Dienstag, 24. April 2018

Kommunion: Kardinal Kasper schlägt ehrliches Nachdenken vor, und Bischof Voderholzer will kein "Ewiggestriger" sein!

Die aktuelle öffentliche Debatte um den Kommunionempfang hat, wenn ihr medial aufgezwungener Start auch unerquicklich war, ganz offensichtlich auch ihr Gutes:
Viele Bischöfe und Theologen äußern sich, und zahlreichen Gläubigen wird noch einmal bewusst, dass der Empfang der Heiligen Kommunion keine Selbstverständlichkeit und schon gar kein Automatismus ist. 

Zur Sache äußerten sich aktuell zum Beispiel Kardinal Kasper als Kritiker der sieben Brief-
schreiber nach Rom und der Regensburger Bischof als einer, der die Anfrage mit unter-
schrieben hat.
Kardinal Kasper geht von der Annahme aus, dass Katholiken und Protestanten heute "schon eine Kirche" sind, "wenngleich nicht in voller Gemeinschaft". Es komme beim Kommunionempfang immer auf den Einzelfall an... ---> HIER !

Bischof Voderholzer begründet in einem langen Interview, warum er die Anfrage nach Rom unterschrieben hat und warum er sich gegen Be-
schimpfungen wie "Ewiggestriger" wehrt... - Als pdf-Datei ---> HIER !

Kommentare:

  1. Was redet Kardinal Kasper denn da für einen Unsinn
    von wegen, Katholiken und Evangelische seien schon
    "eine Kirche"?!
    Das ärgert mich seit Jahr und Tag bei ihm, diese plakative
    Art der Diskussion, und wenn man ihn kritisiert, dann ist
    er schnell eingeschnappt.

    http://religion.orf.at/stories/2669186/

    Er stilisierte Debatten gleich hoch zum "theologischen
    Krieg"...

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    1. Wie ich gestern schon sagte hat Kdl. G.L. Müller denselben "Blödsinn" schon vor einigen Jahren klargestellt. Der @Studiosus wird mit jedem Semester anmaßender mit seinen pseudotheologischen Statements.

      Selbstverständlich gibt es aus katholischer Sicht nur eine Kirche. Und selbstverständlich gehören dazu zumindest aus nachkonziliarer Sicht auch die Christen der Reformation. Das ist doch auch die Kernaussage von Dominus Iesus. Alles andere wäre Konfessionalismus (und so etwas als Katholik zu befürworten wäre eine echte "Protestantisierung").

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    2. "Jorge" versucht es mal wieder mit
      den üblichen Nebelkerzen. Wie immer allerdings auch
      erfolglos.

      http://www.dw.com/de/was-protestanten-und-katholiken-trennt/a-37856042

      http://members.aon.at/veitschegger/texte/evangelisch%20katholisch.htm

      https://www.erzdioezese-wien.at/site/glaubenfeiern/christ/oekumene/article/58093.html

      http://www.k-l-j.de/052_evangelisch_katholisch.htm

      https://www.domradio.de/nachrichten/2011-01-10/unterschiede-zwischen-katholiken-und-protestanten-beim-verstaendnis-der-eucharistie

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    3. Argumente wären besser, aber da kneift der "Studiosus" leider und führt irgendwelche Infolinks an, die am Thema vorbeigehen. Da steht soweit ich sehe gar nichts, was meiner Darlegung widersprechen könnte. Doktrinäre Unterschiede sind doch kein Grund, dass Reformationschristen außerhalb der Kirche stehen würden (wie Kasper im Einvernehmen mit Müller erläutert, und diese beiden dürften es besser wissen als @Studiosus).

      Die Links sind auch insofern irreführend, als dort gerade die (angeblichen) Unterschiede zw. kath. und ev. Eucharistieverständnis erläutert werden. Abgesehen davon, dass diese Unterschiede in vielen Punkten längst überwunden sind (etwa "Kon-" oder "Trans-"substantiation), geht es in der ggw. Debatte aber auch gerade um individuelle Prottis, die mit dem kath. Verständnis des Herrenmahls gar keine Probleme haben und deshalb (eben weil sie auch Kirchenglieder sind genau wie wir) nach Meinung vieler auch problemlos bei uns kommunizieren könnten.

      Die Antwort des @Studiosus ist also völlig neben dem Schirm.

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    4. Jorge bestätigt es mal wieder:
      Alle, die anderer Meinung sind als er, sind nicht
      wirklich katholisch, und wenn es noch so viele sind,
      wie die Verlinkungen eindrucksvoll zeigen.
      Danke, Studiosus, und lassen Sie sich nicht ins
      theologische Bockshorn jagen.
      Wenn das stimmen würde, was Jorge da behauptet,
      wären die Anstrengungen um die Ökumene theologisch
      völlig überflüssig, weil die Evangelischen ja doch
      angeblich längst irgendwie katholisch sind.

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    5. Irreführende Antwort, lieber Jerome.

      Ökumene ist nicht überflüssig, weil die Prottis genau wie wir Glieder der Kirche sind. Innerchristliche Ökumene beruht vielmehr genau auf dieser Einsicht, dass das so ist. Genau darin (dass wir alle Christen sind und ergo auch Kirchenglieder) liegt ja das Verbindende. Ohne diese Einsicht wäre Ökumene im engeren Sinn völliger Unsinn.

      Bitte lies einfach nochmal Dominus Iesus. Da wird doch aus genau diesem Grund die Rede von verschiedenen "Kirchen" als unkatholisch (und daher auch unökumenisch) abgelehnt.

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  2. Welch ein qualitativer Unterschied zwischen
    Kardinal Kasper und der sehr differenzierten Sichtweise
    von Bischof Voderholzer.
    Respekt, das hat er gut gemacht!

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  3. Immer wieder überraschend und erfreulich,
    wie schnell und gut der "Kreuzknappe" das Wichtigste
    vom Tage herausfischt und präsentiert.
    Herzlichen Dank!

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  4. Ob der Kasper wohl schon mal darüber nachgedacht hat, Protestant zu werden?

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  5. Was wir von Kardinal Kasper zu halten haben,
    wissen wir doch längst.
    Man muss sich nur mal daran erinnern, wie er sich vor und
    während der Familiensynode aufgeführt hat. Ganze großes Kino.

    http://kreuzknappe.blogspot.de/2014/10/das-afrika-interview-von-kardinal.html

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