Dienstag, 17. April 2018

Jugendsynode 2018 in Rom: Diesen Text haben die Jugendlichen vorab erarbeitet, heißt es...

Die im Herbst anstehende Jugendsynode mit Bischöfen und sonstigen Teilnehmern aus aller Welt ist im Prinzip eine gute Sache, finde ich.
Man sollte nur aufpassen, dass man vorab nicht eine Art Hoch-
stapelei betreibt. Ich hatte bezüglich des Vortreffens von Jugendlichen in Rom, bei dem sie ein Papier erarbeiten sollten, im vorigen Monat schon ein paar grundsätzliche Bedenken geäußert, die leider von einem der Teilneh-
mer in einem Artikel bei "katholisch.de" bestätigt wurden:
Da liest man z.B., dass trotz päpstlicher Ermahnungen, die Jugend solle mutig voranschreiten und "Unruhe" in die Kirche bringen, die Organisation des Jugendtreffens offensichtlich im Hintergrund von fester Hand struk-
turiert wurde.
Zitat des berichtenden BDKJ-Vorsitzenden: "Das Podium an sich ist mit älteren Männern besetzt. Kein junger Mensch, keine Frau". - Und weiter: Ein Gespräch mit dem Papst war dort angekündigt, doch das entwickelte sich zur Farce, denn es durften nur vorher handverlesene Teilnehmer auftreten, die ein vorbereitetes Statement abgaben - und die jugendlichen Delegierten aus aller Welt durften dazu keine Fra-
gen stellen...

Nein, ich will das Treffen überhaupt nicht schlecht reden; es ist sicher
eine Menge an Anregungen dabei herausgekommen. Nur bitte - nicht be-
haupten, "die Jugend" habe das alles ganz alleine verfasst, was heute als Schlussdokument vorgestellt wurde. Schon wer die geschäftsmäßige Glie-
derung
des Dokumentes betrachtet und die nicht wirklich jugend-
gemäße Sprache,
der ahnt, dass es - na sagen wir mal -  auch ein paar "Hilfestellungen" vom Vatikan gab.

Man schaue ---> HIER und HIER und das besagte Schlussdokument als pdf ---> HIER !

Kommentare:

  1. Werter Kreuzknappe, nach der Lektüre des Artikels
    bei "katholisch.de" gingen meine Gedanken in eine ähnliche
    Richtung wie Ihre!
    Ich bin mir sicher, dass wir uns keine Sorgen um die Synode
    im September/Oktober machen müssen: Es wird schon "das Rich-
    tige" dabei herauskommen, dafür ist gesorgt...

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  2. Das Ganze ist geradezu ein Lehrbeispiel für die
    Diskrepanz zwischen dem, was Papst Franziskus sagt...
    und dem, was tatsächlich geschieht.
    Aber offensichtlich hat er auch nicht eingegriffen und
    nichts gegen diese "gelenkte" Versammlung unternommen.
    Abgsehen davon sind die ca. 300 Jugendlichen, die da aus
    aller Welt zusammengekommen sind, alles andere als repräsen-
    tativ. Ich weiß aus der Schweiz, was für ein Gezänk und Ge-
    rangel es im Vorfeld gegeben hat, wer dazu nach Rom fahren
    darf, bis hin zum offenen Disput in der Bischofskonferenz!

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  3. Man kann jetzt schon Wetten abschließen,
    was die Hauptthemen der Synode sein werden,
    von der Forderung nach mehr Umweltschutz bis hin zur
    Forderung nach mehr Mitsprache für alle.

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