Freitag, 20. April 2018

Image-Werbung: Wenn du so richtig Spaß haben willst, geh' ins Kloster!

Diesen Samstag (21. April) ist wieder einmal der empfehlens-
werte "Tag der offenen Klöster".
Darüber gibt's nachher noch einen Extra-Artikel, aber jetzt schon mal vorab der Hin-
weis, dass es einen Hang dazu gab und gibt, das Klosterleben für die interessierte Öffent-
lichkeit als locker-leicht und lustig darzustellen; im Jahr 2014 gab's dazu sogar ein "Image-Video" mit herumalbernden Schwestern, das den Vorgesetzten dann aber selbst so peinlich war, dass man es nachträglich löschen ließ... ---> HIER !

Keine Frage, im Kloster kann es durchaus mal lustig zugehen, und das hat einen möglichen Grund ja schon darin, dass die Klosterleute durch ihre lebenslange Verpflichtung auf eine besondere Art frei sind, für Gott und die Mitmenschen. Da darf man fröhlich sein... ---> HIER !
Es hat sich so ergeben, dass wir als Familie vor Jahren viele Kontakte zu indischen Ordensschwestern hatten, für die wir dann öfters Dinge erledig-
ten. Sie "revanchierten" sich ab und zu mit Essenseinladungen, die wir
mit ihnen in der Klausur einnehmen durften. Ich habe selten Mahlzeiten erlebt, bei denen so viel gekichert und gelacht wurde...

Aber bitte übertreibt es nicht mit der "lustigen" Werbung - die katholische Kirche muss die Waschmittel-Reklame nicht nachmachen,
und wir sollten Interessenten nicht täuschen!

Kommentare:

  1. Bei "katholisch.de" gibt's gerade so eine Vorstellung
    von lustigen Werbe-Kampagnen. Ich finde es nicht so schlimm,
    sieht doch jeder, dass es nur Quatsch ist!

    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/mit-den-kapuzinern-ubers-wasser-laufen

    AntwortenLöschen
  2. Das Problem ist, dass man das Ordensleben eigentlich
    überhaupt nicht per kurzem Video darstellen kann, dazu ist
    es viel zu komplex.
    Die Werbefilmchen sind amüsant, aber die locken keinen hinter
    dem Ofen hervor. Die jungen Leute, die Zuschauer, sind doch
    nicht doof!
    Schon die ersten Chriten wussten, was die beste Methode ist:
    Man lädt Menschen ein, eine Zeitlang mitzuleben!

    AntwortenLöschen
  3. Meine Schwester lebt in einem Kloster der strengen Observanz
    in der Schweiz. Es ist ein Leben, das fast ausschließlich
    dem Fürbittgebet für die Anliegen von Mitmenschen und
    der Anbetung vor dem Tabernakel gewidmet ist.
    Die Ordensregel untersagt die Nutzung von Internet und
    Telefon, es sei denn, dies ist abgesprochen.
    Übermäßig lustig ist solch ein entbehrungsreiches,
    aber auch erfülltes Leben jedenfalls nicht.

    AntwortenLöschen

Bitte beachten: DERZEIT versuchsweise wieder Leserkommentare möglich. Anonyme oder beleidigende Zuschriften haben keine Chance! Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht. Bis zur Freischaltung Ihres Leserbeitrages kann es einige Stunden dauern!
Zuschriften, die nach 19.45 Uhr eintreffen, können zumeist erst am
nächsten Morgen online sein!
=================================================================================