Samstag, 10. März 2018

Wenn Pfarrer sich nicht an Beschlüsse halten: Evangelischer Bischof kritisiert "Rechtsbruch"!

Wozu braucht man noch Versammlungen und ver-
bindliche Synoden, wenn dann doch jeder aus der Reihe tanzt, wie er es persönlich für richtig hält? - Das ist nicht nur ein Problem bei Amtsträgern der katholischen Kirche (z.B. bei liturgischen Missbräuchen usw.), sondern auch und erst recht bei der evangelischen Kirche. - Kaum hatte man in der Evange-
lischen Landeskirche in Württemberg per Abstimmungsmehrheit den klaren Beschluss gefasst, dass man KEINE gleichgeschlechtlichen Partnerschaften segnen werde, legten die Verlierer der Abstimmung auch schon los: Etliche Pfarrer (ca. 200) erklärten, dass sie das dennoch tun würden.

Der zuständige Landesbischof ist einigermaßen verzweifelt, denn wozu braucht man dann noch Abstimmungen? - Er sieht aber auch, dass die Pfarrer dienstlich gehalten sind, zur "Einheit" in der Kirche beizutragen, und das täten sie nicht, wenn sie sich über "geltendes Recht" hinweg-
setzten.

Da wird ein grundsätzliches Problem des innerkirchlichen Umgangs miteinander angeschnitten...  ---> HIER !

Kommentare:

  1. Ich begreife die Jammerei nicht.
    Solche Pfarrer verstoßen eindeutig gegen ihre Dienstpflichten
    und müssten eine schriftliche Abmahnung erhalten, ggf. diszi-
    plinare Konsequenzen!

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  2. Synodenbeschlüsse sind bindend.
    Alles andere macht keinen Sinn. Der Minderheit steht es aber
    frei, ihren Antrag zur nächsten Synode erneut einzubringen,
    und so wie ich die evangelische Kirche einschätze, wird es
    dann die erforderliche 2/3-Mehrheit für ihren Änderungsantrag
    geben.
    Das Dienstrecht kennt im übrigen diverse Möglichkeiten...

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    1. Und was wollen die letztlich machen? Die Gehälter kürzen? 200 ihrer Pfarrer rausschmeißen? Dann wechseln die bestraften Pfarrer halt in eine andere Landeskirche. Da wird gar nichts passieren. Das können die sich in Zeiten des theol. Fachkräftemangels gar nicht erlauben. Narrenfreiheit! Warten Sie es ab!

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  3. Evangelische Pastoren sind halt keine Priester sondern relativ autarke Angestellte, die gerne auch mal lieber einer politischen Agenda folgen als der Heiligen Schrift.
    Aber das sollte dem Landesbischof eigentlich klar sein.

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  4. Ganz normal ist es, dass da, wo es um die Wahrheit geht, Mehrheitlerei keine tragfähige Basis sein kann.

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