
      https://www.ksta.de/koeln/erzbistum-koeln-opus-dei-mann-ist-woelkis-neuer-verwaltungschef-29906208
      Hofmann ist die Nummer zwei nach Schwaderlapp und dem Werk noch viel offenkundiger verbunden als Meiering.

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    9. Hofmann hatte ich in meiner Auflistung zwar eingeplant, aber noch weggelassen, weil ich gerne erst die Bestätigung für sich verdichtende Gerüchte haben wollte, dass er tatsächlich zum Generalvikar ausersehen war. Nun aber ist es raus.

      Hofmann gehört, als „Weltpriester“ der Erzdiözese Köln, der „Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz“ an, einer Opus-Dei-Priestergesellschaft:

      „Die Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz ist eine mit dem Opus Dei unlösbar verbundene Klerikervereinigung, die zur Zeit etwa 4.000 Mitglieder hat. Ihr gehören von Amts wegen alle Priester der Prälatur an, und außerdem Diözesanpriester und Diakone, die dies wünschen. Vorsitzender der Gesellschaft ist der Prälat des Opus Dei.

      Die Diözesanpriester treten der Gesellschaft mit dem Ziel bei, gemäß dem Geist des Opus Dei geistliche Unterstützung für ihr persönliches Streben nach Heiligkeit und für ihren priesterlichen Dienst zu erhalten. Ihre Mitgliedschaft begründet keine Zugehörigkeit zum Klerus (zum Presbyterium) der Prälatur. Jeder Einzelne bleibt seiner jeweiligen Diözese inkardiniert und somit nur seinem Bischof unterstellt.

      http://www.de.josemariaescriva.info/artikel/die-priestergesellschaft-vom-heiligen-kreuz

      Natürlich ist Hofmann auch schon in der Opus-Dei-Pfarrei St. Pantaleon in Köln aufgetreten. Auch die kath.net-Gemeinde (vgl. Kommentare beim entsprechenden Link von Jorge) jubelt und freut sich in den Kommentaren u. a. auch darüber, dass Hofmann in seinen jungen Jahren als Ministrant in der ebenfalls sehr streng konservativ ausgerichteten Kölner Gemeinde St. Maria Kupfergasse kirchlich sozialisiert wurde.

      Um noch kurz auf die (rein rhetorischen Fragen) von R. Erwig einzugehen: Ich habe schlicht und einfach mit meiner Auflistung sagen wollen, dass Jorge mit seinen Behauptungen zur „Verbandelung“ Recht haben dürfte und Woelki da bestimmt nichts „ausmisten“ wolle (im Gegenteil, wie der Fall Hofmann jetzt zeigt: Er räumt dem Opus Dei weiteren zentralen Platz in der Kölner kirchlichen Führungsriege ein); in keinerlei Hinsicht habe ich behauptet, das Opus Dei sei verboten bzw. nicht katholisch – wie sollte ich auf so was Hirnrissiges kommen … Frage ist nur, auf welche Weise Opus Die katholisch ist, und das ist eben eine sehr streng konservative.

      Und: Die Kölner erzbischöfliche Führungsetage, die Führung der größten deutschen Diözese, steht offenkundig mehr und mehr unter Einfluss eben dieser sehr streng konservativen Lesart des Katholizismus, unter direktem und indirekten Einfluss des Opus Dei.

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