Sonntag, 22. April 2018

Theologie-Professorin zur Kommunion-Debatte: Deutsche Bischöfe sind völlig ahnungslos!

                    Predigt und Tipps zum 4. Sonntag der Osterzeit ---> HIER !
:
Etwas salopp könnte meine Schlagzeile auch lauten: "Theologin:
Manche deutschen Bischöfe sind doof!"

Wie man bei "katholisch.de" aktuell lesen kann, hat sich jetzt auch
die Theologie-Pro-
fessorin Dr. Johanna Rahner in die laufende Kommunion-Diskussion eingeschaltet. Dabei packt sie gleich den ganz großen Hammer aus:
Die Kritiker (sie meint wohl unter anderem unausgesprochen die sieben Bischöfe, die eine Anfrage nach Rom schickten) der von der DBK als Ent-
wurf beschlossenen Handreichung zur Kommunion von Nichtkatho-
liken zeigten eine "dramatische Unkenntnis" der Ökumene bzw. des ak-
tuellen wissenschaftlichen Standes dazu.
Ferner fordert Profesorin Rahner eine Extra-Wurst für Deutschland, losgelöst von der Gesamtkirche: "Nicht alles in der katholischen Kirche müsse überall gleich gelten", wird sie zitiert, und für Deutschland "müsse hier exemplarisch eine Lösung gefunden werden"...  ---> HIER !
Nun ist jene Professorin ja kein unbeschriebenes Blatt, was ihre Forde-
rungen
betrifft. So forderte sie im vergangenen Jahr ungeachtet der päpstlichen Ablehnung die Priesterweihe für Frauen, mit der auf-
schlussreichen Begründung, "damit Frauen endlich zu ihrem Recht kommen"... ---> HIER !
Und was den Glauben an Gott betrifft, so sind alle Religionen für sie offen-
bar irgendwie gleich, denn keiner besitze die Wahrheit. Jesus hat zwar erklärt, dass er "der Weg, die Wahrheit und das Leben" ist, konnte aber vermutlich nicht ahnen, dass dies heutzutage manchen klugen Theologen nicht gefällt... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Frau Rahner ist Professorin. Professoren müssen publizieren. Egal was. Hauptsache, die Pulikationsliste wird immer länger.

    Das meiste interessiert in der Regel keinem Schwein. Halten wir es auch so mit Frau Rahner.

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    1. Also ich bin kein Professor und sage trotzdem schon seit Wochen in diesem Punkt genau dasselbe wie Frau Rahner. Hatte speziell auch @Arminius und @Sindbad erst gestern oder vorgestern "dramatische Unkenntnis" in punkto Ökumene nachgewiesen. Also am Titel liegt das nicht. Diese Professorenschelte ist wohlfeil.

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    2. Wenn Ökomene bedeutet, sich den Protestanten zu assimilieren, dann ist mir das in der Tat dramatisch unbekannt.

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    3. Ihre Zuversicht in eigener Sache ist ja lobenswert, aber nachgewiesen Jorge haben sie hier im Kommentarbereich noch gar nichts.

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    4. Das Kuriose ist ja gerade, dass sich die ökumenefeindlichen Katholen den Prottis gerade dadurch angleichen, dass sie konfessionalistische Denkmuster annehmen wie @Arminius. Konfessionalismus ist eine urprotestantische Unart. Dass wir als Katholiken den Konfessionalismus ablehnen und daher auch kein Problem mit Kommunikanden aus anderen Kirchen und Gemeinschaften haben, solange sie nur ein paar Basics des Eucharistieglaubens mit uns teilen, ist eine urkatholische Eigenart. Genau das Ggt. von "Protestantisierung".

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    5. @Jorge
      Was genau bedeutet "wir als Katholiken" in welchem Zusammenhang? Ist Jorge der Universalsprecher aller Katholiken? Wäre mir neu. Im übrigen lehne ich als Katholik (für mich also können sie schon nicht mehr sprechen) Konfessionalismus nicht grundsätzlich ab. Wenn jemand nicht katholisch sein will, was habe ich darüber zu urteilen?

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    6. Konfessionalismus ist das Ggt. von Ökumenismus.

      Ökumenismus ist ein Prinzip der katholischen Glaubenslehre, eine Art Dogma also. Konfessionalismus ist eine spalterische (im Wesen also protestantische) Unart, die historisch einige Zeit lang auch in der kath. Kirche gepflegt wurde, bei uns aber spätestens mit der gefühlten Dogmatisierung des Ökumenismus beim 2. Vat. überwunden ist. Eine Art "Häresie" (Spaltertum) im Wortsinn. Das kann kein hinreichend informierter Katholik gut finden.

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  2. ein Priester (76 Jahre)22. April 2018 um 07:48

    Herrlich, wie der "Kreuzknappe" die Kernaussage der Theologin
    durch seine überspitzte Formulierung auf den Punkt bringt.
    Wie bei Professoren üblich, nennt sie natürlich nicht die
    Bischöfe beim Namen, sondern sie spricht nur von "Kritikern",
    aber es ist schon heftig, dass sie diesen Ahnungslosigkeit
    unterstellt.
    Letztlich steht dahinter der Ansatz "Wie ihr alle wissen
    solltet, habe selbstverständlich nur ich selbst recht!"
    Es geht jedoch nicht darum, dass man in Deutschland den
    Protestanten entgegenkommen müsste, weil es hierzulande
    halt ein paar mehr sind als in Nachbarländern,
    sondern es geht um die Frage, wer zur Kommunion hinzutreten
    darf, Frau Professorin!
    Wir haben beigebracht bekommen: Wer A sagt, der muss auch
    B sagen! - Warum weigern sich Protestanten als Ehepartner
    eigentlich hartnäckig, katholisch zu werden, wenn sie doch
    angeblich oder tatsächlich das katholische Eucharistie-
    verständnis innerlich bejahen?!

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  3. Selbstverständlich hat Frau Prof. Rahner das Recht auf
    eine solche pauschale Meinungsäußerung.
    Ich bezweifle aber, dass sie sich in Einzelgesprächen mit
    den betreffenden Bischöfen eine qualifizierte Meinung darüber
    verschafft hat, ob die "dramatische Unkenntnis" überhaupt
    besteht.
    Sie möge mir verzeihen, aber auf mich macht ihr nicht näher
    begründeter Rundumschlag eher den Eindruck, als wolle sie
    sich medial noch mal in Erinnerung bringen.
    Das ist ihr gelungen.

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  4. Och Knäppchen, so billig werden sie die Argumentation der Dame nicht los. Dogmen sind Glaubenswahrheiten, was meinen Sie, was der Wortteil Glaube impliziert? Besäßen wir die Wahrheit, könnten wir sie den Menschen beweisen. Funktioniert aber nicht, raten Sie einmal warum! ;-) Die Frau hat mit allem Recht, was sie sagt. Es gibt keine wahrheitsmäßige Aussage Christi, dass Frauen keine Priester werden dürfen, weil Jesus keine Priester geweiht hat. Das ist z.B. eine Wahrheit ;-) Da die katholische Kirche die Taufe der Protestanten anerkennt (eine Wahrheit), sollte es auch einen Weg zum gemeinsamen Mal geben.

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    1. Tja, Bühbchen, mit der Anerkennung der protestantischen Taufe zu kommen, zeugt von dem gleichen Verschließen der Augen vor der Wirklichkeit, wie diese Anerkannung.
      Selbst nach den eigenen protestantischen Anforderungen sind nicht wenige Taufen schlicht ungültig.
      Das könnte man wissen, katholischerseits zieht man aber den sanften Schlaf vor.

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  5. Wenn Sie sich in katholischen Kirchenkreisen umhören,
    dann werden Sie, werter Kreuzknappe, bald merken,
    wie man solche Bemerkungen dieser Professorin einordnet.
    Sagen wir mal so:
    Manche spenden ein müdes Lächeln.
    Andere verweisen darauf, dass sie mal lesen sollte,
    was Papst Franziskus zum Thema Priesterum der Frau
    gesagt hat.
    Aber es bleibt allen Professoren natürlich unbenommen,
    ihre Steckenpferde zu reiten.

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  6. Ich finde es schlicht ungehörig,
    wie die Dame über die Bischöfe herzieht.
    Mehr möchte ich aus Gründen der Höflichkeit nicht sagen.

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    1. Ungehörig finde ich das nicht.
      Ob es aber klug ist, Bischöfen eine "dramatische
      Unkenntnis" zu unterstellen, wage ich zu bezweifeln.

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