Sonntag, 13. Mai 2018

"Bitte löschen Sie meine Leserkommentare, die ich mit E-Mail-Adresse .. eingeschickt habe!"

Mein gestriger Artikel über heftige Probleme (---> HIER !) mit dem ab 25. Mai gelten-
den EU-weiten Datenschutzgesetz (DSGVO)
hat einigen Wirbel verursacht und wurde 3.205 mal angeklickt.
Ich habe mich, so gut das als juristischer Laie geht, da mal etwas eingelesen und weiß noch nicht, wie ich als Blogger reagieren werde, denn da kommt bei strikter Beachtung der Neuregelung eine Menge Arbeit auf alle Seitenbetreiber und Blogger zu. 

Da offenbar auch Anwälte meinen Blog lesen, trudelte nach den "mindestens" 350 Euro als Beratungshonorar gestern prompt ein zwei-
tes Angebot per E-Mail  herein - mit 990 Euro plus Mehrwertsteuer nicht gerade ein Schnäppchen. 

Ich warte in den nächsten Tagen erst einmal einfach ab, auch in der vagen Hoffnung, dass "google" bzw. deren Tochter "blogspot.com" selbst in aus-
reichender Weise tätig wird, und zwar vor dem Stichtag 25. Mai. 

Gestern erreichten mich schon die ersten zwei Leser-E-Mails, deren Ver-
fasser mich darum baten, ihre Leserkommentare, die sie unter der E-Mail-Adresse ... bzw. ... abgegeben hätten, alsbald zu löschen, weil ihnen nicht bewusst gewesen sei, dass ich die E-Mail-Adressen speichere, was sie nicht wünschten.

Die betreffenden Kommentare habe ich schon unverzüglich gelöscht, aber mir ist vollkommen neu, dass man für einen Leserkommentar in meinem Blog eine E-Mail-Adresse angeben muss. Seltsam...!
Ich habe jedenfalls von Leserkommentaren keinerlei E-Mail-Adressen gespeichert!
Wie dem auch sei - es herrscht einige Nervosität, und ein paar kleinere Firmen vor allem aus den USA haben schon ihre Internetseiten gelöscht, weil sie den von der EU verlangten Aufwand nicht leisten können.

Manche Nachbarländer wie z.B. Österreich haben zum neuen Gesetz Aus-
führungsbestimmungen erlassen, die die Sache für viele Anwender etwas entspannen, aber das hat die deutsche Bundesregierung leider bis-
lang versäumt
.

Ich bleibe weiter am Ball und informiere Sie bei Bedarf... 

Kommentare:

  1. Dieser Staat weiß halt Schwerpunkte zu setzen. Wenn es darum gilt, unkontrollierte Meinungsäußerungen zu unterbinden, kann er plötzlich sehr konsequent sein und all die Härte anwenden, die er bei anderen Gelegenheiten vermissen läßt.

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  2. Seelenklempner13. Mai 2018 um 07:53

    Genau richtig: Nichts überstürzen, erstmal beobachten, dann
    entscheiden.
    Habe mir Ihre Twitter-Adresse jedenfalls schon gespeichert.

    https://twitter.com/DERKREUZKNAPPE

    Ich hoffe nur, dass es dort über kurz oder lang nicht das
    gleiche Problem geben wird...

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  3. "... von der EU verlangten Aufwand ..." Seit wann hat denn die "EU" irgendetwas zu verlangen? Man darf einfach nicht jedem Wichtigtuer auf den Leim gehen.

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  4. Richtig, denn besonnenes und vorsichtiges Verhalten
    zahlt sich bei juristisch strittigen Fragen aus,
    im wahrsten Sinne des Wortes.
    Nochmal, wie gestern schon geschrieben: Ich an Ihrer Stelle
    würde ab 25. Mai den Blog vorübergehend deaktivieren.
    Oder Sie müssen in den (sehr) sauren Apfel beißen und
    sich juristischen Rat holen, was wiederum nicht billig ist.
    Ich nehme an, dass es wenig Sinn hat, "google" um konkrete
    Hilfe zu bitten?!

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  5. Ach was, das wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird.
    Ich habe heute erst wieder gesehen, dass einige Blogs ab dem 25.Mai deaktiviert werden sollen. Da ist auch sehr viel Panikmache dabei, wenn man einige einfache Dinge beachtet und sich ein klein wenig informiert.
    Ich selber habe zu diesem Thema am 18. Mai noch eine intensive Schulung bei unserem IT-Chef. Ich stelle die entsprechenden, sicher wie immer gut verständlichen Unterlagen, danach sehr gerne KOSTENLOS per mail zur Verfügung. Fragen kann ich dann auch gerne an unseren ITler weiterleiten, der meistens gut informiert ist.

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