Freitag, 20. April 2018

Trierer Bischof Ackermann: Kommunion-Anfrage der sieben Bischöfe ist ein "negatives Zeichen" und macht Wertschätzung "kaputt"!

Es ist ihm gar nicht recht, dass seine bischöflichen Mitbrüder von Rom Klarheit haben wollen - worauf sogar Papst Franziskus reagiert hat mit "dem Wunsch", wie die DBK es vornehm formuliert, dass Kardinal Marx in Rom zum Gespräch erscheint. Doch Bischof Ackermann ist offenbar verärgert über Bischöfe, die es genau wissen wollen und die auch die Weltkirche mit ihrer Anfrage im Blick haben.
Bischof Ackermann sorgt sich dagegen nur, wie das denn bei konfessionsverschiedenen Paaren ankommt, die zur Kommunion gehen wollen. "Diese Diskussion (!) ist eine unselige Geschichte, da sie das Zeichen der Wertschätzung, das wir Bischöfe mit der geplanten Hand-
reichung geben wollten, kaputt macht"
, erklärte er in einer Gesprächs-
runde vor ein paar Ehepaaren, wie das Bistum Trier auf seiner Homepage meldet.
Es geht weiter mit seiner einseitigen Einschätzung: Das Schreiben nach Rom sei ein "negatives Zeichen", dass sich die Bischöfe nicht einig seien. - Offenbar hat Bischof Ackermann das Anliegen seiner Kollegen überhaupt nicht verstanden, oder aber er will es nicht verstehen.
Ob allerdings die "unselige Geschichte" dadurch besser wird, dass jetzt
dem jeweils andersdenkenden Bischof gleich nur  Übles unterstellt wird, bezweifle ich...

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER und HIER und ergän-
zend zu Bischof Ackermann
HIER und HIER und HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Unvergessen - und unverziehen! - auch, wie unglücklich
    Bischof Ackermann gegen den erfolgreichen Pfarrer des saarländischen Beckingen agierte.

    http://www.tageblatt.lu/nachrichten/grossregion/demo-gegen-trierer-bischof-ackermann-10917426/

    http://www.medrum.de/content/bischof-ackermann-von-bild-als-verlierer-praesentiert

    http://kreuzknappe.blogspot.de/2014/11/reicht-trierer-bischof-ackermann.html

    AUSGERECHNET DIESER BISCHOF TRAUT SICH, bei anderen
    von einer "unseligen" Geschichte zu sprsechen.
    Ein starkes Stück!

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  2. Die Ehepaare bei dem Treffen waren anscheinend persönlich
    "vorsortiert". Im Text des Bistums Trier heißt es, sie
    seien von der Abteilung "Pastorale Grundfragen" EINGELADEN
    worden, daran teilzunehmen.
    Mir leuchtet das Ganze mit der Kommunion von Evangelischen
    sowieso nicht ein: Wenn der evangelische Partner das katho-
    lische EUCHARISTIEVERSTÄNDNIS akzeptiert, dann kann er doch
    auch gleich katholisch werden?!
    Wenn er aber stattdessen wie ein Evangelischer glaubt, dass
    Jesus nicht wirklich in der Hostie zu uns kommt, dann DARF
    er die Kommunion NICHT empfangen!
    Warum soll immer nur die katholische Kirche auf solche
    Sonderfälle von Gläubigen zugehen?
    Warum kann man von denen nicht auch mal erwarten, dass sie
    selbst auf die Kirche zugehen?!

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    1. Ich fürchte, daß – bei einigen der Kommentare hier – eine Annahme die Grundlage bildet, nicht die Realität.
      Das ev. Abendmahls- und das rk Eucharistieverständnis, sind in der Realität gleichermaßen schillernd.
      Nur in der theorie ist das rk Verständnis – noch (?) – eindeutiger.
      Ich habe mehr als einmal in "katholischen" Kirchen einen gedankenlosen Umgang mit der Eucharistie erlebt, der selbst halbwegs normalen Protestanten entsetzte.
      Allerdings ist es natürlich richtig und wichtig, die zerstörerische Haltung von Eps. Ackermann und Konsorten deutlich und öffendlich (!) zu beanstanden.

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  3. Was will uns Bischof Ackermann damit sagen?
    Dass es für deutsche Katholiken besser ist, wenn man garnicht erst nachfragt, wie der Vatikan und der Papst über den Kommu-
    nionempfang von Nichtkatholiken denken?
    Sorry, Herr Ackermann, aber was Sie da abgeliefert haben,
    ist nach meinem Dafürhalten Populismus pur:
    Den evangelischen Ehepartnern bloß nicht ein bisschen weh-
    tun, die könnten sonst glatt enttäuscht sein.

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  4. Beckingen trauert20. April 2018 um 07:29

    Seltsam!
    Noch vor einem halben Jahr hat Bischof Ackermann
    eifrigst den Ansatz vertreten, man müsse in Deutschland
    und in der Kirche "globaler denken".
    Jetzt auf einmal will er davon - und von der dementsprechen-
    den Anfrage seiner Kollegen - nichts mehr wissen.

    https://www.youtube.com/watch?v=NU0fvugfEMs

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  5. ein Priester (76 Jahre)20. April 2018 um 07:42

    Der eigentliche Schuldige ist Kardinal Marx,
    der es absichtlich unterlassen hat, den Vatikan vorab
    in die deutschen Überlegungen mit einzubeziehen.
    Sein Grund ist klar, er hat ja früher schon geäußert,
    dass er sich von Rom nichts vorschreiben lassen will:
    "Wir sind keine Filiale von Rom!"
    Es war ein großer Fehler, diesen Mann zum DBK-Vorsitzenden
    zu machen!

    http://kreuzknappe.blogspot.de/2015/02/meint-kardinal-marx-etwa-egal-was-die.html

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    1. Nein, das war kein Fehler. Zentralismus ist immer und überall ein Übel, wie man nicht zuletzt an der Geschichte des kläglich gescheiterten Kommunismus studieren kann.

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    2. "Es war ein großer Fehler, diesen Mann zum DBK-Vorsitzenden zu machen!"

      Dieser Fehler ist jederzeit reparabel.

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  6. Merke: Auch negative Zeichen können positive Folgen haben.

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  7. Wenn dem Trierer Bischof an einer sachlichen Diskussion
    gelegen wäre, hätte er das jetzt nicht hinausposaunt,
    um die Stimmung noch mehr anzuheizen.
    Manchmal sollte sich auch ein Bischof in der Tugend der
    Demut üben und mal schweigen.
    Am Montag (23.4.)trifft sich der Ständige Rat der DBK
    sowieso zum Thema.

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  8. Ist das nicht verrückt?
    In Zeiten des Priestermangels bietet sich ein Ruhestands-
    priester an, Heilige Messen zu übernehmen, aber Bischof
    Ackermann lehnt das ab!

    https://m.volksfreund.de/region/pruem/pfarreienstreit-in-pruem_aid-17076147

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  9. Hier schreiben offb. fast nur Leute, die überhaupt nicht wollen, dass auch ev. Ehepartner in der kath. Messe kommunizieren dürfen.

    Wer das nicht will, weil ihm die Trennung lieber ist als das Vereinende, denkt nicht ökumenisch, ergo auch nicht katholisch, und hat demzufolge im Grunde genommen selbst ein defizitäres, konfessionalistisch verengtes Eucharistieverständnis.

    Eigtl. dürften daher die Gegner der Interkommunion selbst nicht in der kath. Messe kommunizieren und müssten sich im Prinzip erstmal zum Ökumenismus bekehren, der (wie ich früher schonmal sagte) ein genuin katholisches Glaubensanliegen ist.

    Es gilt das Wort von Papst Benedikt: Ökumene heißt "Hermeneutik der Einheit" (Konfessionalismus und "Rückkehrökumene frönt dagg. einer Hermeneutik der Trennung). Auf die richtige eucharistische Brille kommt es also an. Ich gehe davon aus, dass der jetzige Papst die von seinem Vorgänger übernommen hat.

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    1. Wenn dem ev. Ehepartner der gemeinsame Kommunionempfang so wichtig ist, steht ihm/ihr jederzeit die Möglichkeit der Konvertierung offen.
      Wenn er/sie das nicht will, kann es mit dem Willen zur Teilhabe an der hl. Eucharistie nicht so weit her sein. Dann ist für ihn/sie der Leib Christi nicht mehr als ein gewöhnliches Stücken Brot. Dann hat er/sie an der Kommunionbank auch nichts verloren.

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    2. Das ist uninformierter Unsinn.

      Wie ich schon mehrfach schrieb, ist eine Konversion spätestens seit der Kirchenkonstitution des 2. Vat. nicht nötig, um zur Una Sancta zu gehören. "Konvertierung" natürlich umso weniger, das wäre reiner Proselytismus.

      Außerdem glaubt ein Protti, der den kath. Eucharistieglauben teilt, sicher nicht an ein "gewöhnliches Stücken Brot".

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