Freitag, 11. Mai 2018

Bischof Voderholzer: Der Katholikentag sollte kein kirchenpolitischer Kampfplatz sein!

Mit ständigen Forderungen zu Glaubensfragen sollte sich der Katholikentag zurückhalten, meint aktuell der Regensburger Bischof Voderholzer.
Es sei kein gutes Zeichen, wenn man das Treffen als Basis ver-
stehe, "um Druck aufzubauen in der Debatte um den Kommu-
nionempfang..."
, und statt-
dessen erwarte er "klare Sig-
nale" 
in gesellschaftspolitischen Fragen wie Lebensschutz und Familien-
politik.
In seiner Predigt bei der Bittprozession vor Christi Himmelfahrt stellte er fest, es zähle nicht zu den Aufgaben eines Katholikentages, Forderungen zur Sakramentenlehre zu stellen...

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER !
Hat er damit recht?

Natürlich nicht ganz ernst gemeinter Hinweis am Rande: Gerade herrscht Riesenandrang bei einigen Veranstaltungen des Katholikentages, wie man sieht... ---> HIER !

Kommentare:

  1. Wenn man so in den vergangenen Jahren die Pressemeldungen
    verfolgt: Zum geistlichen Wachstum der Katholiken hat der
    Katholikentag wenig zu bieten, es geht um Umwelt, um Müll-
    trennung, um Frieden (wer weiß wo und wie) und um Reden von
    Politikern. Und dann ein buntes Programm vom Bogenschießen
    für lesbische Grüne bis zum Gitarre spielen für linkshändige
    Singles...

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  2. Längst hat sich auch die Politik des Themas Kommunionempfang angenommen, wie der Rede Steinmeiers auf dieser Veranstaltung zu entnehmen ist. Für diese Leute bietet sich hier natürlich eine große Chance, auf den Weg zu einer einheitlichen, von grün-linken Funktionären gesteuerten Staatskirche nach protestantischem Vorbild fortzuschreiten.

    Als Katholiken kann es uns zwar egal sein, was Heiden über Glaubensfragen schwätzen, aber irgendwie fehlt mir das Vertrauen in Voderholzers Kollegen, daß sie dem Drängen der Politik Widerstand leisten werden.

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    1. Bundespräsident Steinmeier ist alles andere als ein "Heide": Er ist gläubiger praktizierender Protestant. Aber für Arminius und die Rechtskatholiken sind die Evangelen ja grundsätzlich "Häretiker" und damit "heiden".

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    2. Wie sieht denn dieses Praktizieren aus? Ich könnte mir hier ein Engagement für den Lebensschutz oder gegen die "Ehe für alle" vorstellen, aber das ist für einen Sozialisten sicherlich zu viel verlangt.

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    3. Arminius: "praktizierte Christlichkeit" bezieht sich nun einmal nicht nur auf die immer gleichen Unterleibs- und Schlafzimmerthemen, auf denen Sie so obsessiv rumreiten.

      Die Leute haben es ausserhalb Ihres sektiererischen Tradi-Milieus sowas von satt, dass eine Institution in ihrem Intimleben rumschnüffelt und ihnen vorschreibt, wie sie sich hinter verschlossener Schlafzimmertür zu verhalten haben.

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  3. Bischof Voderholzer ist einer von den sieben Bischöfen,
    die nach Rom geschrieben haben - und ein mutiger Oberhirte!
    Über Abtreibung hat er auch schon klare Worte gesagt,
    die leider kaum beachtet werden:
    ABTREIBUNG IST EIN MASSAKER IM MUTTERLEIB !

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/kampf-ums-leben-katholikentag-streitet-ueber-schwangerenberatung/9965928.html

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  4. Artikel von Martin Lohmann in der JF, S.3, über Prof. Georg May:
    Im letzten Absatz sagt Prof. May:

    Katholikentage aber mit ihrem inhaltlichen wie liturgischen Jahrmarktscharakter sowie einer Politisierung der Religion sind Georg May suspekt: "Solche Versammlungen sind überflüssig und sogar schädlich - für de Glauben und die Kirche."

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    1. Prof. May, der das Konzil ablehnt und mit seiner Piusbrüder-Theologie ein totaler Aussenseiter ist, den ausserhalb des Tradi-Milieus keiner ernst nimmt, kann mit seiner Tirade auch nichts daran ändern, dass dieser Katholikentag mit über 50.000 Besuchern der teilnahmestärkste seit fast 30 Jahren ist!

      Man vergleiche diese Zahl mal mit der Zahl derer, die jeweils nach Fulda zum Gegen-Katholikentag "Freude am Glauben" gehen...

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    2. @ Bianca

      Haben Sie schon einmal gehört, dass Quantität nicht gleich Qualität ist?

      Lesen Sie doch einmal die Predigten von Prof. May:

      www. glaubenswahrheit.org

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  5. Wie tief der Riss zwischen den Bischöfen ist,
    wissen wir seit dem Disput und der Anfrage wegen Kommunion.
    Kaum hat Bischof Voderholzer was gesagt,
    muss Kardinal Marx sofort widersprechen.
    Wäre er doch sonst auch so fix, z.B. wenn es um Abtreibung
    und den Kampf gegen die Ehe für alle geht...!

    https://mk-online.de/meldung/kardinal-marx-auch-mit-glaubensfragen-befassen.html

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  6. Der hochwürdige Herr Bischof ist, wenn er den Kirchentag besucht, dort Gast.
    Der Mann hat doch ein Amtsverständnis aus dem Mittelalter, wenn er meint, er könne dem Kirchentag Denk- und Redeverbote verordnen.

    Das kann er auf seiner Regensburger Kanzel vor seinen Diözesanen machen, aber ich glaube auch die würden sich das inzwischen verbitten.

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