Montag, 30. April 2018

Philosoph zur Kreuz-Debatte: "Warum Söder Recht hat" und nicht seine "einfältigen Kritiker"

Die öffentliche Diskussion über die Bedeutung des Kreuzes in heutiger Zeit ist erst ein-
mal gut, finde ich.
Die Meinungen gehen auffal-
lend weit auseinander, wobei
es zumindest auf den ersten Blick etwas kurios ist, dass sich ausgerechnet Kirchenver-
treter GEGEN das Kreuz
   in öffentlichen Gebäuden aus-
sprechen. 

Zwei Stimmen, die sich auf
die Seite Söders und der CSU schlagen, seien hier genannt: Die "TAGESPOST" kann die "zur Schau gestellte Solidarisierung einiger kirchlicher Amtsträger..". mit den Kreuzverächtern nicht nachvollziehen und findet, das Verhalten solcher Kirchenvertreter grenze an "Selbstaufgabe"... ---> HIER !

Deutlich differenzierter und auf die wichtige Funktion religiöser Symbole gerade in der heutigen modernen Gesellschaft abhebend schreibt der Phi-
losoph und Wissenschaftsjournalist Dr. Alexander Grau im "CIERO" aktuell darüber, "Warum Söder Recht hat" und nennt dessen Kritiker "mitunter etwas einfältig"... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Toller Artikel, so hatte ich das noch garnicht gesehen!
    Umso unbegreiflicher ist,
    dass Marx und ein paar Kollegen dagegen polemisieren!
    Nicht die Kreuze in öffentlichen Gebäuden spalten die Ge-
    sellschaft, sondern Bischöfe, die ihren eigenen Glauben
    verleugnen und dadurch Leute in die Irre führen!
    Da fällt mir eine wahre Begebenheit aus der belgischen
    Hauptstadt Brüssel ein, die auch immer politisch korrekt
    sein will:
    Vier Angestellte der Stadtverwaltung hatten privat Geld
    geopfert und in der Eingangshalle einen Weihnachtsbaum
    aufgestellt.
    Der Oberbürgermeister verlangte darauf hin die Entfernung
    des Baumes, weil dieser die Muslime diskriminiere und be-
    leidige.
    Doch dann kam heraus: Zwei der vier edlen Spender sind
    selbst Muslime, und niemand von den muslimischen Angetellten
    war gegen den Baum...!

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  2. Insbesondere den Artikel aus dem "CICERO" sollte man durch Verlinkung an Freunde und Bekannte und auch an den eigenen Pfarrer im Ort weiterreichen. Ganz großartig erklärt!

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  3. Einfältig ist vielmehr zu glauben, dass die Kritiker gegen Kreuze in öffentlichen Gebäuden seien. Sie sind gegen den Missbrauch des Kreuzes durch den Staat, gegen seine Verweltlichung. Genau das hat Söder betrieben, das Kreuz als Zeichen für Bayern oder Deutschland, oder das Abendland, das ist pervers und antichristlich.

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    1. Da verwechseln Sie was, Max.
      Pervers ist es, in Jerusalem als Bischof sein
      Kreuz zu verstecken
      und dann hier in Deutschland lauthals andere zu
      kritisieren, die ein Kreuz haben wollen.

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    2. Nein, Max hat völlig Recht. Söders Kreuzvorstoß ist reiner Folklorekram und aus ernsthaft religiöser Sicht Missbrauch.

      Was Jerusalem angeht, kann man nicht oft genug sagen, dass das Verhalten der Kreuzfahrer am 15, Juli 1099 pervers war, zahlreiche unschuldige Greise, Frauen und Kinder, darunter auch nichtlateinische Christen, mit Stichwaffen zu ermorden und ihre Häuser und Besitztümer in Beschlag zu nehmen. Der Tempelberg war ein Brennpunkt dieses Geschehens, wo die mit angehefteten Kreuzen gekennzeichneten Täter buchstäblich in dem vom Tempelberg herabströmenden Blut wateten. Später lobte Papst Paschalis diese Art der "Reinigung" der Stadt ausdrücklich. An diesem Ort sollte in Zeiten rel. Terrors kein lateinischer Christ ein sichtbares großes Brustkreuz tragen, auch Bischöfe nicht. Das wäre das falsche Zeichen.

      @Sebastian müsste das eigtl. wissen, denn ich hatte schon mehrfach auf diese Episode hingewiesen. Dass er und andere diese Zusammenhänge nicht wahrnehmen und dennoch unbeirrt in die Hetze gegen die Bischöfe Marx, Schick, Bedfort und wie sie alle heißen einstimmen, die angeblich das ihre Kreuze "versteckt" hätten, lässt darauf schließen, dass @Sebastian und seine Gesinnungsgenossen nicht besser sind als andere Befürworter rel. Gewalt, bspw. IS-Sympathisanten. Schade!

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  4. Marx legt nach und sagt: Kreuze in Klassenzimmern
    und Gerichtssälen sind in Ordnung, Kreuze in Behörden nicht.
    Das erschließt sich mir von der Logik her irgendwie nicht.
    Soll das heißen: Für unmündige Kinder
    und für Straffällige ist das Kreuz eben auszuhalten,
    aber beim Antrag auf Sozialhilfe oder Wohngeld ist es
    enorm störend?!

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  5. Man reibt sich die Augen, dass unsere Tradis hier einen Politiker vehement verteidigen, der als Begründung seiner Kreuz-Aufhängeaktion klipp und klar wie ein Dogmatik-Professor erklärt hat: "Das Kreuz ist kein religiöses Zeichen!"

    Woran man mal wieder sieht, dass es den Zradis nur um Polit-Agenda geht. Hauptsache, etwas erscheint "rechts", dann kann es theologisch noch so daneben sein.

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