Samstag, 28. April 2018

Kommunion-Debatte: Muss Papst Franziskus nun Farbe bekennen, wo's denn lang geht?

                      Predigt und Linktipps zum 5. Sonntag der Osterzeit ---> HIER !
.
Ich vermute, das ganze Dutzend an Artikeln über den Kommunionstreit innerhalb und außerhalb der deutschen Bischofskonferenz ist hier im Blog bald erreicht, doch ein Ende ist nicht absehbar.
Aktuell greift der Chefredakteur der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA), Ludwig Ring-Eifel mit einem Beitrag
bei "katholisch.de" in die Debatte ein. 

"Papst Franziskus steht vor einer Bewährungsprobe" - so die Schlagzeile. Beim in Kürze anstehenden Treffen einiger deutscher Bischöfe mit der Glaubenskon-
gregation in Rom gehe es nicht nur darum, wieder Frieden in die zerstrittene Deutsche Bischofskonferenz (DBK)
zu bringen. Es muss auch eine Vereinbarung herbei, die praktikabel ist "und auch von den Gläubigen verstanden wird", schreibt der KNA-Chef.
Die Prognose von Ludwig Ring-Eifel ist eher düster: "Ob beides gelingt,
ist fraglich".
 

Das Ganze sei für den Papst jedenfalls "mehr als ein belangloses Theolo-
gengezänk"
, vielmehr sei dieser handfeste Streit auch eine Bewährungs-
probe
für den Reformkurs des Papstes. Dazu reiche es eben nicht, wenn der Papst die Kirche zu einem "Öffnungskurs" ermuntere; er müsse jetzt konkret werden und "auch eine Idee für das entwicklen, was danach kommt"...  ---> HIER !

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Kommentare:

  1. Da hat Ludwig Ring-Eifel das Kernproblem dieses Papstes
    getroffen: Es ist nicht klar erkennbar, wo die Reise hingeht.
    Mal sagt er, "diese Tür ist geschlossen", wenn die Frauen
    nach dem Priestertum fragen, und ein andermal lobt er die
    Frauen, wenn sie nach dem Diakonat verlangen.
    Aber es ist gut, dass die sieben mutigen Bischöfe nun er-
    reicht haben, dass der Papst in dieser wichtigen Frage
    endlich Farbe bekennen muss!

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    1. Farbe bekennen?
      Träumen Sie weiter!
      Papst Franziskus wird, wenn überhaupt anwesend,
      bei dem Gespräch so schwammig bleiben wie eh und je.
      Er wird wieder einmal die Regel aufstellen, wonach es
      keine Regel gibt, sondern immer nur den vom Gewissen
      des Gläubigen entschiedenen Einzelfall.
      Wir wissen doch, wie der päpstliche Hase läuft...

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  2. Die ganze Kommuniondebatte geht mir allmählioch auf den
    Senkel. Jesus hat bei Zöllner Zachäus zu Mittag gegessen,
    obwohl dieser allerhand auf dem Herbholz hatte.
    Und heute wollen unsere Tradi-Bischöfe sich zum Richter
    aufspielen über fromme evangelische Ehepartner
    und denen die Kommunion verweigern - pfui!

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  3. Man sollte die zerstrittenen deutschen Bischöfe
    allesamt sieben Tag oder länger bei Wasser und Brot
    in Fulda in den Sitzungssaal einschließen und sie wie
    bei einem Konklave so lange konfererieren lassen,
    bis weißer Rauch aufsteigt, also eine Kompromisslösung
    vorliegt.
    Glaubt jemand im Ernst, dass von Papst Franziskus eine
    konkrete Hilfestellung für das deutsche Gezänk kommt?

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  4. Das Verhängnis in der Debatte liegt daran,
    dass es den deutschen Bischöfen in Jahrzehnten nicht
    gelungen ist (bestand überhaupt eine Absicht dazu?),
    den Gläubigen den würdigen Kommunionempfang und dessen
    Bedingungen zu vermitteln.
    Jetzt rächt sich das, denn nun sieht es für die Öffentlich-
    keit so aus, als ginge es bei der Ablehnung der Kommunion
    nur um geschiedene Wiederverheiratete und Evangelische.
    Spätfolgen!

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    1. Helmut Schneider28. April 2018 um 12:51

      Da treffen Sie die Achillesferse der deutschen
      Bischöfe, wobei es woanders vielleicht sogar ähnlich ist.
      Die Glaubensunterweisung findet so gut wie überhaupt
      nicht mehr statt.
      Wir hatten Anfang der 1960er Jahre Sonntag Nachmittags
      noch Christenlehre für die Kinder und Jugendlichen,
      und für die Erwachsenen fanden regelmäßig Vortrags-
      abende im Pfarrsaal statt.
      Heute ist davon nichts mehr zu sehen.
      Wenn man in die Programme der Bildungswerke schaut,
      könnte man glauben, es handele sich um die Volks-
      hochschule mit Yoga, Selbstverwirklung, Kochkursen
      usw. usw.
      Dem Papst dürfte schon klar sein, wie sehr er jetzt
      in der Zwickmühle ist. Ob er überhaupt an dem Treffen
      in Rom teilnimmt?

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  5. In unserer Pfarrei hat sich das Thema längst erledigt.
    Der Pfarrer ließ durchblicken, dass er sich nicht berufen
    fühlt, den Kontrolleur zu spielen.
    Wer es selbst verantworten könne, zum Tisch des Herrn hinzu-
    zutreten, der solle das tun.
    Und so geht fast die komplette Gemeinde nach vorne und
    holt sich die Kommunion ab. Fertig!

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