Donnerstag, 29. März 2018

Wirbel um ein Papstgespräch mit Journalist Scalfari: "Es gibt keine Hölle!" - Der Vatikan stellt klar: So hat der Papst das nicht gesagt!

Die beiden seien "befreundet", liest man, und dabei ist die Rede von Papst Franziskus und dem 92-jährigen italie-
nischen Atheisten und Journalisten Eugenio Scalfari.
Der hat nicht zum ersten Mal für Durch-
einander gesorgt, indem er ein Gespräch mit Papst Franziskus als Interview ausgab und dann noch nicht mal wörtlich mitgeschrieben hat, wie er später kleinlaut einräumte.

So ist es wohl auch diesmal: Es gab eine private Begegnung der beiden, man redete über dieses und jenes, und Scalfari hielt es mal wieder für erforderlich, daraus ein an-
gebliches Interview zusammenzubauen. Und darin soll der Papst unter anderem erklärt haben, dass es gar keine Hölle gibt. 

Der Vatikan reagiert erstaunlich schnell und erstaunlich deutlich und erklärt, der Papst habe das so nicht wörtlich gesagt, sondern Scalfari habe das nur aus dem Gedächtnis rekonstruiert. 
Es liegt auf der Hand, welchen Rat ich dem Papst geben würde, was seinen Umgang mit diesem Herrn betrifft. - Im übrigen ist das Thema nur aufge-
wärmt, denn genau das hatten wir bereits vor Jahren...

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Die Zurückhaltung des "Kreuzknappen" ist klug und erstaunlich.
    Aber andererseits sollte man bei der Wahrheit bleiben,
    und da sieht es so aus, dass Papst Franziskus durch seine
    - sagen wir mal: unvorsichtige Übereifrigkeit - selbst für
    solche Skandale sorgt.
    Scalfari hat schon mehrfach gefälscht, der Vatikan hat schon
    mehrfach korrigiert, aber offenbar bleibt beim Verantwort-
    lichen der Lerneffekt aus.
    Da fällt mir ein, was ein kluger Kopf dazu schrieb:

    https://www.cicero.de/kultur/franziskus-im-interview-ein-relativ-katholischer-papst/60925

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    1. Diesen Schundartikel, der innerhalb des Opus Dei ein Nachspiel hatte (sogar Robert Spaemann hat sich von Kisslers Ton distanzieren müssen), stellt wie schon öfter angemerkt streng genommen eine kirchenrechtliche Straftat dar. Kissler hätte danach eigtl. die Kommunion nicht mehr öffentlich empfangen dürfen, weil er in seiner Rolle als bekannter kath. Publizist öffentlich und mit nachhaltiger negativer Wirkung verleumderische Schmähungen gegen den Pontifex ausstieß. "Klug" ist das sicher nicht.
      So einen Dreck auch noch zu verlinken, ist m.E. auch nicht wirklich klug und sicher unter der Würde eines anständigen Kreuzknappenlesers wie @Theodora.

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    2. Kissler ist ja ein angesehener Medienwissenchaftler.
      Empfehlenswert von ihm - offenbar auch für einige
      wutschnaubende Kreuzknappeleser - sein Appell:
      "KEINE TOLERANZ DEN INTOLERANTEN"
      https://www.randomhouse.de/Buch/Keine-Toleranz-den-Intoleranten/Alexander-Kissler/Guetersloher-Verlagshaus/e487727.rhd

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  2. Gerade in diesen Tagen des Gedenkens an Leiden und Sterben
    unseres Herrn Jesus Christus die gegenseitigen Verdächtigungen
    ruhen.
    Ich hätte mir gewünscht, der Papst hätte geschwiegen.
    So schweige jetzt wenigstens ich.

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    1. Liebe Sr.Regina,
      sagen Sie das doch mal dem Vatikan,
      der hielt es doch auch für nötig, darauf zu
      reagieren, statt zu schweigen!

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  3. Der Papst sollte sich seine Freunde sorgfältiger auswählen.

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  4. Ich hätte mir gewünscht,
    dass der Papst diesem Journalisten einfach nicht
    mehr Gelegenheit gibt, seinen Hass loszuwerden.
    Warum er immer noch mit dem spricht, begreife ich nicht.

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    1. Was denn für "Hass"??
      Eugenio Scalfaris Gesprächsmitschriften sind alles andere als gehässig. Er mag den Papst und teilt viele seiner Ansichten.

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    2. wohl besonders die Ansicht, dass es keine Hölle gibt? Könnte ich nachvollziehen. Ist weit verbreitet unter den Christen hierzulande.

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    3. Jorge verbreitet offensichtlichen Unsinn.
      Wie allgemein bekannt und auch im ersten obigen Link
      des Kreuzknappen nachlesbar, ist der alternde Journa-
      list (92 Jahre!) der Ansicht, sein Gedächtnis funktio-
      niere noch so gut, dass er KEINE Mitschriften anfer-
      tigt, sondern angeblich Wörtliches so gut es geht aus
      dem Gedächtnis wiedergibt.
      Deswegen ist er schon mehrfach kritisiert und der Un-
      wahrheit überführt worden.

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    4. Also sehr viel "Sinn" erkenne ich in der vorwurfsvollen Erwiderung der @Kaffeetante aber auch nicht. In meiner Wortmeldung hatte ich nur gesagt, dass ich bei Scalfari keinerlei "Hass" erkenne. Und dass er viele Ansichten des Papstes teilt, was ihn ja für Katholiken sympathisch machen müsste. Über die Genauigkeit seiner Mitschriften oder Gedächtnisprotokolle hatte ich gar nichts gesagt. Egal wie genau oder ungenau sie sind, jedenfalls sind sie nicht gehässig (wie bspw. der o.gen. Artikel von Alexander Kissler).

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  5. Bei allem Respekt,
    aber das Dementi des Vatikans wirkt nicht sehr überzeugend.
    Was heißt denn die Bemerkung, der Papst habe das wörtlich
    nicht so gesagt?
    Ist das ein vorsichtiges Eingeständnis, dass er es aber
    sehr wohl dem Sinn nach gesagt hat?
    An diesem Beispiel wird wieder einmal deutlich, dass auch
    dieser Papst gute Seiten hat, aber leider auch schlechte,
    und dazu gehört seine "Schwatzhaftigkeit" (mir fällt gerade
    kein besseres Wort ein, ist nicht böse gemeint!).

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    1. Das Wort "wörtlich" hat mich ebenfalls sehr irritiert. Ich teile Ihre Befürchtung.

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