Donnerstag, 19. April 2018

Umstrittenes Kommunion-Dokument: Papst Franziskus bittet Kardinal Marx zum Gespräch!

So, nun ist es also raus: Ausgerechnet in der kurzen Zeit, in der ich mit meinen Lieben in einer tollen Eisdiele in einem Nachbarort mein "Tartufo nero" (---> HIER !) schleckte, passiert digital was Wichtiges: Der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, gibt offiziell auf der Seite der DBK zu:
Ja, es gibt erheblichen Gesprächsbedarf wegen der von der Mehrheit der deutschen Bischöfe abgesegneten pastoralen Handreichung zum Kommunion-
empfang für Nichtkatholiken. - Ferner erklärt Kopp, dass Kardinal Marx als DBK-Vorsitzender eine Nachricht von Papst Franziskus bekom-
men hat;
ihn habe "der Wunsch des Heiligen Vaters erreicht", ein Ge-
spräch in Rom zu führen.
Das ahnte heute früh schon das Kölner "domradio", und man vermutet auch, dass Kardinal Woelki ebenfalls an dieser ganz speziellen Gesprächs-
runde in Rom teilnehmen soll.

Und zum Schluss noch der kleine Seitenhieb auf "kath.net": Kopp er-
klärt: "Meldungen, wonach die Handreichungen im Vatikan... abgelehnt worden seien, sind falsch."

Man lese bei der DBK ---> HIER !
Jetzt bin ich bloß mal gespannt, wie lange Journalist Joachim Frank braucht, um sich von diesem Schrecken zu erholen. Wir erinnern uns, wie heftig er einseitig gegen Kardinal Woelki zu Felde gezogen war... ---> HIER und HIER !
Immerhin ist jetzt sogar ganz offiziell klar, dass auch der Vatikan der Meinung ist, dass das DBK-Dokument so brisant ist, dass dringender Gesprächsbedarf auf höchster Ebene besteht...

Kommentare:

  1. Gestern klang es von der DBK noch ganz anders,
    da hieß es, eine Ablehnung sei nicht bekannt - aber vom
    Papst und der Einbestellung von Marx nach Rom verriet man
    nichts!
    Das erinnert mich an Dikatatoren: Man rückt immer nur
    bröckenweise mit der Wahrheit heraus und gibt nur das zu,
    was gar nicht zu vermeiden ist.

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  2. Halten wir also fest:
    Was die große Mehrheit der deutschen Bischöfe unter Führung
    von Kardinal Marx da als "Entwurf" formuliert hat, ist so
    fragwürdig, dass sogar der Marx-Freund Papst Franziskus ein
    vertrauliches klärendes Gespräch für erforderlich hält.
    Und zweitens stellt sich heraus, wie richtig und wichtig es
    war, dass die sieben kritischen Bischöfe eine Anfrage nach
    Rom geschickt hatten.

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  3. Wieder einmal zeigt sich, dass es sehr wichtig ist,
    zusätzlich zu "katholisch.de" Internetseiten von Katholiken
    zu betreiben wie "gtv", denn "katholisch.de" versuchte das
    Thema zu vermeiden, indem man bis heute mittag schwieg.
    Ein Dank an "gtv" und die fleißigen Blogger!

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  4. Herrlich, wie Sprecher Kopp mal wieder die volle Wahrheit
    verschleiern will. Von wegen Kardinal Marx habe der Wunsch
    des Papstes erreicht - geht's noch gechwollener?
    Korrekter müsste es so heißen, wie manche Zeitungen es
    jetzt schreiben:
    KARDINAL MARX WURDE VOM PAPST NACH ROM ZITIERT !

    http://religion.orf.at/stories/2907872/

    Einige Beobachter finden die Vorgehensweise von Kardinal
    Marx schon fast als tollpatschig, Rom nicht mit einbeziehen
    zu wollen. Auch wenn es nur ein sogenannter "Entwurf" ist
    (warum stimmt man dann in der DBK überhaupt darüber ab?),
    wäre ein Kontakt mit dem Vatikan angebracht gewesen!
    Ein Fall von Selbstüberschätzung???
    Jedenfalls dürften heute im Kölner Ordinariat die Sekt-
    korken geknallt haben.

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  5. Das dürfte wohl der Anfang vom Ende von Kardinal Marx sein.
    Übermut kommt vor dem Fall.

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    1. Mir erscheint das Ganze als eine - zumindest halbwegs - längst abgekartete Sache. Jetzt kommt der amtierende Papst mit den obersten beiden deutschen Bischöfen zusammen (jedenfalls so wie es die mediale Öffentlichkeit wahrnimmt) und die machen das Ding klar. Und alle freuen sich über die Früchte des Dialogs und man kann doch wieder sehen, wie wichtig der sei ...

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