Freitag, 4. Mai 2018

Pater Anselm Grün verspekulierte sich an der Aktienbörse und verlor 10 Millionen Euro!

Na, das passt ja wie die Faust auf's Auge: Wie es
der Zufall so will, schrieb ich ausgerechnet heute einen Artikel über  die umstrittene inhaltliche Qualität der Bü-
cher von Pater Anselm Grün
(siehe weiter unten im Blog)
, und dann erreicht uns die Nachricht der "Katholi-
schen Nachrichtenagentur" (KNA), dass Pater Anselm Grün eingeräumt hat, als Finanzchef der Abtei Münsterschwarzach heftig  an der Börse spekuliert und sich dabei zeitweilig um 10 Millionen Euro (!) ver-
zockt
zu haben, und das z.T. mit geliehenem Geld.

Ob das wirklich sein muss, dass Ordensgemeinschaften (hoch spekulativ) an der Aktienbörse mitmischen?
Man lese ---> HIER und HIER !

Kommentare:

  1. Die Zeiten sind vorbei, wo sich ein Kloster von der Arbeit
    der Mönche und vielleicht noch einigen Helfern finanzierte.
    Heute muss es gleich die ethisch umstrittene Spekulation an
    der Börse sein.
    Das ist die Realität eines Teils der Kirche in Deutschland.
    Schauderhaft.
    Pater Anselm Grün war bis 2013 für die Finanzen verantwort-
    lich und gibt sich unglaublich naiv, auch bezüglich des
    geliehenen Geldes:
    "Wenn ich nur zwei Prozent Zinsen bezahlen muss und sechs
    Prozent erwirtschaften kann, dann ist das ein schöner Gewinn"

    Woher der Gewinn kommt und wer dafür bluten muss,
    dass will er nicht wissen.

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  2. Wenn ein Kloster solche finanziellen Dimensionen
    erreicht, darf man auch die Frage stellen,
    ob das wirklich im Namen Jesu Christi erfolgt.

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  3. Gestern habe ich voller Schrecken in der Zeitung gelesen, ich hätte 10 Millionen Euro verzockt. Ich bin sehr ärgerlich, dass die Bunte das Interview mit Nina Ruge, das um den Weg zur inneren Zufriedenheit kreiste, dazu benutzt hat, auf einmal die Aussagen über Geld, die nach dem Interview stattfanden, so reißerisch aufzumachen. Ich habe keine Millionen verzockt. Ich habe nur gesagt, dass in der Finanzkrise 2008 natürlich unser Depot für einige Zeit im Minus war. Das ist jedem Vermögensverwalter so passiert. Aber nach zwei Jahren war alles wieder ausgeglichen. Ich habe in den letzten 40 Jahren sehr erfolgreich das Geld für die Abtei angelegt und dadurch die Möglichkeit geschaffen, unser Ökoprojekt zu finanzieren und die Schule zu finanzieren. Entscheidend ist, was bei den Geldanlagen herauskommt. Dass da zwischendurch Anlagen - vor allem Anlagen auf Solarwerte - ein Minus einbringen, liegt in der Natur der Sache. Aber wenn die Anlagen gut gestreut sind, besteht da keine Gefahr. Bei meinen Geldanlagen sind mir die ethischen Gesichtspunkte sehr wichtig. Ich lege nur Aktien an, die ethisch vertretbar sind.
    Auf keinen Fall habe ich Spenden angelegt. Die Spenden für die Mission werden sofort weiter geleitet. Aber für die Zukunft der Abtei ist es eben wichtig, kreativ mit dem Geld umzugehen. So konnten wir die Zukunft der Schule finanziell sichern und den Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz anbieten.
    Mein persönliches Image ist mir gleich. Aber was mich ärgert ,ist, dass der Eindruck entsteht, wir würden die Spenden für die Missionsarbeit nicht gut verwalten.
    Ich wollte Euch das nur schreiben, damit Ihr die reißerischen Artikel, die in manchen Zeitungen erscheinen, richtig einordnen könnt.
    Euer P. Anselm

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