Mittwoch, 25. April 2018

Kommunionempfang: Bischof Feige polemisiert gegen Bischöfe, die in Rom angefragt haben

Noch 2014 erklärte Bischof Feige, er halte es für "unan-
gebracht, wenn Bischöfe sich über die Medien vorführen und gegeneinander aufbringen zu lassen"
---> HIER !
Es hat auch sein Gutes, schrieb ich (---> HIER !) gestern, wenn die Diskussion um den Kommunionempfang die Menschen auftrüttelt, doch auch bei Bischöfen gilt: Der Ton macht die Musik!
Wenn die Aussagen in den verlinkten Artikeln wirklich stimmen, dann unterstellt Bischof Feige seinen Bischofskollegen, die nach Rom geschrie-
ben haben, "jede nur geringfügige Veränderung abwehren" und ihnen gehe es nicht um "die mühevolle Suche nach einer... Lösung", sondern sie hätten schlicht ein "vorkonziliares Kirchenbild".

Solch ein Tonfall erschwert allerdings das Gespräch, finde ich. 
Man schaue --->HIER und HIER und HIER !
Sehr aufschlussreich - aber auch ohne da jedem dort gelesenen Satz zustimmen zu wollen! - ist ein heute in der "TAGESPOST" erschienener ausführlicher Artikel von Guido Horst. Da stellt sich manches doch deutlich anders dar als die Sichtweise von Bischof Feige ---> HIER !

Kommentare:

  1. ein Priester (76 Jahre)25. April 2018 um 15:27

    Der Bericht in der "Tagespost" ist in der Tat bemerkenswert.
    Jetzt kommt noch deutlicher als bisher heraus, wie sehr es
    während der Frühjahrstagung der DBK-Bischöfe gekracht hat:
    13 Bischöfe und Weihbischöfe haben sich gegen den Entwurf
    von Marx ausgesprochen!
    Noch interessanter allerdings die Aussage, was für ein Be-
    fremden es im Vatikan ausgelöst hat, dass Marx offenbar
    einen trickreichen Alleingang versucht hat.
    Was Bischof Feige betrifft: Wer mit solchen bösartigen
    Unterstellungen daherkommt, ist m.E. nicht an wirklichen
    Gesprächen interessiert.

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    1. Gegen Feige zu polemisieren, ist weißgott nicht fair.

      Erstens ist er einer der besonnensten und seriösesten Männer im dt. Episkopat. Zweitens als Diasporabischof und Ökumenefachmann enger an der Sache wie kaum ein anderer.

      Was Feige zu dem Thema sagt, sollte man also ernst nehmen. Sicherlich zwanzig- oder dreißigmal ernster als die stets etwas hinterhältigen und von versteckten kirchenpolitischen Motiven geleiteten Äußerungen des Müller-Intimus und früheren Privatsekretärs von Giulio Andreotti, der wie ein kleiner Italiener denkt und von Ökmene nichts versteht.

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  2. Es wird immer deutlicher, wie verheerend es ist,
    dass der Journalist Joachim Frank die internen Papiere
    der Öffentlichkeit preisgegeben hat.
    Von da an war an ruhige, sachliche Gespräche nicht mehr
    zu denken.
    Ist ein solch schwerer Schaden, der der Kirche zugefügt
    wird, eventuell sogar ein Grund für die Exkommunikation?

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  3. kirchlicher Angestellter25. April 2018 um 15:39

    Kleiner Lesetipp, was Bischof Feige
    und die Probleme vor der eigenen Haustüre betrifft:

    https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2011/rechnen/die-abrechnung

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  4. Wer sich derart aufführt wie Bischof Feige,
    der hat meistens etwas zu verbergen und lenkt davon ab.
    So ist es auch, denn als ich den hervorragenden
    Artikel in der "TAGESPOST" las, wurde mir alles klar:
    Kardinal Marx hat mit seinen Gesinnungsfreunden versucht,
    die DBK auf der Versammlung zu überrumpeln, aber das ist
    ihm nicht gelungen, zumindest nicht geräuschlos.
    Nun ist man stinkig und schlägt mit einem Vokabular um
    sich, das mich erschaudertn lässt.

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  5. Meine Mutter sagte immer:
    "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich"
    So gesehen besteht Hoffnung...

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  6. Vielleicht kann Kardinal Marx uns endlich mal erklären,
    warum solche Christen, die als evangelische Ehepartner
    sonntags stets die Heilige Messe besuchen und das katholische
    Glaubensverständnis bejahen, nicht einfach katholisch werden,
    so wie es Tausende Konvertiten vor ihnen getan haben?
    Wenn eine "Notlage" vorliegt,
    die man SELBST leicht beenden kann, warum mutet man dann
    der Kirche zu, dass diese die Arbeit für einen macht?

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    1. Das ist eine berechtigte Frage.

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    2. Konversion ist nicht die Lösung der Wahl für dieses Problem und in vielen Fällen gar nicht wünschenswert. Niemand muss die Konfession wechseln, um zur Kirche zu gehören und in den Genuss der Sakramente zu kommen. Das ist seit dem Ökumenismusdekret des 2. Vat. Konzils und erst recht seit Dominus Iesus (und noch deutlicher seit den Äußerungen Papst Franzens zur ev. Beichte) der state of the art in der katholischen Ekklesiologie. Vielleicht hat Marx das nicht deutlich genug erklärt, aber jeder Fachmann sowie auch zahlreiche besser informierten Laien wissen das. Für katholische Kirchenfachjournalistinnen wie Einig gilt das allemal.

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    3. @Jorge: Komisch nur, dass die "neuen Theologen" auf einmal ganz anders reden, wenn ein Katholik austritt, übertritt oder gar von Baptisten erneut getauft wird. Dann sind auf einmal nicht mehr alle gleich.
      Es gibt wohl kaum etwas Verlogeneres als die Konzilstheologie. Und das merken die Menschen auch.

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  7. Bischof Feige verblüfft mich.
    Bislang war er mir eher als sachlich und ruhig aufgefallen;
    dass er jetzt derart um sich schlägt, deutet wohl auf die
    verzweifelte Lage hin, in der die Marx-Truppe sich jetzt
    befindet. Man lese den Artikel von Guido Horst,
    dann gehen einem die Augen auf.

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  8. Ja,Herr Bischof Feige,
    das Maß ist voll.
    Ich gehe morgen aufs Amt und trete nach Ihrer unfassbaren
    Aktion aus dieser Kirche aus!

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    1. So impulsiv zu reagieren, ist vielleicht nicht gut.
      Ich bitte Sie herzlich, das noch einmal zu überdenken.
      Die Kirche lebt von der Vielfalt der Gläubigen und
      deren Meinungen. Wenn Ihre Meinung fehlt, ist das
      womöglich bedauerlich.
      Mit herzlichem Gruß

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  9. Wie wohltuend sachlich im Vergleich zu dem fast
    pöpelhaften Stil von Bischof Feige ist doch
    Bischof Ipolt:

    http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/eucharistie-bischof-ipolt-hofft-auf-vatikan-vermittlung

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  10. Vorkonziliar? Er meinte wohl vorprotestantisch!

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    1. @Arminius sollte vielleicht einfach mal die Antworten, Tipps und Denkanstöße ernstnehmen, die man ihm gibt.

      Tendenziell protestantisierend-konfessionsspaltend ist doch die Auffassung derjenigen, die partout keine Kommunion von akatholischen Gläubigen wollen.
      Interkommunion dagg. ist gut katholisch und gerade nicht protestantisch. Überzeugt antikatholische Protestanten alter Schule würden niemals eine Messe bsuchen geschweige denn zur Kommunion gehen.

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    2. "Überzeugt antikatholische Protestanten alter Schule würden niemals eine Messe bsuchen geschweige denn zur Kommunion gehen." Nur macht das den Umkehrschluß noch nicht zwingengend logisch. Und eine gewisse Vorsicht, damit sich niemand das Gericht isst, spricht durchaus für einen freundschaftlichen und wohlwollenden Umgang. Es ist doch nicht alles egal.

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