Dienstag, 24. April 2018

Strittige Kommunion-Handreichung: Marx und DBK auf Konfrontationskurs mit dem Vatikan?

"Geht die DBK auf
mit Rom"
, fragt aktuell "VATICANHISTORY-NEWS-BLOG" und begründet dies mit der Feststellung, dass der "Ständige Rat" der Deut-
schen Bischofskonferenz ges-
tern in Würzburg konferiert hat. 
Dabei hat  man nach Eingang diverser schriftlicher Ände-
rungsvorschläge zum Entwurf der pastoralen Handreichung zum Kommu-
nionempfang für Nichtkatholiken gestern auch eine "finale Fassung" des Papiers erstellt.
Das ärgert den Schreiber, denn er fragt sich und seine Leser, was das denn zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich soll. - Nachdem klar ist, dass sogar Papst Franziskus Gesprächsbedarf darüber sieht und drei Ge-
sprächspartner aus der DBK nach Rom gebeten hat, ist eine finale Fassung noch VOR diesem entscheidenden Gespräch eigentlich ein Affront gegen Rom, denn man kann das so deuten: Ihr könnt ja mit dem Papst bespre-
chen, was ihr wollt, aber unser Papier ist jetzt schon fertig! ---> HIER !

Man schaue auch ---> HIER !
Und wie immer gilt sicher auch diesmal: Das kann man bestimmt auch anders sehen: Der Begriff "finale Fassung" ist etwas unglücklich gewählt; ich kann mir nicht gut vorstellen, dass die Mehrheit der deut-
schen Bischöfe die kommende Sichtweise des Papstes ignorieren wird, sondern ggf. eine weitere und dann wirklich finale Fassung erstellt.

Hinweis:  Zu weiteren Stimmen zu diesem Papier (Kardinal Kasper, Bischof Voderholzer) äußere ich mich heute in einem zusätzlichen Artikel.

Kommentare:

  1. Wie der "Kreuzknappe" schon andeutet, kann man die "finale
    Fassung" durchaus anders sehen als der aufgeregte Blogger.
    Da bislang ja nur eine Entwurfs-Fassung vorlag, ist für das
    anstehende Gespräch mit dem Papst eine "finale Fassung" mit
    eingearbeiteten Änderungsvorschlägen in jedem Falle sinnvoller.
    Jetzt herrscht Klarheit, wie der Kurs sein soll, und das
    ist eine gute Gesprächsgrundlage!

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    1. Das sehe ich ähnlich entspannt.
      Allerdings ist die Formulierung "final" angesichts
      des Papst-Gespräches schon dumm-dreist.

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  2. Dass "Papst Franziskus Gesprächsbedarf darüber sieht", ist eine reine Kath.net-Ente. Der Papst ist persönlich dafür bekannt, dass er unkonventionelle ökumenische Eigenmächtigkeiten gutheißt, solche auch selbst praktiziert und dazu ausdrücklich ermuntert:
    Schon vor seinem Pontifikat war sein spezielles Verhältnis zu seinem evangelikalen Gärtner und die öffentliche Segnung im Luna Park in Bs. As. Gesprächsthemen, später kamen das Kelchgeschenk an die Lutheraner und die Ermunterung beim Treffen mit amerikanischen Freikirchenvertretern dazu, mutige Schritte zu gehen, ohne auf die offizielle Ökumene zu warten.

    Dass es im Kurienapparat oder auch in der Glaubenskongregation Bremser, theologische Betonköpfe oder Erbsenzähler oder vllt. auch nur einfach Gegner oder Neider von Kdl. Marx geben mag, die da eine Gelegenheit sehen und sich von kath.net kaufen lassen, ist eine Sache. Dass der Papst dahinter stecken soll, ist eine reine Propagandalegende.

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