Samstag, 21. April 2018

Pro und kontra: Sollten 21 evangelische und zwei katholische "Nazi-Glocken" läuten dürfen?

Die "Deutsche Welle" und andere Medien haben den Agenturbericht veröffentlicht: Nach einer Umfrage innerhalb der evan-
gelischen und katholischen Kirche sieht es in Deutschland wahrscheinlich so aus, dass noch 21 evangelische und zwei katho-
lische Glocken im Läute-Einsatz
sind, die erkennbar Nazi-Symbole tragen.
Wie man sich erinnert, gab es in einem Ort bereits heftigste Debatten, und irgendwelche Leute nahmen das Recht in die eigene Hand und schliffen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das Hakenkreuz (---> HIER !) an einer Glocke ab.

Aber mit solchem Aktionismus ist das Problem ja nicht wirklich aus der Welt, mal abgesehen von der Frage, ob wir jetzt in Deutschland Selbstjustiz einführen möchten oder nicht.
Was meinen Sie? - Sollte man die noch im Einsatz befindlichen Glocken fachgerecht (!) abschleifen oder durch neue ersetzen? - Oder wäre das ein guter Anlass, um sich über das Thema in Veranstaltungen usw. zu infor-
mieren? - Oder reicht es, wenn man einen ausführlichen Hinweis auf die schlimmen Taten der Nazis an einer Hinweistafel gut sichtbar anbringt?

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Helmut Schneider21. April 2018 um 18:29

    Vielleicht sind die Bedenkenträger solche Leute,
    die noch nie eine Kirche betreten haben.
    Sonst wüssten sie nämlich, dass die Glocke niemand sieht.
    Alle zwei Jahre kommt vielleicht ein Glockensachverständiger,
    der Klang und Sicherheit überprüft, das wars dann aber auch.
    Niemand klettert in den Turm, der sowieso aus Sicherheits-
    gründen abgeschlossen sein muss.
    Ergo: Man kann alles übertreiben - und eine neue Glocke
    kostet so viel wie ein Mittelklasseauto!

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    1. Das Hauptproblem bei diesen Glocken ist, ob man in Gemeinde und Oeffentlichkeit davon weiss oder nicht.

      Solange kein Mensch, der das Laeuten hoerte, wusste, was da eigtl. auf der Glocke draufsteht, juckte das Problem natuerlich niemanden und man konnte die Glocke ganz normal benutzen.

      Sobald bekannt ist, was da steht, muss die Glocke aber natuerlich weg. Bei jedem Laeuten an Adolf Hitler denken zu muessen, ist fuer einen glaeubigen Menschen unzumutbar.

      Stellt euch einfach vor, auf diesen Glocken stuende "Jesus ist nicht auferstanden" oder "Allah izt gross und Mohammed ist sein Prophet" oder sowas. Kein Mensch aus dem Tradilager wuerde dafuer eintreten, so eine Glocke haengenzulassen.

      Dass sie bei Naziglocken eine Ausnahme machen, laesst hinsichtlich der Tradiweltsicht aber tief blicken.

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  2. Sahnetorte jetzt
    Das ist doch wieder so eine hochgespielte Presse-Geschichte!
    Wer von uns war denn schon mal im Glockenturm und hat sich die Glocke ganz genau angeschaut? Noch viel weniger werden das Kirchenferne tun! - Also bitte nicht auf jeden Schmarrn reinfallen!

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  3. Nein, die Naziglocken sollten natürlich nicht mehr leuten. Ebenso ist der von den Nazis eingeführte Feiertag am 1. Mai wieder zu streichen.

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    1. Dass der braune Rassist Arminius dafür nur den üblichen Zynismus übrig hat, verwundert nicht.

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    2. @Kreuzknappe
      Erfüllt das den Straftatsbestand der Beleidigung?

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    3. Werter Leser "Tradi-Opfer",
      ich kann nicht erkennen, was an der Äußerung von
      "Arminius" rassistisch oder braun sein könnte.
      Es gibt übrigens auch so etwas wie einen linken
      Rassismus, wie man feststellen kann.

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    4. zur FRAGE VON LESER "ARMINIUS" von 07:11 Uhr:

      Mal salopp gesagt: Wer heftig austeilt,
      sollte auch heftig einstecken können.
      Halten Sie die Behauptung des Lesers "Tradi-Opfer"
      denn für begründet/unbegründet?
      Ich verweise mal auf THILO SARRAZIN,
      dem auch Rassismus vorgeworfen wurde:
      https://www.welt.de/welt_print/debatte/article6811141/Thilo-Sarrazin-ist-kein-Rassist.html

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    5. Früher haben die Nazis Glocken eingeschmolzen um davon die letzten Waffen zu schmieden und heute sollen Glocken eingeschmolzen werden weil dort Adolf eingraviert ist. Wir kommen aus dem Einschmelzen gar nicht mehr heraus. Eigentlich sollen die Glocken ja zur Teilnahme an der Messe aufrufen. Wen interessiert das denn?

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    6. @Kreuzknappe
      Begriffe wie "brauner Rassist" etc gehören zum Standardvokabular linker Extremisten, wie man auch an der Sarrazindebatte sehen konnte. Sie werden auch gerne als Totschlagargumente genutzt, wenn der eigene Intellekt für eine Debatte nicht ausreicht.

      Das ändert aber nichts am beleidigenden Charakter solcher Begriffe, zumal hier bei anderer Gelegenheit schon Posts wegen solch harmloser Begriffe wie "Idiot" gelöscht worden sind.

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    7. Arminius,
      kein Problem - wenn Sie das als Betroffener
      ausdrücklich wünschen, werde ich den grenzwertigen Leserbeitrag von "Tradi-Opfer" nachträglich löschen.

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    8. @Kreuzknappe
      Vielen Dank für das Angebot! Aber lassen Sie seinen "Beitrag" ruhig stehen. Ich denke, er ist hinreichend kommentiert worden.

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    9. Arminius sollte nicht wehleidig rumjammern, sondern diese Titulierung als Ritterschlag nehmen.

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  4. ... und wenn wir schon beim Großreinemachen sind:
    O.K., dann bitte auch die Autobahnen alle zurückbauen,
    denn das sind Aufmarschstraßen für die Nazis gewesen,
    sie wurden von Hitler für militärische Zwecke konzipiert.
    Und bitte auch den 1. Mai abschaffen,
    der von den Nazis zum bezahlten gesetzlichen Feiertag
    gemacht wurde...

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  5. In den fast 70 Jahren (!) seit Kriegsende bestand offenbar
    kein Anlass zu solch einer Diskussion. Generationen haben
    damit gelebt, ohne dass sich jemand von einer läutenden Glocke
    bedroht gefühlt hat.
    Warum soll das jetzt anders sein?
    Sind die Glocken im KLang aggressiver und nationaler ge-
    worden?
    Aber mal im Ernst: Man darf sich doch fragen, ob die
    Deutschen wirklich keine anderen Sorgen haben als diese!
    Trotzdem bin ich dafür, dass dort, wo das Thema wegen
    einer tatsächlich vor Ort vorhandenen "Nazi"-Glocke hoch-
    kommt, eine gründliche und seriöse Diskussion und Infor-
    mation stattfindet, gerne auch mit einer Gedenktafel,
    direkt vor der Glocke...

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  6. Ein ganz auffälliges Zahlenverhältnis!
    21 evangelisch
    2 katholisch
    Keiner der Presseberichte scheint sich dafür zu interessieren.
    Warum wohl?

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  7. Man kann und sollte nicht alle Symbole dieser traurigen
    Epoche einfach wegschleifen und vernichten.
    Man kann doch den Schrecken und die Grausamkeit damit nicht
    ungeschehen machen, und gerade das Vorhandensein dieser
    Glocken ist doch ein konkreter und nicht herbeikonstruierter
    Anlass für staatsbürgerliche Bildung der Jugend.
    Also unbedingt erhalten, aber auch dokumentieren und auf-
    klären!

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    1. Nationallibertärer Katholik22. April 2018 um 10:36

      Das sehe ich auch so. Man muss auch unsere Vergangenheit differenziert ansehen dürfen. Und dazu gehört auch, dass eben nicht alles zwischen 33 und 45 schlecht war. Auch wurde manches geschaffen, worauf wir immer noch stolz sein dürfen. Präsident Putin macht das klüger: im ganzen Land lässt er Stalin-Denkmale restaurieren oder neu errichten. Weil er so gescheit ist, auch die Sowjet-Zeit differenziert zu bewerten.

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    2. Agent provocateur?

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