Montag, 23. April 2018

"Ungewöhnlich scharfe" Kritik an Kardinal Woelki : Ehemalige Vorsitzende des Kölner Katholikenausschusses über das Hirtenamt

Joachim Frank,
Journalist beim "Kölner Stadt-Anzeiger", hat jemand gefun-
den, der Kardinal Woelki "ungewöhnlich scharf" kritisiert: die Ex-Vorsitzende des Kölner "Katholiken-
ausschusses"
(bitte nicht
zu viel in den Begriff hinein-
deuten!)
.
In letzter Zeit wurde Journalist Frank im Zusammenhang mit der Veröffentlichung eines internen Dokumentes zum Kommunionempfang (---> HIER !) und als Kri-
tiker von Kardinal Woelki bekannt.

Nun hat er Hannelore Bartscherer interviewt, und erwartungsgemäß ist die Ex-Vorsitzende des Ausschusses nicht sonderlich von Kardinal Woelki angetan; sie (als Fachfrau?) ist sich sicher, dass Woelki "ein fal-
sches Verständnis vom Hirtenamt hat"
.

Das überrascht mich bei ihr nicht.  Trotzdem interessant ---> HIER !

Kommentare:

  1. Ich muss gestehen, dass ich auch kein großer Woelki-Fan bin,
    aber was das verlinkte Interview betrifft, so empfinde ich
    die Äußerungen als eine Ansammlung von unbegründeten Sprech-
    blasen, wie sie eher einem Politiker zuzurechnen wären;
    ich kann nichts Handfestes entdecken.
    Im übrigen spricht es Bände, dass Joachim Frank nun jemand
    ausgräbt, der überhaupt keine Funktion und Verantwortung
    mehr hat. Warum hat er, wenn er das schon für nötig hielt,
    denn nicht den amtierenden Vorsitzenden befragt???
    Enttäuschend!

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  2. Wo Frau Bartscherer kirchenpolitisch steht,
    ist in Köln hinlänglich bekannt.
    Aber sie ist nicht mehr Vorsitzende, und ich bin nicht
    traurig darüber.

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  3. ein Priester (76 Jahre)23. April 2018 um 18:52

    Die Äußerungen von Frau Bartscherer verursachen
    bei mir nur ein trauriges Kopfschütteln.
    Mehr dazu zu schreiben, verbietet mir meine Höflichkeit.

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  4. Wenn ich das richtig verstehe, bezieht sich Bartscherers Kritik an Woelki zentral auf seine pastoralen Zukunftspläne incl. z. B. einer Mega-Gemeinde namens „Sendungsraum“ in der Kölner City. Ähemm, ist das nicht auch eine in Tradi-Kreisen gern geübte Kritik bzw. wehrt man sich nicht gerade da ebenfalls gegen Großgemeinden – hat nicht der Kreuzknappe selbst schon öfters heftig dagegen Stellung bezogen? Z. B. hier:

    http://kreuzknappe.blogspot.de/2017/08/diese-widersinnige-reform-im-bistum.html

    oder hier:

    http://kreuzknappe.blogspot.de/2018/04/riesenpfarreien-im-bistum-trier.html

    Da müsste bei Bartscherers gleichlautender Kritik doch auch ein Tradi-Herz eigentlich höher und zugunsten Bartscherers und für Kritik an Woelki schlagen, verbunden mit Lob und Dank an Redakteur J. Frank, der das thematisiert – oder?

    Zitat aus dem Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger:

    „Offenbar könne derzeit keiner die Frage beantworten, wo Woelki auf dem von ihm ausgerufenen „pastoralen Zukunftsweg“ zur Gemeinde-Entwicklung hin wolle. „Die Bistumsleitung hat mit ihrem Tunnelblick immer nur das Auge auf den Priestern.“ Sie wünsche sich mehr Großzügigkeit, mehr Experimentierfreude und mehr Zutrauen zu dem, was aus den Gemeinden komme. „Dann müssten die Gemeinden nicht immer noch größer und größer werden. Gemeinden, die das Erzbistum jetzt großspurig »Sendungsräume« nennt. Alles Quatsch, wenn ich so was höre! Auch da weiß doch keiner, was das sein soll.““

    Mit ihrer Kritik steht Bartscherer auch im Kölner katholischen Milieu nicht allein, vgl. hier z. B. aus Februar:

    https://www.ksta.de/koeln/fehlende-pfarrer-gemeindevertreter-veraergert-ueber-kirchenplaene-fuer-koeln-29730264

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  5. Wie beschämend!
    Bei dem Versuch, Kardinal Woelki eins auszuwischen,
    kam es nicht zu dem erhofften Ergebnis, im Gegenteil:
    Woelki und seine sechs Bischofskollegen haben ein Gespräch
    in Rom erreicht.
    Nun versucht Joachim Frank als Notlösung eine neue Front
    zu eröffnen. Auch das wird nichts bringen, denn er konnte
    nur eine Ex-Vorsitzende aufbieten.

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