Montag, 7. Mai 2018

Ehevorbereitung: Die Bischofskonferenz gibt Pfarrern den Ratschlag, Brautpaaren freundlich zu begegnen!

Es ist  ja nicht falsch, um das sofort mal zu betonen, was die deutsche Bischofskonferenz da in ihrer heute vorgestellten kur-
zen Anweisung für Seelsorger schreibt.
Es geht um die Verbesserung der katholischen Ehevorbe-
reitung, und nach einer 60-seitigen Broschüre, die sie im Dezember 2017 (---> HIER !) für die Endverbraucher (sprich Brautpaare und alle Interessierten) vorlegte, geht's in den gerade mal zwei pdf-Seiten (!) umfassenden Eckpunkten für die Hand der Seelsorger um "Bausteine" für die Profis, für die Seelsorger, damit die auch wissen, wie sie mit Brautpaaren umgehen sollen: Auch als pdf herunterzu-
laden
---> HIER !
Da wird so mancher Pfarrer staunen, wenn er erfährt, dass er den Braut-
paaren "wohlwollend und freundlich" begegnen soll, eine nicht für jeden grundlegend neue Erkenntnis. Sie sollen sich auch mehr Zeit nehmen für die Brautpaare und dabei mehr "Wertschätzung" erkennen lassen.

Na, dann mal ran - die Revolution der Ehevorbereitung in Deutschland kann beginnen...
Man schaue auch ---> HIER und HIER und HIER und HIER !
(Nicht jeder Seelsorger wird sehnsüchtig auf die Ratschläge von oben gewartet haben, daher mein ironischer Unterton. Mit Freundlichkeit
und Wertschätzung ist es nicht getan. Die eigentlichen Probleme liegen woanders...)


Kommentare:

  1. ein Priester (76 Jahre)7. Mai 2018 um 18:21

    Die Bischöfe entledigen sich mit der Produktion von
    Papier des Problems. So schaut's aus.
    Die Seelsorger vor Ort werden alleingelassen.
    Es fehlt Personal und es fehlt Zeit.
    Aber das alles ist seit Jahren bekannt.
    Mit oder ohne Freundlichkeit.

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  2. Diese Art von Belehrung hilft den meisten Pfarrern nicht weiter.
    Das Problem der schlechten Ehevorbereitung besteht in Deutschland schon lange.
    Freundlichkeit und Wertschätzung zu fordern, ist richtig, aber aus eigener Erfahrung im Einsatz in einer Pfarre muss ich sagen, dass manche Paare so gut wie nichts über die katholischen Vorstellungen von Ehe wissen, sie wollen es nur schnell und möglichst feierlich hinter sich bringen.
    Wer wirklich ganz ernsthaft etwas verbessern will, erreicht das nicht mit Forderungen an die Priester, sondern mit qualifiziertem Personal und mit mehr Zeit, und an beidem fehlt es!

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  3. Ich befürchte, dass diese Ratschläge aufgrund negativer Rückmeldung von vielleicht kirchenfernen Christen zu erklären ist, die erst einmal angemacht werden, weil sie nicht jeden Sonntag stramm stehen. Schon oft gehört!

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  4. Seelenklempner7. Mai 2018 um 20:34

    Eine gute Ehevorbereitung liegt im Interesse der Kirche,
    denn Scheidungen sind schmerzlich - und machen Probleme
    im Kirchenalltag, wie wir wissen.
    Ein positives Beispiel von Ehevorbereitung:

    https://www.meinefamilie.at/beziehung/hochzeit/eheseminar/ehevorbereitungskurs/

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  5. Würde das umgesetzt, was in der Broschüre steht, wäre sehr viel gewonnen. Würde allerdings bedingen, dass viele in der Pastoral Tätige ihre eigene Einstellung zur Ehe/das eigene Eheleben/ die eigene Glaubenspraxis hinterfragen.
    Aber Einstellungen wie die von Joli, die den sonntäglichen Besuch des Herrn mit Kadavergehorsam gleichsetzen, lassen keine schnellen Verbesserungen erhoffen.

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  6. Ich denke, dass es unheimlich schwierig ist, sich katholisch nennenden Menschen das Ehesakrament so nahe zu bringen, dass sie es leben. Sehr viele wollen doch nur ein schönes Fest mit einem weißen Kleid und sind mit der Vorbereitung dieses Festes so stark beschäftigt, dass sie auf nichts anderes mehr hören können. Ich habe meiner Tochter und ihrem Bräutigam (beide regelmäßige Beichte, Kirchgang, Rosenkranz) zur Verlobung einen dicken Ordner (augedruckte wunderschöne Ehevorbereitung aus Österreich, wundervoll biblisch und theologisch begründet) geschenkt, sie haben es in der 9-monatigen Verlobungszeit leider auch "nicht geschafft" zu lesen. Grundsätzlich geht das meiner Ansicht nach überhaupt nur, bei Menschen, die von Säugling an in einer intakten Familie aufgewachsen sind und die Liebe, Fürsorge, den sorgsamen Umgang, den Verzicht und den Respekt der Eltern voreinander und vor den Kindern erlebt haben.
    Wohlstandsverwahrlosten (meist Egoisten und Narzissten)aus lauen nicht praktizierenden Familien in wenigen Wochen vor der Hochzeit
    zum Ehesakrament zu führen, erscheint fast aussichtslos. Hier muss spätestens im Grundschulalter begonnen werden, so dass zur Erstkommunion schon ein Grundstein gelegt ist, ein Eckstein, der bis zur Firmung dringend gefestigt sein muss. Wir dürfen nicht die traurige Realität verdrängen, dass etliche schon mit 13 Jahren ihren ersten Geschlechtsverkehr haben und für die Kirche nicht mehr erreichbar sind, dass sie in Kindergarten und Schule (auch "katholischen") mit Ideologien geprägt werden und müssen katholische Eltern in die Lage versetzen dies zu erkennen und dagegen zu arbeiten. Die Caritas fördert die Genderideologie und zerstört damit Familien.

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    1. Wer das Wort "Kulturpessimismus" nicht kennt, kann das hier herrlich nachlesen, danke für den Lacherfolg.

      Mal ernsthaft: Frömmelnde "Katholiken" mit ihren moralinsauren, arrogant-anmaßenden Belehrungen erreichen eher das Gegenteil von dem, was sie wollen, und wirken auf normal denkende Familien eher abschreckend als vorbildhaft. Das gilt gar nicht nur für Kirchenferne, wie der @Katholik am Bsp. seiner eigenen Kinder ja anschaulich vorführt: Selbst die eigene Familie verschrecken solche Hyperfrommen nachhaltig und treiben sie aus der Kirche.

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