Dienstag, 8. Mai 2018

Seine Organe waren schon zur Transplantation frei: Hirntoter Junge erwacht aus dem Koma!

Solche wahren Begebenheiten wühlen viele Menschen auf:
Es ist schockierend, wenn man sich vorstellt, wie das anders ausgegangen sein könnte: Gewissermaßen gerade noch recht-
zeitig ist ein Junge wieder aus dem Koma aufgewacht, dessen Organe schon zur Organspende freigegeben waren. Seine Geschichte liest man z.B. ---> HIER und HIER !

Sofort kommt dann auch wieder die ganz grundsätzliche Diskussion auf,
ob man als Christ seine schriftliche Einwilligung zur Organspende geben sollte oder nicht. - Das ist eine Frage, die gründlich bedacht sein will, wobei man aber auch nicht die Zehntausende von Patienten vergessen darf, die oft monate- oder jahrelang in Todesängsten leben, weil sie verzweifelt auf ein Spenderorgan warten. Es ist mal wieder kompliziert.

Man schaue ---> HIER und HIER und HIER und HIER und HIER und das krasse Video HIER !

Kommentare:

  1. Ich halte solche reißerischen Medienberichte schlicht
    für unverantwortlich!
    Es darf bezweifelt werden, dass im vorliegenden Falle
    einwandfrei mit mehreren Messmethoden der Hirntod festge-
    stellt wurde.
    Liebe Journalisten, erspart uns eure Schnellschüsse
    der Sensation wegen!

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    1. Ja, Journalisten haben oft ein feines Gespür dafür, wenn allzu voreilige Gewissheiten ins Wanken geraten. So auch hier. Denn das Hirntodkriterium selbst ist fragwürdig.

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    2. @Dr. Boer

      Genau, da würde ich auch mal gerne, losgelöst vom reißerischen Journalismus, nüchterne medizinisch-wissenschaftliche Details erfahren. Denn: Ein tatsächlich eingetretener Hirntod ist irreversibel. Lt. Medienberichten hatten die Ärzte im vorliegenden Fall in einer ersten von zwei anstehenden Hirntodfeststellungen den Hirntod festgestellt (danach „erwachte“ der Junge). Ich frage mich, ob das nicht eine falsch positive Diagnose war, also fehlerhaft. Denn wessen Hirn definitiv zerstört ist, der „erwacht“ nicht wieder wie im vorliegenden Fall.

      Ich erinnere an einen anderen Fall aus den USA: In einer medizinische Publikation aus 2011 behaupteten US-Neurologen, erstmals einen „reversiblen Hirntod“ bei einem Patienten festgestellt zu haben. Eine (international betriebene) Analyse der Datenlage ergab aber, dass offenkundig Mängel bei der Diagnoseerhebung aufgetreten waren. Die betreffenden Neurologen gestanden dann auch in einer Stellungnahme ein, dass ihre Feststellung irrig war und es selbstverständlich keinen reversiblen Hirntod gebe.

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    3. Nachtrag:

      Bin in meinen Unterlagen gerade noch auf folgenden Link gestoßen, wo Fragen zum Hirntod verständlich beantwortet werden. Es geht dabei auch um von der Sensationspresse hochgespielte angebliche Fälle eines „Wiedererwachens“, die alle einer Überprüfung nicht standgehalten haben:

      FRAGE: Kann ein Hirntoter wieder erwachen?

      ANTWORT: Eine sachgerechte Hirntodfeststellung bedeutet, dass alle Funktionen des Gehirns unwiederbringlich erloschen sind. Die direkte oder indirekte Ursache hierfür ist ein kompletter Ausfall der gesamten Hirndurchblutung. Dies führt nach kurzer Zeit zum Tod des Gehirns. Es wird daraus ersichtlich, dass ein Wiedererwachen aus dem Hirntod - ebenso wie jede Form von Bewusstsein nach Eintreten des Hirntodes - definitiv nicht möglich ist. Gleichwohl werden immer wieder Einzelfälle in der Sensationspresse berichtet. Hierbei handelt es sich ausnahmslos um Patienten, bei denen die Hirntoddiagnostik nicht sachgerecht, nicht vollständig und/oder unter Missachtung der wesentlichen Voraussetzungen durchgeführt wurde. Keiner der behaupteten Fälle hat bisher einer wissenschaftlichen Überprüfung standgehalten.

      https://www.bkk24.de/typo3/index.php?id=1735

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  2. Marianne Wagner8. Mai 2018 um 12:27

    Ich bin kein Mediziner, aber die Sache kommt mir doch
    merkwürdig vor. Vielleicht sind die Regelungenen von Land zu
    Land verschieden, aber als ich meinen Hausarzt nach seiner
    Meinung zum Organspender-Ausweis fragte und ähnliche Bedenken
    vortrug, sagte der, in Deutschland werde das mit mehreren
    Verfahren unabhängig voneinander überprüft, ob ein Mensch
    wirklich hirntot ist.
    Außerdem verstehe ich den Bericht auch so:
    Normalerweise wäre dieser Junge längst tot gewesen, er
    war ja auch mehrfach kurzzeitig "tot" und wurde wieder
    "zurückgeholt".
    Er lebte eigentlich nur noch dank des Umstandes, dass er
    wegen der geplanten Organentnahme noch ein paar Tage künst-
    lich am Leben gehalten wurde.
    So verdankt er also der geplanten Organspende sein Leben!

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  3. Frau Wagner, Ihr Statement ist ausgesprochen zynisch. Es geht ja gerade darum, grundsätzlich Patienten länger am Leben zu erhalten.

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  4. Seelenklempner8. Mai 2018 um 13:40

    Ich wäre vorsichtig, die Aussagen einer aufgebrachten
    Mutter in der Presse als Fakten zu präsentieren.

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